Samstag, 7. November 2026

Meine Buchempfehlung der Woche


Guten Morgen Liebe Leser,

ich wünsche euch und euren Lieben einen schönen und entspannten Sonntag. Einen Dank an alle die heute trotzdem zur Arbeit gehen und unser System aufrecht halten. Ab heute möchte ich euch jeden Sonntag einen Lesetipp mit auf euren Weg geben. Immer ein Buch auf Papier, alles andere lehne ich ja persönlich als gelernter Buchbinder auch ab!  Und ich empfehle es euch nur, wenn ich es auch gelesen habe. Es wird nicht immer politisch, aber es muss mir gefallen haben um hier zu landen. Meine Seite, meine Regeln!

Heute empfehle ich euch zum Einstieg fast schon den Klassiker der Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk: 

"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist am Ende -Aber ein Ende ist nicht in Sicht, von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam"

In ihrer fundierten Streitschrift „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist am Ende“ nehmen die Autoren Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam die Strukturen und die Berichterstattung von ARD, ZDF und den Landesrundfunkanstalten schonungslos ehrlich auseinander. Die beiden Autoren bringen dafür eine jahrzehntelange Insider-Perspektive mit! Klinkhammer als langjähriger NDR-Jurist und Personalrat, Bräutigam als ehemaliger Redakteur der ARD-„Tagesthemen“. Ihre zentrale These lautet dabei, dass die öffentlich-rechtlichen Medien ihren verfassungsmäßigen Bildungs- und Informationsauftrag sowie ihre demokratische Kontrollfunktion weitgehend und mit voller Absicht eingebüßt haben. Statt als unabhängige, vierte Gewalt zu agieren, werfen die Autoren den Sendern einen „anbiedernden Konformismus“ vor, der sich vor allem in einer unkritischen, gar anbiedernden Nähe zu politischen und wirtschaftlichen Eliten äußere.
Das Buch legt detailliert dar, wie Programme systematisch gegen journalistische Grundsätze verstoßen. Klinkhammer und Bräutigam kritisieren eine nachweisbare Einseitigkeit in der Berichterstattung, bei der unliebsame Perspektiven ausgeblendet oder wichtige Fakten weggelassen oder entstellt werden, um ein bestimmtes Narrativ zu stützen. Sie argumentieren, dass die Aufsichtsgremien (wie Rundfunk- und Fernsehräte), die eigentlich die gesellschaftliche Vielfalt abbilden und die Staatsferne sichern sollten, durch die parteipolitische Verflechtung weitgehend gelähmt und funktionslos geworden sind. Wie sie auch durch geschicktes Handeln geradezu Manipuliert und Instrumentalisiert werden. 
Der provokante Untertitel „Aber ein Ende ist nicht in Sicht“ verweist auf die strukturelle Erstarrung des Systems. Trotz sinkender gesellschaftlicher Akzeptanz und massiver Kritik aus der Bevölkerung bleibt der öffentlich-rechtliche Apparat durch die garantierte Finanzierung über den Rundfunkbeitrag fast unantastbar. Das System sichert sich so selbst ab, während echte, tiefgreifende Reformen von innen heraus nicht mehr in Sichtweite kommen werden. Das Werk versteht sich somit als dringender Weckruf für eine grundlegende Erneuerung des Systems. 

Meine Meinung dazu kennt ihr ja. Ich durfte viele tolle Journalisten des ÖRR kennenlernen und viele Formate sind toll gewesen. Aber die Zeiten sind vorbei. Es gibt in Deutschland defacto keinen unabhängigen Journalismus im zwangsfinanzierten Gebührenapparat mehr, es ist ein Märchen. Solange er sich nicht am freien Markt behaupten muss und von politischen Machthabern beherrscht wird ist er überflüssig. Also schaffen wir ihn doch direkt ab!

Das Buch ist 2023 in 1. Auflage im "Fifty-Fifty Verlag" erschienen. 
Klappenpreis, 24,00 € für 286 Seiten
ISBN: 978-3-946778-45-5


Persönliche Erklärung!

Liebe Leser, 

hiermit gebe ich meine wohl wichtigste persönliche Erklärung ab. Mir ist durchaus bewusst, welche historische Tragweite dieser Schritt besitzt.

Schon das Römische Reich hätte seinen Untergang wohl verhindern können, wenn rechtzeitig jemand erklärt hätte, dass er sich persönlich davon distanziert. Auch der gute alte Napoleon hätte Waterloo vermutlich gewonnen, wenn er seine Betroffenheit schriftlich festgehalten hätte.

Die Geschichte beweist schließlich, … Nichts verändert die Welt so nachhaltig wie die feierliche Bekanntgabe der eigenen, wichtigen Befindlichkeit. Während schlimme Kriege toben, Reiche zerfallen und Gesellschaften vor dramatischen Problem:Innen stehen, gibt es immer jemanden, der Ultra mutig erklärt, wie er persönlich dazu steht.

Das ist gelebte Verantwortung!

Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich vom Untergang der Titanic, der Erfindung der Mehrwertsteuer und dem Wetter vom vergangenen Donnerstag. Sollte diese Erklärung keine historischen Konsequenzen haben, werde ich selbstverständlich eine weitere wichtige Erklärung abgeben.

Denn wer nichts verändert, kann wenigstens erklären, warum.


Donnerstag, 5. November 2026

Wusstet ihr das? 05.11.1967


Liebe Leser, 

wusstet ihr das? Es damals war der 5. November 1967, als sich die furchtlose Besatzung der US-Marine in die unbarmherzige, weiße Leere der Antarktis wagte. An Bord der gewaltigen Lockheed C-130 Hercules der Flugstaffel VXE-6 trotzten die Männer um den visionären Kartografen William R. MacDonald, von Kollegen als "der lustigste Kartenfuchs" beschrieben, den eisigen Winden eines Kontinents, der sein Antlitz seit Jahrtausenden vor den Augen der Menschheit in seinen Weiten verborgen hielt. Unter ihnen erstreckte sich ein endloses Meer aus ewigem Eis, eine lebensfeindliche Wildnis, in der jeder Fehler den sicheren Tod bedeutete. Doch der unbrechbare und mutige Pioniergeist der Forscher war stärker als die Angst vor den entfesselten Naturgewalten des Südpols. Mit dem lauten Dröhnen der Propeller schnitt das "eiserne Ross" durch die eisige und tödliche Atmosphäre über dem Weddell-Meer. Die strahlenden Augen der Männer scannten die endlose Monotonie der weitläufigen Zivilisationsgrenze, als sich plötzlich monumentale Strukturen aus dem Weiß herausschälten. Es war ein Moment reiner Epik, ein Triumph des menschlichen Entdeckerdrangs über die Vergessenheit der Natur. Als Erste ihrer Art erblickten diese Pioniere aus der Luft die gigantische, bis dahin völlig unbekannte Lyddan-Insel. Wie ein schützender Schild ragte diese 72 Kilometer lange, komplett eisbedeckte Landschaf aus dem Riiser-Larsen-Schelfeis empor, geformt wie ein eisernes Kleeblatt im unbezwingbaren, ewigen Frost. Doch der eisige Kontinent gab an diesem geschichtsträchtigen Tag noch mehr seiner verborgenen Schätze preis. Die standhafte Crew stieß weiter in Regionen vor, die noch nie ein Mensch so gesehen hatte. Vor ihnen brachen die gigantischen Ströme des Stancomb-Wills- und des Hayes-Gletschers durch die Landschaft. Wie erstarrte, majestätische Titanen aus purem Eis ergossen sich diese unbeschreiblichen Gletscherströme dem Ozean entgegen. Die tapferen Männer hielten den Atem an, während sie die unbändige Kraft und die erhabene Schönheit dieser weißen Riesen präzise kartografierten. Sie bezwangen das Unbekannte nicht mit Waffen, sondern mit dem Mut der Wissenschaft und dem unerschütterlichen Willen, die letzten weißen Flecken der Erde zu tilgen. Dieser heroische Erkundungsflug schrieb Geschichte und bewies erneut, dass der menschliche Wille selbst den eisigsten Festungen der Erde trotzen kann. Beeindruckend oder ?

Mittwoch, 4. November 2026

Deutschland Heute: Hubert Aiwanger


Guten Morgen liebe Leser.

 

Bildquelle: FWG

Heute mal ein Nachruf. Ein Nachruf an einen Politiker mit dem ich inhaltlich nicht immer übereingekommen bin. Geschätzt für Art und Haltung habe ich ihn aber durchaus. 

Liebe Freunde. Die politische Landschaft Bayerns und in unserem gesamten Vaterland verliert mit Hubert Aiwanger eine ihrer markantesten und nahbarsten Persönlichkeiten. Mit seinem plötzlichen Tod im November 2026 im Alter von 55 Jahren hinterlässt der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft eine tiefe Lücke, die weit über alle Parteigrenzen hinweg spürbar ist. Eine Lücke die nicht zu füllen sein wird. Als gelernter Agraringenieur und tief im niederbayerischen Rottenburg an der Laaber verwurzelter Landwirt war sein gesamtes politisches und persönliches Leben von einer unerschütterlichen, stolzen und liebevollen Heimatverbundenheit geprägt. Etwas was jeden Politiker prägen sollte, heute aber meistens fehlt! Der eigene Hof und die Verbundenheit zur "Scholle" waren für ihn kein mediales Inszenierungswerkzeug, sondern die Quelle seiner Kraft, seiner uranständigen Werte und seiner unverbogenen Authentizität. Hubert Aiwanger war ein Politiker, der die Sprache der Menschen sprach, einer von uns, weil er einer von uns blieb. Er verstand sich als unermüdlicher Anwalt des ländlichen Raums, des Handwerks und des Mittelstands. Ein Kämpfer für Kultur und Anstand, für die Würde der Menschen und seiner Region.

Seit seinem Einzug in den Bayerischen Landtag im Jahr 2008 formte er als Bundes- und Landesvorsitzender der Freien Wähler das Profil seiner Partei. Mit unermüdlichem Fleiß, Beharrlichkeit und einem feinen Gespür für die Sorgen der Bürger führte er seine Bewegung aus der Opposition bis in die bayerische Regierungsverantwortung. Auch in stürmischen Zeiten und inmitten scharfer Debatten blieb er seiner bayerischen Identität und seiner Gradlinigkeit treu. Seine Gabe, komplexe Themen in eine verständliche Sprache zu übersetzen, machte ihn zu einem streitbaren, aber stets respektierten Demokraten, dem es um die Sache ging. Vielleicht zu einem der Letzten seiner Art. Bayern verliert einen pflichtbewussten Staatsmann, ein echtes Original und eine starke Stimme für die Heimat. Sein Wirken war getragen von tiefer Liebe zum Freistaat und dem Willen, das Leben der Menschen vor Ort spürbar zu verbessern. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Lebensgefährtin Tanja Schweiger, seinen beiden Söhnen sowie seiner Familie. Er hinterlässt ein bleibendes Erbe. 

Wusstet ihr das? 01.11.1871


Liebe Leser, wusstet ihr das?

Stellt euch vor, es ist der 4. November 1871, als in der nebelverhangenen Hamburger Speicherstadt elf echt visionäre Kaufleute Geschichte schreiben. Mit der Gründung der Hamburg-Südamerikanischen Dampfschifffahrts-Gesellschaft setzen sie alles was sie besitzen auf eine Karte, wahres Unternehmertum. Ihr Ziel ist so kühn wie riskant. Sie wollen das frisch geeinte Deutsche Kaiserreich aus der erdrückenden maritimen Abhängigkeit der Großmächte England und Frankreich befreien. Es ist die Geburtsstunde der legendären „Hamburg Süd“. Ein Wagnis, das mit nur drei kleinen Dampfschiffen beginnt und Deutschland auf direktem Kurs in die Liga der weltweiten Super-Handelsmächte katapultieren wird. Die Reederei entwickelt sich rasant zum unentbehrlichen Grant der deutschen Wirtschaft. Ihre Schiffe brechen die alten Monopole auf und pflügen als schwimmende Brücken durch den großen Atlantik. Sie bringen unseren Puls der Moderne nach Südamerika. Schwere Maschinen, Textilien und feinsten Stahl aus den rauchenden Fabriken des einst so prächtigen Ruhrgebiets. Auf dem Rückweg füllen sie ihre Laderäume mit den Schätzen des fernen Kontinents. Kaffee, Kakao und Tabak fluten die deutschen Märkte. Als die Hamburg Süd später die ersten Kühlschiffe einsetzt, revolutioniert sie die Ernährung eines ganzen Volkes mit zartem argentinischem Rindfleisch. Dieser gigantische Handelsstrom zündet auch den Turbo für den heimischen Schiffbau. Gigawerften wie Blohm & Voss erleben einen beispiellosen Boom, getrieben vom unersättlichen Hunger der Reederei nach immer größeren, schnelleren und technisch anspruchsvolleren Giganten der Meere. Doch die Erfolgsgeschichte ist von dramatischen Tragödien und epischen Krisen gezeichnet. Die beiden Weltkriege reißen das maritime Imperium gleich zweimal in den tiefsten Abgrund. 1918 und 1945 steht die Hamburg Süd vor den rauchenden Trümmern ihrer Existenz: Ihre stolze Flotte ist entweder auf dem Meeresgrund versenkt oder muss als Reparationsleistung vollständig an die Siegermächte abgetreten werden. Das absolute Nulljahr. Doch wie die Deutsche Geschichte, wie ein Phönix aus der Asche beweist das Unternehmen eine fast unheimliche Resilienz. Angetrieben durch den Einstieg der Oetker-Gruppe im Jahr 1955 und den Rückenwind des deutschen Wirtschaftswunders gelingt das Unmögliche: der zweimalige, vollständige Wiederaufbau aus dem Nichts. Das ist unsere Geschichte, eine deutsche Erfolgsgeschichte!

Als Ende der 1960er-Jahre die Containisierung wie ein Tsunami über die Weltmeere fegt und reihenweise traditionsreiche Reedereien in den Ruin treibt, fackelt die mächtige Hamburg Süd nicht lange. Sie stellt sich dem brutalen technologischen Wandel. Mit radikalen Investitionen baut sie ihre Flotte zu einer hochmodernen Container-Armada um. Sie wird zum unangefochtenen König des temperaturgeführten Transports, deren markante rote Rumpffarbe auf allen Weltmeeren für deutsche Zuverlässigkeit, für die deutsche Stärke und logistische Perfektion steht.

Erst im 21. Jahrhundert fordert der unerbittliche, globale Preiskampf seinen endgültigen Tribut. Im Jahr 2017 endet nach über sechs Jahrzehnten die Ära Oetker mit dem Verkauf an den dänischen Giganten Maersk. Anfang 2023 schließt sich das Buch endgültig, als Maersk den traditionsreichen Namen im Zuge einer Umstrukturierung einstellt. Der Name mag von den Bugwänden verschwunden sein, doch der Geist jener elf Gründungsväter lebt fort: Sie schufen 1871 das logistische Fundament, das Deutschland bis heute zu einer der erfolgreichsten Exportnationen der Erde macht. Eine Erfolgsgeschichte wie nur wir sie schreiben können!

Dienstag, 3. November 2026

Deutschland Heute: Midterms


Guten Morgen liebe Leser,

der krasse  Erdrutschsieg der Demokraten bei den US-Midterms vergangene Nacht markiert eine fundamentale Zäsur in der amerikanischen Innenpolitik und sendet zugleich ein gefährliches geopolitisches Signal über den Atlantik. Indem die Wähler den "Demokraten" die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus zurückgaben, haben sie der Administration von Donald Trump nach nur zwei Jahren im Amt eine historische Abfuhr erteilt. Die bittere Niederlage der Republikaner, die neben dem Kongress auch Schlüsselstaaten wie Texas und Georgia an neue Gouverneure verloren, legt die Regierungsarbeit in Washington faktisch lahm. Eigentlich ein Desaster für die Vereinigten Staaten denn für die verbleibende Amtszeit Trumps bedeutet dieses "Divided Government" das Ende konstruktiver Gesetzesvorhaben, da die Demokraten nun über die Hebel verfügen, Haushaltsmittel zu blockieren, Richterernennungen zu stoppen und umfassende parlamentarische Untersuchungsausschüsse einzuleiten. Was zu einer Schlammschlacht werden wird.

Für Deutschland und Europa bringt diese tektonische Verschiebung in Washington in erster Linie eine Phase der strategischen Atempause und neue politische Handlungsspielräume. Die lähmende Angst vor einer unberechenbaren Fortsetzung von Trumps "America First"-Politik weicht nun der Ungewissheit, dass der US-Präsident innenpolitisch massiv gefesselt ist und Machtspiele gerade erst begonnen haben. Besonders in der Außen- und Sicherheitspolitik dürften die Auswirkungen mutmaßlich spürbar sein. Wo Trump europäische Partner im Ukraine-Konflikt oder bei den NATO-Verpflichtungen wiederholt unter Druck gesetzt hat, fungiert der nun radikal kontrollierte Kongress vielleicht als Chaoskompanie. Die Demokraten werden die transatlantischen Sicherheitsgarantien und die finanzielle wie militärische Unterstützung für die Ukraine gegen den Willen des Weißen Hauses wohl leider fortsetzen und damit das Sterben verlängern. Für Berlin und Brüssel bedeutet dies eine weitere Kriegsaufblähung an der NATO-Ostflanke. Gleichzeitig werden die unfähigen Kriegspropagandisten jedoch den Druck auf  Deutschland und Europa, die eigene Kriegsfähigkeit unabhängig von den innenpolitischen Schwankungen in Washington weiter auszubauen verstärken, da die Midterms auch gezeigt haben, wie volatil die US-Wählerschaft bleibt.

Wirtschaftspolitisch sorgt das Wahlergebnis auf den ersten Blick für erhebliche Erleichterung in den europäischen Exportnationen. Trumps Drohungen mit pauschalen Strafzöllen, die insbesondere die deutsche Automobilindustrie und den europäischen Maschinenbau schwer getroffen hätten, sind mit dem Verlust des Repräsentantenhauses kaum noch durchsetzbar. Der Kongress hält in Handelsfragen verfassungsrechtlich die wichtigsten Kompetenzen, wodurch die Gefahr eines offenen transatlantischen Handelskrieges etwas sinkt. Europa gewinnt hierdurch im Augenblick die nötige Stabilität, um eigene wirtschaftliche Reformen voranzutreiben und die Handelsbeziehungen mit den USA auf parlamentarischer Ebene zu revitalisieren. Allerdings braucht man bei den bisherigen Erfolgen von  B-Wahl Merz und der nicht gewählten Ursula von der Leyen rein gar nichts erwarten. 

Am Ende sieht man auch in den USA die soziale Fragen zum Mittelpunkt der Debatte werden, dass die islamo-marxistischen Wahlsieger der Demokraten die Probleme lösen werden ist natürlich ein Kindermärchen aus 1001 Nacht und wird die Vereinigten Staaten weiter zerschlagen, traurig aber wahr. Das einst so großartige "Land of the free" steht vor einer weiteren Zerreißprobe.

Montag, 2. November 2026

Wusstet ihr das? 02.11.2020


Liebe Leser,

wusstet ihr das? Es war  damals ein lauer Herbstabend, der 2. November 2020. Die Menschen in der Wiener Innenstadt genossen die letzten Stunden der Freiheit, bevor am nächsten Tag ein erneuter verrückter COVID-19-Lockdown das öffentliche Leben im Land wieder einfrieren sollte. Das sogenannte „Bermudadreieck“, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt für seine lebendige Gastronomie, war an diesem Montagabend außergewöhnlich gut besucht. Herzliches Lachen, ein belebtes Stimmengewirr und das gesellige Klirren von Gläsern erfüllten laut Zeugen die engen Gassen rund um den historischen Ruprechtsplatz und die Seitenstättengasse. Niemand der Anwesenden ahnte, dass diese friedliche Idylle in nur wenigen Augenblicken von blindem Hass und einer unvorstellbaren Welle der Gewalt zerschmettert werden würde. Als dann um kurz nach 20:00 Uhr die ersten Schüsse fielen, veränderte sich die gewohnte Atmosphäre der Metropole schlagartig. Ein erst 20-jähriger Attentäter, getrieben von seiner widerlich radikal-islamistischen Ideologie und der zutiefst zerstörerischen Gedankenwelt des sogenannten Islamischen Staats, eröffnete das Feuer auf wehrlose Passanten und unschuldige Lokalgäste. Bewaffnet mit einem Sturmgewehr, einer Pistole und einer Machete, zog er rücksichtslos durch die engen Straßen und hinterließ in der so wunderschönen historischen Kulisse eine Spur des Entsetzens, eine blutige Spur seines Hasses. Vier wertvolle Menschenleben wurden an diesem Abend urplötzlich ausgelöscht, eine junge deutsche Studentin, ein junger Mann nordmazedonischer Herkunft, ein Familienvater und ein engagierter Gastronom. Sie alle wurden mitten aus dem Leben gerissen, nur weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort verweilten. Mehr als zwanzig weitere Personen erlitten teils heftige, sehr schwere Verletzungen, während unzählige verängstigte Augenzeugen tief traumatisiert zurückblieben. Nach nur neun Minuten endete der Amoklauf durch das schnelle Eingreifen von Beamten der Sondereinheit WEGA, die den Täter stellten und völlig berechtigt erschossen. Doch die seelischen Wunden, die diese wenigen Minuten schlugen, sitzen bis heute tief. Der Anschlag traf Wien mitten ins Herz, eine Stadt, die bis dahin als eine der sichersten Metropolen der Welt galt und sich oft in einer vermeintlichen Isolation vom globalen Terrorismus wähnte. Plötzlich war die weltweite Bedrohung des religiösen Fanatismus bittere Realität auf den eigenen Pflastersteinen geworden. Was jedoch bleibt, ist nicht nur die tiefe Trauer um die Opfer, sondern auch eine bleibende Lehre. Die juristische Aufarbeitung im großen Wiener Terrorprozess brachte den Hinterbliebenen später zumindest ein wichtiges Stück Gerechtigkeit. Viel prägender für das kollektive Gedächtnis war jedoch die besonnene Reaktion der Bevölkerung, sie rückte die Stadt in der Krise eng zusammen. Das Attentat führte schmerzhaft vor Augen, wie verletzlich eine zu offene und blinde Gesellschaft ist und wie wichtig es bleibt, die gemeinsamen Werte und Zusammenhalt gerade gegen diesen religiösen Fanatismus unermüdlich zu verteidigen.

Wir sind auch heute noch in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen!