Lieber Leser;
wusstet ihr das? Heute am 09.10.1967 Revolutionär und marxistische Terrorist Che Guevara in einem Schulhaus im bolivianischen La Higuera erschossen wurde? Ernesto „Che“ Guevara gehört zweifellos zu den am stärksten polarisierenden Figuren der modernen Zeitgeschichte. Während sein Konterfei – insbesondere die weltbekannte Fotografie Guerrillero Heroico von Alberto Korda sowie die Leichenfotos von Freddy Alborta aus dem Waschhaus von Vallegrande, bis heute als universelles Symbol für vermeintliche Rebellion, angebliche Freiheit und sozialen Idealismus sehr profitabel vermarktet wird, offenbart eine historisch-kritische Betrachtung seiner Biografie eine tiefgreifende Ambivalenz. Der glühende Marxismus, der Guevara antrieb, war untrennbar mit einer ideologischen Unerbittlichkeit verbunden, die vor systematischer Gewalt, Massenhinrichtungen und der Errichtung eines repressiven Staates nicht zurückschreckte. Die brutale Realität seines Handelns steht im perversen Widerspruch zu dem romantisierten Bild des oft falsch verstandenen Freiheitskämpfers, das globale Pop- und Protestkulturen bis heute pflegen.
Um die Brutalität Guevaras zu verstehen, muss man seine theoretischen Grundlagen betrachten. Che Guevara war kein pragmatischer Politiker, sondern ein dogmatischer Fanatiker. Seine Vision basierte auf der Erschaffung eines „neuen Menschen“, der frei von egoistischen, kapitalistischen Motiven sein und sich bedingungslos dem Kollektiv unterordnen sollte. Fremd jeder menschlichen Kultur. Wer sich diesem Transformationsprozess widersetzte, wurde im Weltbild Guevaras automatisch zum Feind der Revolution. Ähnliche der Linken heute. Gewalt war für ihn kein notwendiges Übel, das es zu minimieren galt, sondern ein legitimes und reinigendes Instrument des historischen Fortschritts. Etwas was wir in Deutschland auch bei RAF und Hammerbande finden. In seiner berühmten „Botschaft an die Triokontinentale“ von 1967 forderte er einen unbeugsamen Hass gegen den Feind, der den Menschen über seine natürlichen Grenzen hinauswachsen lässt und ihn in eine effektive, gewaltsame, selektive und kalte Tötungsmaschine verwandelt. Diese Rhetorik war keine bloße Metaphorik. Sie bildete das Fundament für seine Taten auf Kuba und während seiner späteren Guerilla-Einsätze. Ein Freigeist mit Hang zur eskalativen Gewalt.
Die dunkelste Phase in Guevaras Biografie begann unmittelbar nach dem Sieg der kubanischen Revolution im Januar 1959. Fidel Castro ernannte ihn zum Kommandanten des Militärgefängnisses San Carlos de la Cabaña in Havanna. Guevaras Hauptaufgabe bestand darin, die Säuberung der Streitkräfte und der Verwaltung von vermeintlichen oder tatsächlichen Anhängern des gestürzten Diktators Fulgencio Batista zu organisieren. In La Cabaña fungierte Guevara als oberster Richter und Henker in Personalunion. Unter seinem direkten Befehl und oft durch seine eigene Unterschrift wurden Hunderte von Menschen nach Schauprozessen, die jeglichen rechtsstaatlichen Mindeststandards entbehrten, durch Erschießungskommandos hingerichtet. Historiker und Menschenrechtsorganisationen schätzen die Zahl der Opfer, die in diesen Monaten unter Guevaras Verantwortung exekutiert wurden, auf mehrere Hundert bis über tausend Personen. Zu den Hingerichteten gehörten nicht nur ehemalige Militärs des Batista-Regimes, denen Kriegsverbrechen vorgehalten wurden, sondern auch politische Dissidenten, Journalisten, Intellektuelle und ehemalige Kampfgefährten, die den kommunistischen Kurs der Gebrüder Castro und Guevaras ablehnten. Geschichtliche Parallelen in der DDR und Sowjetunion sind hier klar zu erkennen. Guevara zeigte bei diesen Prozessen eine erschreckende Kälte. Zeitzeugen berichten, dass er Hinrichtungen oft von seinem Bürofenster aus beobachtete, während er Zigarre rauchte. Vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York im Dezember 1964 gab er diese Praxis unumwunden und ohne Reue zu, indem er betonte, dass die Revolutionäre erschossen hätten, weiterhin erschießen würden und dies so lange tun würden, wie es notwendig sei. Diese kompromisslose Missachtung des menschlichen Lebens erfüllt nach modernen Maßstäben die Kriterien von Kriegsverbrechen und politisch motiviertem Massenmord. Guevaras zerstörerisches Erbe beschränkt sich jedoch nicht auf die unmittelbaren Exekutionen nach der Revolution. Er war maßgeblich am Aufbau des kubanischen Geheimdienst- und Repressionsapparates beteiligt. Als Leiter der kubanischen Nationalbank und später als Industrieminister versuchte er, ein radikales sowjetisches Wirtschaftsmodell zu erzwingen, was das Land in den wirtschaftlichen Ruin trieb und die Abhängigkeit von der Sowjetunion zementierte. Viel schwerwiegender war jedoch seine Rolle bei der Institutionalisierung von Zwangsarbeit. Eines Kapitels das alte kubanische Flüchtlinge bis heute schockiert und hatte einen Sohn solch eines Insassen als Arbeitskollegen, diese Geschichten klingen grausam. Sie erinnen an eine Mischung aus Gulag und Konzentrationslager. Guevara war der Initiator des ersten kubanischen Arbeitslagers auf der Halbinsel Guanahacabibes im Jahr 1960. Was als Lager zur Besserung von Funktionären begann, die ideologische Fehler begangen hatten, entwickelte sich rasch zum Vorläufer der berüchtigten Sondereinheiten zur Produktionshilfe. In diesen Lagern wurden in den 1960er Jahren Zehntausende als unzuverlässig eingestufte Bürger interniert, darunter Homosexuelle, Zeugen Jehovas, katholische Priester, Rock-Musik-Fans und Langhaarige. Wie verrückt das genau dieser Che heute von genau diesen noch gefeiert wird ... Sie alle wurden unter brutalen Bedingungen zur Zwangsarbeit auf den Zuckerrohrfeldern gezwungen, um sie an das Ideal des neuen Menschen anzupassen. Guevaras tief sitzende Homophobie und Verachtung für bürgerliche Freiheiten prägten diese Politik nachhaltig.
Angesichts dieser historischen Fakten drängt sich die Frage auf, warum das Image von Che Guevara in weiten Teilen der Welt bis heute so positiv besetzt ist und seine Person systematisch verklärt wird. Diese Diskrepanz lässt sich durch eine Kombination aus politischer Mythologisierung, visueller Ikonografie und psychologischen Mechanismen erklären. Die Ereignisse vom 9. Oktober 1967 im bolivianischen La Higuera legten den Grundstein für die Verklärung. Nach seiner Gefangennahme wurde Guevara auf Befehl der bolivianischen Regierung und unter Mitwisserschaft der CIA ohne Gerichtsverfahren erschossen. Die darauffolgende Inszenierung seiner Leiche im Waschhaus des Hospitals von Vallegrande hatte jedoch den gegenteiligen Effekt der beabsichtigten Abschreckung. Die Fotografien von Freddy Alborta zeigten einen toten Guevara mit geöffneten Augen, einem sanften Lächeln und nacktem Oberkörper. Die Bildkomposition erinnerte Kritiker und Gläubige gleichermaßen unwillkürlich an sakrale Gemälde des toten Christus, wie etwa Andrea Mantegnas berühmte Beweinung. Durch diesen visuellen Eindruck wurde Che Guevara im Moment seines Todes von einem gescheiterten, brutalen Guerillakämpfer in einen säkularen Heiligen und Märtyrer verwandelt, der sein Leben für die Armen geopfert hatte. Ein Märchen!
Paradoxerweise hat Che Guevaras politisches und militärisches Scheitern seinen Mythos gerettet. Da er Kuba verließ, um die Revolution im Kongo und schließlich in Bolivien fortzusetzen, musste er sich nicht der langfristigen, oft grauen und desillusionierenden Realität der Verwaltung eines diktatorischen Staates stellen. Während Fidel Castro über Jahrzehnte hinweg das Gesicht der real existierenden kubanischen Mangelwirtschaft, Hunger und Unterdrückung wurde, blieb Che Guevara der ewige Rebell, der sich weigerte, korrupt oder bequem zu werden. Sein früher Tod fror sein Image im Zustand jugendlicher Kompromisslosigkeit ein. Ein wesentlicher Faktor für die Entkopplung der Person von ihren Taten ist zudem die extreme Kommerzialisierung seines Gesichts. Das von Alberto Korda aufgenommene Foto wurde durch den italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli und den Künstler Jim Fitzpatrick zu einer zweidimensionalen, stark kontrastierten Grafik stilisiert. Dieses Logo verlor im Zuge der westlichen 68er-Bewegung und der nachfolgenden Jahrzehnte jeglichen konkreten Bezug zu den historischen Realitäten Kubas. Es mutierte zu einem albernen und perversen Lifestyle-Produkt, einer Chiffre für diffusen Antiautoritarismus, Antiamerikanismus und jugendliche Rebellion. Jugendliche, die heute T-Shirts, Taschen oder Flaggen mit Ches Gesicht tragen, protestieren meist gegen das Establishment in ihren eigenen Ländern, ohne das geringste Wissen über die Schauprozesse von La Cabaña oder die Zwangsarbeitslager für Homosexuelle zu besitzen. Oft wissen sie nichtmal was oder wen sie dort auf dem Stoff gedruckt haben. Besonders in westlichen Demokratien funktionierte die Verklärung Guevaras als Projektionsfläche für intellektuelle Sehnsüchte. Wohlstandsverwahrloste Studenten und Intellektuelle suchten in der Dritten Welt nach einer Authentizität, die sie im kapitalistischen Westen vermissten. Guevara verkörperte den verklärten romantischen Typus des intellektuellen Kämpfers, ein Mann, der Gedichte las, Medizin studiert hatte und dennoch zur Waffe griff. Dass diese Romantik in Lateinamerika Tausenden von Menschen das Leben kostete und diktatorische Regime zementierte, wurde im Westen geflissentlich übersehen oder als notwendiger Begleitumstand im Kampf gegen den US-Imperialismus verharmlost. Ein linker Mythos der mit mit Massenmord Ethos.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ernesto „Che“ Guevara eine der am besten maskierten historischen Gestalten des 20. Jahrhunderts bleibt. Hinter der Pop-Ikone und dem romantischen Mythos des unerschrockenen Befreiers verbirgt sich die historische Realität eines Mannes, der von einem tiefen Hass, dogmatischer homophober Intoleranz und einer erschreckenden Bereitschaft zur Massengewalt getrieben war. Ein hasserfüllter Schlächter und Mörder. Die fortschreitende Verklärung seiner Person bis in die Gegenwart hinein zeigt, wie wirkmächtig visuelle Propaganda und die menschliche Sehnsucht nach unbefleckten Helden sein können. Eine ehrliche Erinnerungskultur muss das ikonisierte Bild vom Konsumgut lösen und sich der unbequemen Wahrheit stellen, dass Che Guevara nicht nur ein Rebell, sondern auch ein brutaler Täter und Architekt eines repressiven Systems war. Das heute Bundestagsabgeordnete der Linkspartei wie Sören Pellmann diesen Mörder feiern und romantisiert an seine "Ermordung" erinnern, zeigt wo diese Partei steht und vor was wir dieses Land bewahren müssen!

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