Dienstag, 13. Oktober 2026

Wusstest du das? 13.10.1977


Liebe Leser,

wusstet ihr das? Der 13. Oktober 1977 war ein strahlender Herbsttag über dem Mittelmeer. An Bord der Lufthansa-Maschine LH 181, einer Boeing 737 mit dem sehr schönen Taufnamen „Landshut“, herrscht verdiente, ausgelassene Urlaubsstimmung. Die 86 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder befinden sich auf dem Rückweg von Palma de Mallorca nach Frankfurt am Main. Zu diesem Zeitpunkt ahnen diese nicht, dass sie in wenigen Minuten in das Epizentrum eines der dramatischsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte geraten werden. Sie ahnen nicht, dass dieser Flug nicht Stunden, sondern quälende Tage dauern wird, und dass ihr Schicksal die Bundesrepublik Deutschland in den Grundfesten erschüttern wird.

Plötzlich zerbricht die Routine des Linienfluges. Vier blutrünstige palästinensische Terroristen des Kommandos „Martyr Halimeh“, angeführt von dem radikal skrupellosen Zohair Youssef Akache, der sich selbst „Kapitän Mahmud“ nennt, bringen das Flugzeug in ihre Gewalt. Sie handeln im Auftrag der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), genau deren geistige und reale Erben heute mit der Linkspartei Wahlparties feiern, doch ihre Aktion ist eng abgestimmt mit der deutschen Rote Armee Fraktion (RAF). Es ist der Höhepunkt des sogenannten „Deutschen Herbstes“. Die Forderung ist ultimativ: Die Freilassung von elf in Stuttgart-Stammheim inhaftierten RAF-Terroristen, darunter Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, sowie zweier palästinensischer Gesinnungsgenossen in der Türkei, untermauert mit der Drohung, alle Geiseln zu exekutieren und ein Lösegeld von 15 Millionen US-Dollar zu erpressen. Das Martyrium in der fliegenden Hölle beginnt in diesem Augenblick! Für die Geiseln beginnt eine Odyssee des Grauens durch den Nahen Osten und Ostafrika. Über Rom, Larnaka, Bahrain und Dubai wird die Maschine gepeitscht, überall verweigern die Regierungen die Landeerlaubnis oder versuchen das Flugzeug zu blockieren. In Dubai gelingt es dem Piloten Jürgen Schumann, einem Deutschen Helden, wichtige Informationen über die Anzahl der Entführer nach außen zu schmuggeln. Als „Kapitän Mahmud“ davon erfährt, droht er, den Piloten sofort zu erschießen. Die psychische und physische Folter an Bord ist unbeschreiblich: Die Passagiere müssen stundenlang mit erhobenen Händen auf ihren Plätzen verharren, die Klimaanlage fällt aus, die Temperaturen in der Kabine steigen auf über 50 Grad Celsius, die hygienischen Zustände werden unerträglich, und immer wieder spielen die Terroristen russisches Roulette mit den völlig verängstigten Menschen. Ein bis heute wiederkehrendes Muster des islamistischen Terrors. Am 16. Oktober erzwingt Mahmud die Landung im südjemenitischen Aden. Da die Startbahn blockiert ist, muss Schumann die Maschine auf einem Sandstreifen neben der Piste aufsetzen. Dem Piloten wird erlaubt, das Flugzeug zu verlassen, um das Fahrwerk auf Schäden zu überprüfen. Er nutzt die Gelegenheit, um mit den lokalen Behörden zu sprechen und abzuwägen, ob eine Flucht oder Rettung möglich ist. Als er in die Maschine zurückkehrt, ist der Anführer des Terrorkommandos außer sich vor Wut. Im Mittelgang der „Landshut“, vor den Augen der entsetzten Passagiere, muss Jürgen Schumann niederknien. Ein Schuss bricht. Der Kapitän wird kaltblütig per Kopfschuss hingerichtet. Er wird zum tragischen Opfer dieses gnadenlosen Terrors, aber auch zum unvergessenen Helden, der bis zur letzten Sekunde versucht hatte, das Leben seiner Passagiere zu schützen. Nie dürfen wir Jürgen Schuhmann vergessen!

Mit der Leiche des Kapitäns an Bord fliegt der Copilot Jürgen Vietor die Maschine unter Todesdrohungen weiter nach Mogadischu, der Hauptstadt von Somalia. Dort landet die „Landshut“ am 17. Oktober. Die Terroristen stellen ein letztes Ultimatum. Sie überschütten die Passagiere mit hochprozentigem Alkohol, um sie bei einer eventuellen Sprengung des Flugzeugs lebendig zu verbrennen. Was für ein Abschaum von Mensch muss man für solch ein Handeln nur sein ... Die Uhren ticken unaufhaltsam dem Tod von 86 unschuldigen Menschen entgegen.

Die Stunde für die Helden von Mogadischu: Die Operation „Feuerzauber“

In Bonn weigert sich die Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, den Forderungen des Terrors nachzugeben. Schmidt weiß, dass das Nachgeben den Rechtsstaat dauerhaft erpressbar machen würde. Es ist eine Entscheidung von historischer Tragweite, getragen von einer unerträglichen moralischen Last. Schmidt schickt die noch junge, hochspezialisierte Antiterroreinheit GSG 9 der damaligen Bundesgrenzschutzbehörde unter der Leitung ihres Gründers Ulrich Wegener der entführten Maschine hinterher. In der Nacht zum 18. Oktober 1977 um genau 00:05 Uhr MEZ schlägt die Stunde der Befreiung. Unter dem Codenamen Operation „Feuerzauber“ schleichen sich die Männer der GSG 9 im Windschatten der Dunkelheit an die Boeing 737 heran. Somalische Soldaten haben zuvor ein Ablenkungsfeuer entfacht, um die Aufmerksamkeit der Terroristen in das Cockpit zu lenken. Über die Notausstiege und Tragflächen dringen die deutschen Elitesoldaten mit Sturmleitern in die Maschine ein.„Köpfe runter! Wo sind die Schweine?“, hallt es durch die Kabine. Binnen weniger Minuten entbrennt ein kurzes, aber extrem heftiges Feuergefecht im engen Mittelgang. Ulrich Wegener und seine Männer agieren mit chirurgischer Präzision. Drei der Terroristen, darunter der Anführer Mahmud, werden getötet, die vierte Terroristin, Souhaila Andrawes, wird schwer verletzt übermältigt. Das Wunder von Mogadischu ist vollbracht: Alle verbliebenen 86 Geiseln werden lebend befreit. Nur vier Passagiere und ein GSG-9-Mann werden leicht verletzt. Die Erleichterung in Deutschland und der westlichen Welt ist grenzenlos. Ulrich Wegener und seine Einheit werden über Nacht zu Legenden, Symbolen für die Wehrhaftigkeit einer Demokratie, die sich nicht von solchem Abschaum in die Knie zwingen lässt. Die Befreiung der „Landshut“ war ein fundamentaler Wendepunkt für die Bundesrepublik Deutschland. Nur wenige Stunden nach dem Erfolg von Mogadischu nahmen sich die inhaftierten RAF-Anführer Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen in der sogenannten Todesnacht von Stammheim das Leben. Als Racheakt ermordete das RAF-Kommando „Siegfried Hausner“ den entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, dessen Leiche am 19. Oktober im Kofferraum eines Autos im elsässischen Mülhausen gefunden wurde. Der Staat hatte bewiesen, dass er sich nicht erpressen lässt, selbst um den Preis von Menschenleben. Dies brach den Mythos der angeblichen Unbesiegbarkeit der RAF. Strukturell führte der Deutsche Herbst zu einer massiven Aufrüstung des Sicherheitsapparates, verschärften Gesetzen (wie dem Kontaktsperregesetz) und einer Internationalisierung der Terrorismusbekämpfung. Die GSG 9 etablierte sich weltweit als Vorbild für polizeiliche Spezialeinheiten. Wer jedoch glaubte, mit dem Ende der „Landshut“-Entführung und der Selbstauflösung der RAF im Jahr 1998 sei die Gefahr des Linksextremismus in Deutschland endgültig gebannt, der irrt fundamental. Die ideologischen Wurzeln und die Bereitschaft zur radikalen Gewalt ziehen sich wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte bis in die Gegenwart der Bundesrepublik.

Aus den Trümmern der alten Bewegungen haben sich neue, hochgradig militante Strukturen entwickelt. Die Festnahmen von ehemaligen Mitgliedern der sogenannten „dritten Generation“ der RAF, wie Daniela Klette im Jahr 2024 sowie die Fahndung nach Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, haben der deutschen Öffentlichkeit drastisch vor Augen geführt, dass die Geister der Vergangenheit nie ganz verschwunden waren. Jahrzehntelang lebten sie im Untergrund, finanzierten ihr Leben durch brutale Raubüberfälle und blieben Teil eines konspirativen Netzwerks, das bis heute von Teilen der linksradikalen Szene gedeckt und logistisch unterstützt wird. Gleichzeitig erleben wir heute eine neue, besorgniserregende Metamorphose des linksextremistischen Terrors. Gruppierungen wie die sogenannte „Hammerbande“ rund um Lina E. haben die Strategie gewechselt. Statt des Angriffs auf die Spitzen des Staates und der Wirtschaft konzentrieren sie sich auf den militanten Antifaschismus („Antifa“), bei dem vermeintliche oder tatsächliche politische Gegner gezielt, brutal und mit akribischer Ausspähung zu Hause oder auf der Straße überfallen und schwerstens verletzt werden. Auch die Todefolgen werden ohne Skrupel in kauf genommen. Die Brutalität, mit der mit Hämmern, Eisenstangen und Chlor auf Menschen eingeschlagen wird, zeigt eine neue terroristische Dimension der Enthemmung. Die jeder klar denkende Mensch nur ablehnen kann. Auch die Sabotageakte gegen kritische Infrastrukturen, wie die Brandanschläge der „Vulkangruppe“ auf die Stromversorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide oder auf Bahnanlagen, verdeutlichen eine strategische Radikalisierung. Die Täter nehmen dabei bewusst in Kauf, dass Zehntausende unschuldige Bürger von der Energieversorgung abgeschnitten werden oder Züge entgleisen könnten. Die Parallelen zu 1977 sind unverkennbar: Es ist der Versuch, durch Angst, Chaos und Zerstörung den demokratischen Rechtsstaat zu destabilisieren, getrieben von einer ideologischen Verblendung, die das menschliche Leben und die körperliche Unversehrtheit dem eigenen Dogma unterordnet. Die terroristischen Ränder links wie rechts waren und sind hier eine lebensgefährliche Bedrohung von uns allen! Die ewige Mahnung der „Landshut“ bleit:

Die Entführung der „Landshut“ im Jahr 1977 bleibt ein ewiges Mahnmal. Sie erinnert uns an das unermessliche Leid der Opfer, an den unerschrockenen Mut von Kapitän Jürgen Schumann und an die Professionalität der Helden der GSG 9. Sie zeigt uns aber auch, dass die Verteidigung von Freiheit und Demokratie keine historische Aufgabe ist, die man einmalig abschließt. Der Terrorismus verändert seine Gesichter, seine Namen und seine Ziele, doch seine zerstörerische Absicht bleibt dieselbe. Ob 1977 in den glühend heißen Sandpisten von Mogadischu oder heute in den konspirativen Wohnungen radikalisierter Gewalttäter im städtischen Untergrund: Der Rechtsstaat muss wachsam, wehrhaft und entschlossen bleiben, um die Freiheit seiner Bürger gegen jede Form des Extremismus zu verteidigen.

Montag, 12. Oktober 2026

Deutschland Heute: Lebkuchenkrise!


Guten Morgen liebe Leser,

wir starten ja schon wieder irre in den Tag. Der mutmaßlich bestbezahlte Arbeitsverweigerer Alexander Schweitzer wird nun Bundesarbeitsminister in Berlin. Na dann, ich entschuldige mich bei unseren Menschen in Deutschland für diese Nummer :-) , es war nicht mit mir abgesprochen. Und der aktuelle Landesvater Gordon Schnieder, frisch zurück aus dem Schaumweinurlaub in Frankreich, kritisiert die Unionspolitiker im Landtag von Sachsen-Anhalt, weil die gewählten Abgeordneten das machen wozu sie gewählt sind und verpflichtet wurden. Ihren Wählern und der Demokratie zu dienen. Sie sollen doch austreten wenn sie sich demokratisch verhalten, oh oh ... Lieber Gordon, halt doch erstmal ein paar Wahlversprechen ein bevor du dicke Backen machst! Bisschen mehr Adenauer und Kohl und weniger Merz wären hier angebracht! Wenigstens bringt uns der Fahrplanwechsel eine neue Verbindung Koblenz nach Berlin, natürlich ordentlich teuer, natürlich überfüllt und mit einer Fernverkehrsbilanz mit der Pünktlichkeit von 54% liegen wir ja bei der Reise im Bereich: Kurzurlaub! Von dem machen wir laut (noch) Kanzler Merz ja eh zu viel... ganz genau ihr! Ihr faulen Schlingel!

Und wenn ihr dann in Berlin angekommen seid, schaut euch das "Maulwurfspiel im Kanzleramt" an. Morgens streckt der Kanzler wie Frau Holle (die übrigens schon in Schweden aktiv ist) den Kopf aus seinem teuren Versteck vor den Bürgern und macht das was er gut kann, Ankündigungen... "Stromsteuer für alle auf das europäische Minimum" will er senken. Zwei Stunden später fängt Klingbeil ihn in seiner selbst erfundenen Rolle als Vizekanzler wieder ein, "nicht bezahlbar"! "Zuckersteuer" fordert er wie immer leicht verschwitzt und übersieht dass ihm die Agrarminister gestern Morgen dazu einen Vogel gezeigt haben ... wild! Die reale Inflationsmarke übersteigt in der Zeit heute die 3,5 % Marke und völlig faktenfrei belebt der IWF die Deutsche Wirtschaftsprognose um satte: 1,3 % für das laufende Jahr. Basierend auf der illegalen Verschuldung, durch den damals bereits abgewählten Bundestag! Ihr erinnert euch!

Die Schlimmste Nachricht kommt vor dem Jahresende aber vom Statistischen Bundesamt, dieses Land verarmt so sehr, dass es massive Einbrüche beim Konsum von Lebkuchen gibt! Leute was stimmt hier nicht?

Wer von Berlin heute nach Brüssel blickt und dabei die kriminellen Gewalttäter auf den Straßen mal ausblendet, stellt fest dass die nicht gewählte Ursel ihr neues, nächstes und immer noch wirkungsloses Sanktionspaket gegen Russland durchprügelt hat. Dabei sagt man doch, wer immer Gleiches tut und andere Ergebnisse erwartet sei verrückt oder? Naja vielleicht ein Fall für die in Zukunft laut Gesundheitsreformkatastrophe chronisch unterfinanzierten Psychologen ?

In Spanien ist man Deutschland schon ein paar Monate voraus, Pedro Sànches der alte Sozialist hat Neuwahlen angekündigt. Schuld daran waren die massiven Proteste wegen der anhaltenden Wohnungskrise in Spanien. Kennen wir hier auch, aber irgendwie schweigt die Mehrheit noch ... Warum eigentlich ?

Trump hält an seiner "Vereinbarung" zur "Energie-Waffenruhe" fest. Bis jetzt berichten allerdings beide Seiten von Angriffen und Gefechten. Zur gleichen Zeit wächst der Druck auf  die von den USA, wegen der verhängten Sanktionen gegen den IstGH. Diese sorgen massiv für diplomatische Spannungen, sie verlangen dass "der Westen" das Völkerrecht nicht weiter ignorieren könne. Zu unserem Leidwesen greift der Wahnsinn im Nahen Osten weiter um sich. Die FlipFlop Killer der Huthi-Miliz haben weitere Flughäfen in der Golfregion angegriffen allein in Saudi-Arabien kam es beim Angriff auf einen Flughafen zu mindestens 13 Toten und über 50 Verletzten.

Ein ganz normaler Dienstag ... 


Wusstest du das? 12.10.1928


Liebe Leser,

wusstet ihr das? Am 12. Oktober 1928 schlug in der Bostoner Kinderklinik die Geburtsstunde einer genialen und krassen medizinischen Revolution, die das kollektive Gedächtnis des 20. Jahrhunderts massiv prägen sollte: Zum ersten Mal wurde eine "Eiserne Lunge" erfolgreich bei einem an Kinderlähmung (Polio) erkrankten Mädchen eingesetzt. Diese Erfindung von Philip Drinker und Louis Agassiz Shaw war weit mehr als nur ein simpler technischer Durchbruch; sie war ein tolles Meisterwerk für Erfindergeist und dazu ein Symbol der Hoffnung in einer Zeit der lähmenden Angst und gab den ultimativen Startschuss, den Beginn der modernen Intensivmedizin, der das Verhältnis der Menschheit zu scheinbar unheilbaren Krankheiten grundlegend veränderte.

Vor diesem Zeitpunkt bedeutete eine durch Polio verursachte Lähmung der Atemmuskulatur immer das Todesurteil. Die Eiserne Lunge durchbrach diese Todeskreislauf durch ein ebenso einfaches wie geniales Prinzip: Mithilfe von kontrolliertem Unter- und Überdruck im Inneren eines metallischen Zylinders übernahm die Maschine mechanisch die Atembewegungen des menschlichen Brustkorbs. Das erste betroffene Kind in Boston, das bereits das Bewusstsein verloren hatte, erwachte innerhalb weniger Minuten nach dem Einschalten des Geräts und konnte wieder frei atmen. Dieses medizinische Wunder sandte Schockwellen des Optimismus durch die weltweite Ärzteschaft und die Öffentlichkeit. Es bewies eindrucksvoll, dass Technologie das Leben von Patienten retten kann, deren körpereigene Funktionen bereits vollständig versagt hatten. So einfach wie genial oder ? Was meint ihr dazu ? Schreibt mir gern.

Die Einführung der Eisernen Lunge veränderte unsere Welt auf verschiedenen Ebenen tiefgreifend. Zunächst revolutionierte sie das Krankenhauswesen und legte das Fundament für die moderne Intensivmedizin. Erstmals wurden in Kliniken spezialisierte Stationen aufgebaut, in denen lebenserhaltende Maschinen konzentriert und von geschultem Fachpersonal rund um die Uhr überwacht wurden. Aus diesen Anfängen entwickelten sich die heutigen Intensivstationen, ohne die die moderne Chirurgie, Unfallmedizin und Kardiologie undenkbar wären. Zudem war die Eiserne Lunge der direkte technologische Vorläufer der heutigen modernen Beatmungsgeräte, die in streng kompakterer Form täglich weltweit Millionen Leben retten.

Darüber hinaus hatte das Ereignis einen immensen gesellschaftlichen und psychologischen Einfluss. In einer Ära, in der Polio-Epidemien alljährlich ganze Städte in Schrecken versetzten und Eltern aus Angst vor Ansteckung ihre Kinder isolierten, bot die Eiserne Lunge einen greifbaren Schutzschild. Sie nahm der Krankheit zwar nicht den Horror, aber sie nahm ihr die absolute Tödlichkeit. Dieser bleibende Eindruck der Hoffnung mobilisierte enorme gesellschaftliche Kräfte und finanzielle Mittel. Die Welle der Solidarität führte letztlich zur Gründung von Organisationen wie dem „March of Dimes“ in den USA, die wiederum die Forschung für den entscheidenden Durchbruch finanzierten: die Entwicklung des Polio-Impfstoffs durch Jonas Salk und Albert Sabin in den 1950er Jahren. Dazu kommen wir in einem anderen Beitrag, ein mega spannenden Thema.

Somit steht der 12. Oktober 1928 für den Moment, in dem wir als Menschheit bewiesen, dass wir dem scheinbaren Schicksal einer tödlichen Pandemie nicht schutzlos ausgeliefert sind. Die Eiserne Lunge veränderte den Blick auf das Machbare in der Medizin und bewies, dass der menschliche Geist in der Lage ist, durch Innovation und Empathie selbst die dunkelsten medizinischen Krisen zu überwinden. Ihr Erbe lebt in jeder modernen Intensivstation und in der erfolgreichen, weltweiten Zurückdrängung der Kinderlähmung weiter fort.

Deutschland Heute : Guten Appetit


Guten Morgen liebe Leser,

ich hoffe ihr hattet ein schönes Wochenende? Ich schon, wenn man mal diese ganze irre Hasenhöhle von Politik ausblendet. Ist nicht verkehrt. Deswegen kommen hier auch nur unter der Woche Beiträge. 

Nun gut. War ja auch wieder einiges los. Wir könnten jetzt über Bärbel Bas und ihren Rücktritt sprechen. Ihr spreche ich aber mein Mitgefühl für ihren Verlust aus. Und dabei belassen wir es. Alles andere gehört sich nicht!

Die Kolleginnen und Kollegen aus Sachsen-Anhalt sorgen dieser Tage für Aufsehen weil sie ... ja warum eigentlich ? Weil sie mit AFD Leuten essen beim Elsässer waren und mit Abgeordneten angestoßen und .... oh Heiliger ... gelacht haben? Die gleichen politischen Wurstbrote die uns was von der "gesellschaftlichen Spaltung" erzählen befeuern hier dass man nicht mehr normal miteinander umgehen soll. Was zur Hölle? Hört euch selber mal zu ... An dieser Stelle liebe Grüße an Dr. Claudia Wittig, DANKE dass ihr euch wie Erwachsene verhalten habt!

Frankreich versinkt immer noch in "Schülerprotesten" die mehr an "The Purge" erinnern und eine offensichtlich Unbelehrbare feiern die Sche.... auch noch ab. Irre! In Deutschland gab es am Wochenende wieder 14 Messerdelikte mit Schwerverletzten. Hotspot waren mal wieder der Ruhrpott und Berlin. Aber nicht vergessen, Abendessen sind unser Problem! Es gab mehrere Automatensprengungen, Brandanschläge auf sensible Infrastruktur und Schusswechsel mit Schwerverletzten. Laut Ermittler ein "Clankonflikt" ja, etwas an das man sich ja fast schon gewöhnen kann. Weil darum kümmern mag sich offensichtlich keiner.

Die Bahn meldet eine positive "Verspätungsbilanz" von nur 88,2 % im Regionalverkehr. Ob es Absicht ist das es immer mich getroffen hat lassen sie Weg... ohne Kommentar :-) Trump handelt angeblich Diesel-Deal mit Putin aus. Und stellt (spät wie die Bahn) fest das Selenskyj fehl am Platz ist ... ehrlich ? WOW! Hoffe er bestellt mir ein bisschen Gratisheizöl mit, den unser Öl ist leider nicht so mehr bezahlbar und die Gasspeicher leer. Dafür wissen wir das in Berlin Antisemitismus mutmaßlich zum "guten Ton" einer Landesregierung gehört. Was zur Hölle stimmt mit der ehemaligen SED nicht ?

Aber bis hierher ging alles gut ..... bis hieher ging alles gut ...

Freitag, 9. Oktober 2026

Wusstest du das? 09.10.2026


 Lieber Leser;

wusstet ihr das? Heute am 09.10.1967 Revolutionär und marxistische Terrorist Che Guevara in einem Schulhaus im bolivianischen La Higuera erschossen wurde? Ernesto „Che“ Guevara gehört zweifellos zu den am stärksten polarisierenden Figuren der modernen Zeitgeschichte. Während sein Konterfei – insbesondere die weltbekannte Fotografie Guerrillero Heroico von Alberto Korda sowie die Leichenfotos von Freddy Alborta aus dem Waschhaus von Vallegrande, bis heute als universelles Symbol für vermeintliche Rebellion, angebliche Freiheit und sozialen Idealismus sehr profitabel vermarktet wird, offenbart eine historisch-kritische Betrachtung seiner Biografie eine tiefgreifende Ambivalenz. Der glühende Marxismus, der Guevara antrieb, war untrennbar mit einer ideologischen Unerbittlichkeit verbunden, die vor systematischer Gewalt, Massenhinrichtungen und der Errichtung eines repressiven Staates nicht zurückschreckte. Die brutale Realität seines Handelns steht im perversen Widerspruch zu dem romantisierten Bild des oft falsch verstandenen Freiheitskämpfers, das globale Pop- und Protestkulturen bis heute pflegen.

Um die Brutalität Guevaras zu verstehen, muss man seine theoretischen Grundlagen betrachten. Che Guevara war kein pragmatischer Politiker, sondern ein dogmatischer Fanatiker. Seine Vision basierte auf der Erschaffung eines „neuen Menschen“, der frei von egoistischen, kapitalistischen Motiven sein und sich bedingungslos dem Kollektiv unterordnen sollte. Fremd jeder menschlichen Kultur. Wer sich diesem Transformationsprozess widersetzte, wurde im Weltbild Guevaras automatisch zum Feind der Revolution. Ähnliche der Linken heute. Gewalt war für ihn kein notwendiges Übel, das es zu minimieren galt, sondern ein legitimes und reinigendes Instrument des historischen Fortschritts. Etwas was wir in Deutschland auch bei RAF und Hammerbande finden. In seiner berühmten „Botschaft an die Triokontinentale“ von 1967 forderte er einen unbeugsamen Hass gegen den Feind, der den Menschen über seine natürlichen Grenzen hinauswachsen lässt und ihn in eine effektive, gewaltsame, selektive und kalte Tötungsmaschine verwandelt. Diese Rhetorik war keine bloße Metaphorik. Sie bildete das Fundament für seine Taten auf Kuba und während seiner späteren Guerilla-Einsätze. Ein Freigeist mit Hang zur eskalativen Gewalt.

Die dunkelste Phase in Guevaras Biografie begann unmittelbar nach dem Sieg der kubanischen Revolution im Januar 1959. Fidel Castro ernannte ihn zum Kommandanten des Militärgefängnisses San Carlos de la Cabaña in Havanna. Guevaras Hauptaufgabe bestand darin, die Säuberung der Streitkräfte und der Verwaltung von vermeintlichen oder tatsächlichen Anhängern des gestürzten Diktators Fulgencio Batista zu organisieren. In La Cabaña fungierte Guevara als oberster Richter und Henker in Personalunion. Unter seinem direkten Befehl und oft durch seine eigene Unterschrift wurden Hunderte von Menschen nach Schauprozessen, die jeglichen rechtsstaatlichen Mindeststandards entbehrten, durch Erschießungskommandos hingerichtet. Historiker und Menschenrechtsorganisationen schätzen die Zahl der Opfer, die in diesen Monaten unter Guevaras Verantwortung exekutiert wurden, auf mehrere Hundert bis über tausend Personen. Zu den Hingerichteten gehörten nicht nur ehemalige Militärs des Batista-Regimes, denen Kriegsverbrechen vorgehalten wurden, sondern auch politische Dissidenten, Journalisten, Intellektuelle und ehemalige Kampfgefährten, die den kommunistischen Kurs der Gebrüder Castro und Guevaras ablehnten. Geschichtliche Parallelen in der DDR und Sowjetunion sind hier klar zu erkennen. Guevara zeigte bei diesen Prozessen eine erschreckende Kälte. Zeitzeugen berichten, dass er Hinrichtungen oft von seinem Bürofenster aus beobachtete, während er Zigarre rauchte. Vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York im Dezember 1964 gab er diese Praxis unumwunden und ohne Reue zu, indem er betonte, dass die Revolutionäre erschossen hätten, weiterhin erschießen würden und dies so lange tun würden, wie es notwendig sei. Diese kompromisslose Missachtung des menschlichen Lebens erfüllt nach modernen Maßstäben die Kriterien von Kriegsverbrechen und politisch motiviertem Massenmord. Guevaras zerstörerisches Erbe beschränkt sich jedoch nicht auf die unmittelbaren Exekutionen nach der Revolution. Er war maßgeblich am Aufbau des kubanischen Geheimdienst- und Repressionsapparates beteiligt. Als Leiter der kubanischen Nationalbank und später als Industrieminister versuchte er, ein radikales sowjetisches Wirtschaftsmodell zu erzwingen, was das Land in den wirtschaftlichen Ruin trieb und die Abhängigkeit von der Sowjetunion zementierte. Viel schwerwiegender war jedoch seine Rolle bei der Institutionalisierung von Zwangsarbeit. Eines Kapitels das alte kubanische Flüchtlinge bis heute schockiert und hatte einen Sohn solch eines Insassen als Arbeitskollegen, diese Geschichten klingen grausam. Sie erinnen an eine Mischung aus Gulag und Konzentrationslager.  Guevara war der Initiator des ersten kubanischen Arbeitslagers auf der Halbinsel Guanahacabibes im Jahr 1960. Was als Lager zur Besserung von Funktionären begann, die ideologische Fehler begangen hatten, entwickelte sich rasch zum Vorläufer der berüchtigten Sondereinheiten zur Produktionshilfe. In diesen Lagern wurden in den 1960er Jahren Zehntausende als unzuverlässig eingestufte Bürger interniert, darunter Homosexuelle, Zeugen Jehovas, katholische Priester, Rock-Musik-Fans und Langhaarige. Wie verrückt das genau dieser Che heute von genau diesen noch gefeiert wird ...  Sie alle wurden unter brutalen Bedingungen zur Zwangsarbeit auf den Zuckerrohrfeldern gezwungen, um sie an das Ideal des neuen Menschen anzupassen. Guevaras tief sitzende Homophobie und Verachtung für bürgerliche Freiheiten prägten diese Politik nachhaltig.

Angesichts dieser historischen Fakten drängt sich die Frage auf, warum das Image von Che Guevara in weiten Teilen der Welt bis heute so positiv besetzt ist und seine Person systematisch verklärt wird. Diese Diskrepanz lässt sich durch eine Kombination aus politischer Mythologisierung, visueller Ikonografie und psychologischen Mechanismen erklären. Die Ereignisse vom 9. Oktober 1967 im bolivianischen La Higuera legten den Grundstein für die Verklärung. Nach seiner Gefangennahme wurde Guevara auf Befehl der bolivianischen Regierung und unter Mitwisserschaft der CIA ohne Gerichtsverfahren erschossen. Die darauffolgende Inszenierung seiner Leiche im Waschhaus des Hospitals von Vallegrande hatte jedoch den gegenteiligen Effekt der beabsichtigten Abschreckung. Die Fotografien von Freddy Alborta zeigten einen toten Guevara mit geöffneten Augen, einem sanften Lächeln und nacktem Oberkörper. Die Bildkomposition erinnerte Kritiker und Gläubige gleichermaßen unwillkürlich an sakrale Gemälde des toten Christus, wie etwa Andrea Mantegnas berühmte Beweinung. Durch diesen visuellen Eindruck wurde Che Guevara im Moment seines Todes von einem gescheiterten, brutalen Guerillakämpfer in einen säkularen Heiligen und Märtyrer verwandelt, der sein Leben für die Armen geopfert hatte. Ein Märchen!

Paradoxerweise hat Che Guevaras politisches und militärisches Scheitern seinen Mythos gerettet. Da er Kuba verließ, um die Revolution im Kongo und schließlich in Bolivien fortzusetzen, musste er sich nicht der langfristigen, oft grauen und desillusionierenden Realität der Verwaltung eines diktatorischen Staates stellen. Während Fidel Castro über Jahrzehnte hinweg das Gesicht der real existierenden kubanischen Mangelwirtschaft, Hunger und Unterdrückung wurde, blieb Che Guevara der ewige Rebell, der sich weigerte, korrupt oder bequem zu werden. Sein früher Tod fror sein Image im Zustand jugendlicher Kompromisslosigkeit ein. Ein wesentlicher Faktor für die Entkopplung der Person von ihren Taten ist zudem die extreme Kommerzialisierung seines Gesichts. Das von Alberto Korda aufgenommene Foto wurde durch den italienischen Verleger Giangiacomo Feltrinelli und den Künstler Jim Fitzpatrick zu einer zweidimensionalen, stark kontrastierten Grafik stilisiert. Dieses Logo verlor im Zuge der westlichen 68er-Bewegung und der nachfolgenden Jahrzehnte jeglichen konkreten Bezug zu den historischen Realitäten Kubas. Es mutierte zu einem albernen und perversen Lifestyle-Produkt, einer Chiffre für diffusen Antiautoritarismus, Antiamerikanismus und jugendliche Rebellion. Jugendliche, die heute T-Shirts, Taschen oder Flaggen mit Ches Gesicht tragen, protestieren meist gegen das Establishment in ihren eigenen Ländern, ohne das geringste Wissen über die Schauprozesse von La Cabaña oder die Zwangsarbeitslager für Homosexuelle zu besitzen. Oft wissen sie nichtmal was oder wen sie dort auf dem Stoff gedruckt haben. Besonders in westlichen Demokratien funktionierte die Verklärung Guevaras als Projektionsfläche für intellektuelle Sehnsüchte. Wohlstandsverwahrloste  Studenten und Intellektuelle suchten in der Dritten Welt nach einer Authentizität, die sie im kapitalistischen Westen vermissten. Guevara verkörperte den verklärten romantischen Typus des intellektuellen Kämpfers, ein Mann, der Gedichte las, Medizin studiert hatte und dennoch zur Waffe griff. Dass diese Romantik in Lateinamerika Tausenden von Menschen das Leben kostete und diktatorische Regime zementierte, wurde im Westen geflissentlich übersehen oder als notwendiger Begleitumstand im Kampf gegen den US-Imperialismus verharmlost. Ein linker Mythos der mit mit Massenmord Ethos. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ernesto „Che“ Guevara eine der am besten maskierten historischen Gestalten des 20. Jahrhunderts bleibt. Hinter der Pop-Ikone und dem romantischen Mythos des unerschrockenen Befreiers verbirgt sich die historische Realität eines Mannes, der von einem tiefen Hass, dogmatischer homophober Intoleranz und einer erschreckenden Bereitschaft zur Massengewalt getrieben war. Ein hasserfüllter Schlächter und Mörder. Die fortschreitende Verklärung seiner Person bis in die Gegenwart hinein zeigt, wie wirkmächtig visuelle Propaganda und die menschliche Sehnsucht nach unbefleckten Helden sein können. Eine ehrliche Erinnerungskultur muss das ikonisierte Bild vom Konsumgut lösen und sich der unbequemen Wahrheit stellen, dass Che Guevara nicht nur ein Rebell, sondern auch ein brutaler Täter und Architekt eines repressiven Systems war. Das heute Bundestagsabgeordnete der Linkspartei wie Sören Pellmann diesen Mörder feiern und romantisiert an seine "Ermordung" erinnern, zeigt wo diese Partei steht und vor was wir dieses Land bewahren müssen!


Deutschland Heute: Juden in Berlin


 Liebe Leser,

Berlin scheint gefallen. Schon wieder! Diesmal kommt die Gefahr von einer Gruppe die offensichtlich kein Problem mit Antisemiten und Judenhassern hat. Aber wie steht es bei diesem Thema um unsere Hauptstadt? Der Antisemitismus stellt eine der schlimmsten und gefährlichsten Formen des Gruppenhasses dar, dessen historische Wurzeln tief in der europäischen Kultur verankert sind und dessen zerstörerische Gegenwart sich in deutschen Großstädten wie Berlin bis heute akut manifestiert. Um die heutige Bedrohungslage zu verstehen, ist ein Blick auf die Geschichte des Judenhasses in der deutschen Hauptstadt wichtig.

Bereits im Mittelalter war das jüdische Leben in der Region von religiös motiviertem "Antijudaismus" geprägt, der Jüdinnen und Juden grundlos für Krisen und Krankheiten verantwortlich machte. Man kann sich das wie bei "Hexen" vorstellen, verrückt. Mit dem rasanten Wachstum Berlins im 19. Jahrhundert zur modernen Metropole wandelte sich dieses Phänomen. Im Jahr 1879 prägte der Historiker Heinrich von Treitschke den berüchtigten Satz „Die Juden sind unser Unglück“ und entfachte damit den sogenannten „Berliner Antisemitismusstreit“, der die gesellschaftliche Ausgrenzung aus dem akademischen und bürgerlichen Milieu heraus salonfähig machte. Der religiöse Hass transformierte sich zunehmend in einen pseudo-wissenschaftlichen, rassistischen und politisch instrumentalisierten Antisemitismus. Diesen finden wir bis heute in der "modernen" meist zugewanderten Berliner Gesellschaft und jüngst spiegelt er sich im Ergebnis der Berliner Wahl wo der Hass wieder saloonfähig gemacht worden ist. Furchterregend ! Ihren absoluten Zivilisationsbruch fand diese Entwicklung im Nationalsozialismus ab 1933. Berlin, als das einstige Zentrum eines lebendigen und vielfältigen jüdischen Lebens mit rund 160.000 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, wurde zur bürokratischen Schaltzentrale der systematischen Vernichtung. Die Schoa. Die Entrechtung, die Novemberpogrome von 1938 und die anschließende Deportation mündeten in der Ermordung von sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust. Auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschwand das Ressentiment nicht; in der DDR war jüdisches Leben politischem Misstrauen und stalinistischen Verfolgungen ausgesetzt, während in West-Berlin Kontinuitäten des rechten Antisemitismus fortbestanden. Diese systematische Verwurzelung finden wir auch heute noch in der ehemaligen SED, der Linkspartei. Heute zeigt sich die aktuelle Gefahr des Antisemitismus in Berlin in einer erschreckenden und brutalen Vielfalt und Intensität. Die Stadt erlebt ein historisch hohes Niveau an gemeldeten Vorfällen. Laut der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Berlin wurden im Jahr 2025 über 2.197 antisemitische Vorfälle in der Hauptstadt registriert, ein besorgniserregender Trend, der sich auch im Jahr 2026 unvermindert fortsetzt. Diese Bedrohung speist sich gegenwärtig aus verschiedenen ideologischen Richtungen und bildet eine gefährliche Querfront: Neben dem aktuellen sehr geringen klassischen rechtsextremen Judenhass fließen israelbezogener Antisemitismus aus links-antiimperialistischen Kreisen sowie ein durch den Nahostkonflikt angeheizter islamistischer Antisemitismus in den Berliner Alltag ein. Ich habe diese Art des Hasses in meinen Jahren bei der Linkspartei mehr wie einmal live erlebt. Hier nur mal das auf beiden Seiten oft zitierte Hasssymbol der "Ostküste" und der damit verbundenen angeblichen "Wallstreetjuden", widerliche Beispiele welche jeder von uns nur mit Abscheu ablehnen kann.

Die Konsequenzen im Berliner Stadtraum sind massiv: Jüdische Einrichtungen wie Schulen und Synagogen müssen permanent unter massiven Polizeischutz gestellt werden. Sichtbar jüdische Symbole wie die Kippa zu tragen, birgt das Risiko von verbalen Beschimpfungen bis hin zu brutalen körperlichen Übergriffen. Drohungen an Hauswänden, Boykottaufrufe an Universitäten und Anfeindungen im öffentlichen Nahverkehr führen dazu, dass sich Jüdinnen und Juden aus Angst um ihre Sicherheit zunehmend aus dem öffentlichen Raum zurückziehen. Die politische Debatte in Berlin, beispielsweise um die Abgrenzung und Aufarbeitung innerhalb verschiedener Parteien und Institutionen, verdeutlicht, dass Antisemitismus kein Problem der Ränder ist, sondern mitten im gesellschaftlichen Diskurs steht.

Die Gefahr des Antisemitismus in Berlin gefährdet somit nicht nur die Betroffenen direkt, sondern untergräbt das Fundament der pluralistischen, demokratischen Gesellschaft und erfordert eine wachsame und konsequente Gegenwehr auf allen Ebenen der Zivilgesellschaft.

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Wusstet ihr das? 08. Oktober 1895


 Liebe Leser,

wusstet ihr das? Am 08.Oktober im Jahr 1835 legte Johann Sebastian Staedtler im herrlichen Nürnberg den Grundstein für ein Unternehmen, das Generationen überdauern und wörtlich genommen, weltweit Geschichte schreiben sollte. Seine Vision war einfach, aber revolutionär: Er gründete eine Fabrik zur Herstellung von Bleistiften, um ein verlässliches Schreibwerkzeug für jedermann zugänglich zu machen. Zu einer Zeit, als Deutschland mitten in der industriellen Revolution steckte, bewies der fränkische Handwerker außergewöhnlichen Mut und Pioniergeist. Er verließ sich nicht nur auf sein Geschick, sondern setzte auf technische Innovation und die tiefe Überzeugung, dass Bildung und Schriftlichkeit die Zukunft der Gesellschaft prägen würden. Nürnberg war damals schon ein Zentrum des Handwerks, doch Staedtlers geniale Idee ging weit über das Lokale hinaus. Mit unermüdlichem Fleiß optimierte er die Rezeptur der Bleistiftminen, steigerte die Produktion und sicherte eine gleichbleibend hohe Qualität, die bald weit über die Grenzen der Region hinaus geschätzt wurde. Seine Familie stand ihm dabei von Anfang an zur Seite. Das Unternehmen war kein anonymes Geschäft, sondern ein Gemeinschaftswerk, getragen von Werten wie Verlässlichkeit, Zusammenhalt und Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter. Diese familiäre Kultur bildete das Fundament, auf dem die Fabrik auch in wirtschaftlich stürmischen Zeiten stabil stehen bleiben konnte.

Der Bleistift wurde durch den Fleiß und den Innovationsgeist der Familie Staedtler zum Symbol für den weltweiten Erfolg des deutschen Mittelstands. Er war das Werkzeug, mit dem Architekten Pläne zeichneten, Dichter ihre Verse festhielten und Kinder das Schreiben lernten. Und ich wette jeder von euch hatte schonmal einen in der Hand. Ein Meilenstein dieser Entwicklung war die Einführung des weltbekannten „Noris“-Stifts, der mit seinen charakteristischen gelb-schwarzen Streifen zu einem ikonischen Begleiter in Klassenzimmern und Büros auf der ganzen Welt wurde. Über die Jahrzehnte wuchs die Fabrik, passte sich neuen Technologien an, erfand bahnbrechende Produkte wie die ofenhärtende Modelliermasse FIMO und blieb ihren Wurzeln im Herzen Frankens dennoch stets treu. Die nachfolgenden Generationen verstanden es meisterhaft, das traditionelle Erbe zu bewahren und gleichzeitig den globalen Markt zu erobern. Sie transformierten das Unternehmen Schritt für Schritt von einer lokalen Manufaktur zu einem modernen, internationalen Konzern. Aus der kleinen Nürnberger Werkstatt wurde eine stolze Weltmarke, die heute in über 150 Ländern für Qualität „Made in Germany“ steht!

Die Geschichte von STAEDTLER ist ein leuchtendes Beispiel für die Kraft deutscher Familienunternehmen. Sie zeigt, dass nachhaltiger Erfolg nicht auf kurzfristigem Profitdenken basiert, sondern auf der generationenübergreifenden Weitergabe von Wissen, Leidenschaft und Menschlichkeit. Um diese Unabhängigkeit und die soziale Verantwortung für die Belegschaft dauerhaft zu sichern, wurde das Unternehmen schließlich in die STAEDTLER-Stiftung überführt, die bis heute Wissenschaft und Bildung fördert. Johann Sebastian Staedtler schuf 1835 nicht nur eine hoch moderne Fabrik, sondern ein bleibendes Vermächtnis deutscher Geschichte. Bis heute verbindet die Marke Menschen weltweit durch die einfachste und schönste Form des Ausdrucks: das Schreiben, Malen und Zeichnen von Hand. So bleibt die Erfolgsgeschichte, die vor fast zwei Jahrhunderten in Nürnberg begann, ein lebendiger Beweis dafür, wie aus einer kleinen Idee mit familiärem Zusammenhalt und kompromisslosem Qualitätsbewusstsein weltweiter Ruhm und gesellschaftlicher Nutzen entstehen können.