Freitag, 16. Oktober 2026

Wusstet ihr das? 16.10.1894


 Liebe Leser,

wusstet ihr das? Im Jahr 1894, genauer am 16.10.1894, erlebte der gewerbliche Rechtsschutz in Deutschland einen historischen Meilenstein, der die moderne Markenlandschaft bis heute prägt: Das Kaiserliche Patentamt trug am 1. Oktober 1894 die allererste Marke offiziell in das neu geschaffene Markenregister ein. Dieser wegweisende Eintrag galt einem Berliner Unternehmen, das mit seinen Produkten sprichwörtlich Licht ins Dunkel brachte. Bei dem ersten geschützten Warenzeichen handelte es sich um das Wort „Perkeo“, registriert für die Glühlampen und Beleuchtungsartikel eines Berliner Lampenherstellers.

Mit diesem bürokratischen Akt, viel weniger bürokratisch und weniger teuer wie heute, wurde eine neue Ära der Wirtschaft eingeläutet. Zuvor gab es zwar bereits Gesetze zum Schutz von Marken, doch erst das im Mai 1894 verabschiedete „Gesetz zum Schutz der Waarenbezeichnungen“ schuf die rechtliche Grundlage für ein zentrales, staatlich geführtes Register. Unsere Unternehmen erhielten damit erstmals die Möglichkeit, ihre Produkte nicht mehr nur über mühsame Einzelfallprüfungen oder regionale Privilegien zu schützen, sondern bundesweit ein exklusives Recht an einem Namen oder einem Logo einzufordern. Immer vor Augen, die Märkte waren damals weniger globalisiert wie heute. Für den Berliner Lampenhersteller war dieser Schritt von unschätzbarem Wert. In einer Zeit, in der die Industrialisierung rasant voranschritt, die Städte wuchsen und die elektrische Beleuchtung die alten Gaslaternen ablöste, herrschte auf dem Markt ein erbitterter Konkurrenzkampf. Nachahmungen und Plagiate waren an der Tagesordnung.Oft unter der gleichen Bezeichnung aber in abartig mieser Qualität. Das Wort „Perkeo“ – angelehnt an den berühmten, weindurstigen Hofnarren des Heidelberger Schlosses, bürgte fortan für die geprüfte Qualität und Originalität der Berliner Leuchtmittel. Der Eintrag der ersten Marke markierte zugleich den Wandel von der reinen Manufakturware hin zur modernen Markenartikelindustrie. Konsumenten orientierten sich zunehmend an vertrauten Namen, die Verlässlichkeit versprachen. Die Marke entwickelte sich rasch von einem bloßen Herkunftsnachweis zu einem mächtigen Instrument des Marketings und der Kundenbindung. Das Kaiserliche Patentamt, das seinen Sitz in Berlin hatte, legte mit dieser ersten Registrierung das Fundament für ein Schutzsystem, das im Laufe des folgenden Jahrhunderts Millionen von Marken verwalten sollte. Aus dem Kaiserlichen Patentamt ging später das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) hervor, das bis heute die Hüterin über die Identitäten deutscher Unternehmen ist. Die Registrierung im Jahr 1894 verdeutlicht, dass Berlin nicht nur das politische und kulturelle Herz des Kaiserreiches war, sondern auch das Epizentrum für Innovationen, Gründergeist und visionäre rechtliche Standards, die bis in die Gegenwart hineinwirken. Wohl aber im Fall einer Führung durch die Linkspartei zu Europas größtem Lost Place verkommen wird. Doch der Berliner Lampenhersteller sicherte sich so nicht nur den Schutz für seine Produkte, sondern auch einen unvergänglichen Platz in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Deutschland Heute: Friedensantrag Sachsen-Anhalt


Guten Morgen liebe Leser,

letzter Tag der Woche und heute beschäftigen wir uns mit was speziellem. Gestern schrieb mir ein Mitglied unserer Partei, er sei irritiert weil: ".. nach dem BSW Antrag mit der Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt, alle nur über die Unterstützung der AfD reden und kaum jemand über den wichtigen und richtigen Inhalt..." und ja damit liegt er richtig! In der "online  Recherche" auf Insta, X und verschiedenen Facebookgruppen fiel mir auch auf dass auch kaum jemand den Antrag eigentlichen wirklich kennt, geschweige denn gelesen hat. Darum geht es hier zum Antrag:  Drucksache 9/31 - Friedensgespräche in der Ukraine statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine 

Was hier in zwei sehr einfachen Punkten gefasst ist ist eine Kehrtwende in Deutschland. Ich Zitiere:

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1. Die Politik der gegen Russland gerichteten Sanktionen, der wirtschaftlichen Embargos und der Waffenlieferungen und finanziellen Hilfen an die Ukraine ist gescheitert. Die einseitige Parteinahme des Westens im Ukrainekrieg hat nicht dazu beigetragen, den Krieg zu beenden, sondern sie verlängert das Leiden der Bevölkerung und erhöht das Risiko der Ausweitung des Krieges auf weitere Staaten. Durch den gegen Russland gerichteten Energie- und Wirtschaftskrieg werden Industrie, Gewerbe und Handel in Deutschland und unsere Bürger massiv geschädigt.

2. Der Landtag fordert die Landesregierung daher auf, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere durch eine entsprechende Initiative im Bundesrat, für eine Verhinderung der weiteren Eskalation in der Ukraine und für die Verwirklichung einer friedensschaffenden Politik einzusetzen. Der Fokus ist auf Diplomatie zu legen. Notwendig sind ein sofortiger Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland. Eingebettet in ein Abkommen über einen Waffenstillstand muss es zu einer Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland kommen. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland müssen sofort aufgehoben werden. Die Unterstützung der Ukraine mit Finanzmitteln ist sofort einzustellen, soweit sie über humanitäre Hilfe hinausgeht. Waffenlieferungen an die Ukraine sind auszusetzen. Zusätzliche Rüstungsgüter verlängern den Krieg und erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation. Im Rahmen einer langfristigen Friedensordnung ist auf den Status der Ukraine als neutraler Staat hinzuwirken.

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Ich finde es ist auch ein einmaliger, beispielhafter Vorgang. Zwei Parteien die unterschiedlicher nicht sein könnten, einigen sich in der einen essentiellen Sachpolitischen Frage. Krieg oder Frieden! Da wo der (noch) Reisekanzler und seine Freizeitregierung versagt. Wo Landesväter und Mütter der Mut verlässt, handelt man in Sachsen-Anhalt. Das ein Bundesland keinen Krieg beendet ist doch vollkommen klar. Und das die Altparteien im Bundesrat diese so wichtige Initiative boykottieren werden ist auch klar. Aber das Zeichen ist gesetzt und in die Welt gegangen. Im Ausland nimmt man übrigens diese Initiativer sehr wohlwollen wahr. Deutschland will Frieden! Die Mehrheit in Sachsen-Anhalt will Frieden. Und endlich spricht es ein Parlament aus! Die Deutschen wollen keine Zahlmeister für fremde Kriege sein!

Natürlich nicht alle. Der Einheitsblock aus Linke, Grüne, SPD und CDU haben den Frieden abgelehnt. Und das nicht nur weil sie ein Problem mit der AfD-Beteiligung haben, weil sie ihre Tröge flöten gehen sehen, sondern weil sie den Frieden und die Bemühungen darum hassen. Ja sie verachten den Frieden! Anders kann man diesen Wahnsinn sonst nicht feststellen. Die einen weil sonst ihr Kanzler sonst kein Thema mehr hätte um von seinem innerpolitischen Versagen abzulenken. Die Anderen weil sie an Rüstung und Waffenlobby gekettet sind. Andere sind in ihrer vermeintlich richtigen Moral so verblendet und gefangen, dass klarer Menschenverstand vollkommen verloren scheint! Sie ignorieren mit voller Leidenschaft das Leid der Menschen in diesem Krieg. Zu erkennen bei der Abstimmung selber. BSW und AfD stimmten zu und brachten diesen richtigen und wichtigen Antrag durch, der Einheitsblock blamierte sich und lehnte den Frieden einfach ab. Sie werden sich vor der Geschichte verantworten müssen!

Wer mehr zur Debatte erfahren will findet alle Beiträge und eine etwas befremdlich eingefärbte Einleitung hier: https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/artikel/frieden-in-der-ukraine-um-jeden-preis

Kümmern muss sich aktuell Ministerpräsident Schulze um die Umsetzung, dieser hat schon angekündigt dieses Anliegen zu boykottieren, zu verzögern und zu verweigern. So sieht Kriegstreiberei aus, meiner Meinung nach. Beschämend !

Zum Abschluss hier noch die grandiose Rede von Dr. Claudia Wittig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende des BSW im Landtag von Sachsen-Anhalt!



Wusstet ihr das? 15.10.1947


Liebe Freunde,

wusstest du das? Heute am 15.10.1947 war die Geburtsstunde einer Berliner Institution: Das Wilhelm-Foerster-Institut 1947. Im Jahr 1947, inmitten der Trümmer und Entbehrungen des nachkriegszeitlichen Berlins, fand ein bemerkenswertes Ereignis der Wissenschafts- und Kulturgeschichte statt. Die Gründung des Wilhelm-Foerster-Instituts. Initiiert von engagierten Astronomen und Bürgern um Hans Rechlin und Hans Mühle, hatte das Institut von Beginn an ein echt ambitioniertes Ziel, den Betrieb einer Volkssternwarte. Benannt wurde die Institution nach dem ziemlich coolen deutschen Astronomen, Wissenschaftsorganisator und weswegen ich ihn am meisten schätze , bekennenden Pazifisten Wilhelm Julius Foerster (1832–1921), der als langjähriger Direktor der Berliner Sternwarte und Mitbegründer der Urania bereits im 19. Jahrhundert die Vision verfolgt hatte, wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn Wissen sollte ALLEN gehören!

In einer Zeit, in der das alltägliche Leben von Mangel, politischer Zerrissenheit und dem beginnenden Kalten Krieg geprägt war, glich die Etablierung einer solchen Bildungsstätte einem Akt des intellektuellen Wiederaufbaus. Die Gründer glaubten fest daran, dass der Blick in den Kosmos den Menschen in schweren Zeiten Orientierung, Trost und eine übergeordnete Perspektive bieten könne. Etwas was ich heute viel zu oft vermisse. Was in provisorischen Räumen im damals noch clanfreien Berlin-Neukölln und mit geretteten optischen Instrumenten begann, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten auf dem Insulaner, einem Berliner Trümmerberg in Schöneberg, zu einem der bedeutendsten astronomischen Bildungszentren Europas. Mit der feierlichen Eröffnung der Wilhelm-Foerster-Sternwarte (WFS) im Jahr 1963 und dem späteren Anbau des Zeiss-Planetariums im Jahr 1965 schufen die Akteure ein einzigartiges Ensemble, das Wissenschaft, Bildung und Kultur miteinander verknüpfte. Die Gründung des Instituts im Jahr 1947 markiert einen Meilenstein für die astronomische Volksbildung (oft auch als „Popularastronomie“ bezeichnet). Im Gegensatz zu reinen Forschungsinstituten, die primär der akademischen Elite vorbehalten waren, brach das Wilhelm-Foerster-Institut die Barrieren zwischen hochkomplexer Wissenschaft und der normalen Gesellschaft auf. Das Konzept der "Volkssternwarte" basierte auf dem demokratischen Grundgedanken, dass Wissen ein öffentliches Gut ist. Durch regelmäßige Himmelsbeobachtungen, einfache und verständliche Vorträge und die Möglichkeit, selbst durch leistungsstarke Fernrohre zu blicken, wurde die Astronomie entmystifiziert. Ein absoluter Meilenstein und Vorreiter! Wissenschaftshistorisch leistete das Institut damit einen unschätzbaren Beitrag zur Wissenschaftskommunikation, lange bevor dieser Begriff im modernen Bildungswesen verankert wurde. Die Vermittlung des heliozentrischen Weltbildes, das Verständnis für die Dynamik unseres Sonnensystems und die physikalischen Grundlagen der Astrophysik wurden hier für Generationen von Schülern, Studenten und interessierten Laien begreifbar gemacht. Zudem fungierte das Institut als wichtige Schnittstelle für die Amateurastronomie. Viele engagierte Laienastronomen führten auf der Sternwarte präzise Beobachtungen von veränderlichen Sternen, Planetenkonjunktionen oder Sonnenaktivitäten durch. Diese Daten flossen nicht selten unter Anerkennung in akademische Netzwerke ein und unterstützten somit die Fachwissenschaft. Das Institut bewies eindrucksvoll, dass wissenschaftliche Beobachtungspraxis und breitenwirksame Bildung keine Gegensätze sein müssen, sondern sich gegenseitig befruchten können. Obwohl das Wilhelm-Foerster-Institut primär als astronomische Bildungsstätte konzipiert war, besitzt seine Gründung im Jahr 1947 eine tiefgreifende, fast prophetische Relevanz für die moderne Raumfahrt. Nur zehn Jahre nach der Institutsgründung, im Oktober 1957, läutete der sowjetische Satellit Sputnik 1 das weltweite Raumfahrtzeitalter (Space Age) ein. Der darauffolgende „Wettlauf ins All“ zwischen den USA und der Sowjetunion faszinierte und verunsicherte die Weltöffentlichkeit gleichermaßen. In dieser Epoche des technologischen Umbruchs wurde das Wilhelm-Foerster-Institut zu einem zentralen Informations- und Aufklärungsknotenpunkt. Wenn neue Satelliten, die Gemini- oder Apollo-Kapseln der NASA oder die sowjetischen Luna-Sonden den Erdorbit verließen, suchten die Menschen Antworten. Das Institut lieferte diese prompt. Durch die Verbindung von hoch anerkannten und öffentlichen Planetariumsshows und aktuellen wissenschaftlichen Vorträgen konnten die komplexen Flugbahnen, die physikalischen Herausforderungen der Schwerelosigkeit und die orbitalen Mechaniken anschaulich erklärt werden. Als im Juli 1969 die Mondlandung von Apollo 11 die Menschheit in Atem hielt, war die Berliner Sternwarte ein Ort des kollektiven Erlebens und Verstehens. Besucher konnten den Mond durch das berühmte Bamberger Refraktor-Teleskop betrachten, während im Planetarium die Flugmanöver der Astronauten simuliert wurden. Darüber hinaus wirkte das Institut als Katalysator für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Forschung für die Raumfahrt benötigt eine solide theoretische und praktische Basis. Indem das Wilhelm-Foerster-Institut jungen Menschen den Zugang zu Teleskopen und astronomischem Wissen ermöglichte, entfachte es bei unzähligen Jugendlichen die Leidenschaft für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Viele spätere Ingenieure, Physiker, Luft- und Raumfahrtexperten, die in den darauffolgenden Jahrzehnten an europäischen Raumfahrtprojekten der ESA oder in der Luftfahrtindustrie mitwirkten, erhielten ihre initiale Inspiration auf dem Berliner Insulaner. Das Institut leistete somit die wirklich tolle Basisarbeit unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, indem es das intellektuelle Fundament für diejenigen schuf, die die Maschinen und Systeme für die Erkundung des Weltraums konstruierten.

Betrachtet man das Erbe der Gründung von 1947 aus heutiger Perspektive, so wird deutlich, wie visionär der damalige Ansatz war. Das Wilhelm-Foerster-Institut hat über fast acht Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass Astronomie und Raumfahrt keine abstrakten Disziplinen im wissenschaftlich "elitären" Elfenbeinturm sind, sondern Triebkräfte der gesellschaftlichen Entwicklung. In einer Zeit, in der die Menschheit mit Projekten wie dem James-Webb-Weltraumteleskop tiefer in die Frühzeit des Universums blickt als je zuvor und kommerzielle Raumfahrtunternehmen die Reise zum Mars vorbereiten, ist die Aufgabe von Volkssternwarten, das Erleben und Entdecken des Weltraumes aktueller denn je. Sie helfen dabei astronomischen Mythen mit empirischen Fakten zu begegnen. Sie erklären die Bedeutung von Satellitendaten für die moderne Klimaforschung auf der Erde und schärfen das Bewusstsein für die Fragilität unseres eigenen Planeten, ein zentraler psychologischer Effekt der Raumfahrt, der oft als Overview-Effekt bezeichnet wird. Das Institut, das heute unter dem Dach der Stiftung Planetarium Berlin weitergeführt wird, bleibt ein lebendiges Denkmal für den unbändigen menschlichen Wissensdrang. Die mutige Entscheidung, im von Krisen geschüttelten Berlin des Jahres 1947 ein solches Institut ins Leben zu rufen, hat die Bildungslandschaft nachhaltig geprägt und der Faszination für das Universum und die Raumfahrt im Herzen Europas eine dauerhafte Heimat gegeben. Heute wo wir vieles im Internet finden, Daten und Bilder erscheint uns so ein Vorreiter klein und aus der Zeit gefallen, aber ich finde gerade diese Pioniere, kombiniert mit Deutschem Fleiß und Erfindergeist haben den Weltraum greifbar und erlebbarer gemacht. Danke!

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Deutschland Heute: Waldumbau


Guuuuten Morgen liebe Leser,

unser Wahlverlierer Schweitzer ist gestern Morgen in Berlin vereidigt worden,  Glückwunsch zur "Wegbeförderung" :-) inklusive mehr Gehalt und bessere Pensionsansprüche. Dafür zahlen wir doch gerne. Damit gehört unsere Grinsekatze nun zu unseren teuersten Angestellten!

Liebe Freunde es wird bitter, Alkoholverbot an Bahnhöfen gilt seit heute Morgen im gesamten Bundesgebiet, damit streicht man auch den letzten Grund der Ottonormalos diesen Laden zu feiern! Danke dafür...  In Rheinland-Pfalz steht wieder der Waldumbau und seine Bewirtschaftung im Fokus. Und da mag mir jetzt manch blauhaariger, von Mama und Papa im Studium finanzierte, nonbinärer Ökosozialist widersprechen... aber das Essential ist Bäume pflanzen! Mischwälder, durchzogen mit befestigten Forstwegen und Totholzstrecken. Mit Wasserspeichern und unberührten Gebieten. Schweden ist hier europäisches Vorbild, wie so oft. Mehr bedarf es nicht! Führ jeden gefällten Baum 6 neue Bäume! Thema durch. Und blubbert jetzt gerne, ja! .. es ist so simple. Mein Satz des Tages kommt von einem X User zur Zuckersteuer: "Die Zuckersteuer ist Satire oder?" Übrigens zahlen wir aktuell auf eine Dose Cole, mit Zucker schon 8 verschiedene Steuern! Schreibt mir wenn ich euch das mal genüsslich erklären soll. Dann sind es 10 ... Kannste dir nicht ausdenken.

In Hamburg läuft ohne großes mediales Interesse der Prozess gegen einen Ukrainer an, dieser hatte laut Anklage den internationalen Terroranschlag auf unsere Energieinfrastruktur, der Nordstream Pipeline begangen. Und es scheint vielen egal. Mutmaßlich mit dem Wissen vom ukrainischen Staatschef Selenskyj wurde hier eine extrem wichtige Deutsche Infrastruktur in einem unglaublichen und terroristischen Akt zerstört. Und unser (noch) Reisekanzler Merz fährt in seine vermutete neue Wahlheimat nach Kiew und schenkt ihnen für diesen Akt auch noch Milliarden unseres Steuergeldes. 

Na Dankeschön!

Wir leben einfach in wilden Zeiten.

Wusstest du das? 14.10.2024


Lieber Leser,

wusstet ihr das?  Am 14. Oktober 2024 um exakt 16:06 Uhr also bzw. 18:06 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, begann eines der ambitioniertesten Kapitel der modernen interplanetaren Raumfahrt. Vom historischen Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida, den ich unbedingt mal besuchen möchte, hob eine SpaceX Falcon Heavy-Rakete von der Startrampe 39A ab und ihre wertvolle Fracht: Die NASA-Raumsonde Europa Clipper, die sich auf den Weg machte, um den faszinierenden "Eismond Europa" im fernen Jupitersystem zu erforschen. Die gewaltig geniale Mission, deren Vorbereitung und ballistische Planung Jahrzehnte in Anspruch nahm, stellt den Beginn einer wissenschaftlichen Reise zu einer der vielversprechendsten Welten unseres Sonnensystems. Ziel ist es herauszufinden, ob jenseits der Erde Bedingungen existieren, die biologisches Leben ermöglichen könnten. Ein weiterer Beitrag, ein weiterer Schritt zur multiplanetaren Spezies.

Europa, einer der vier großen galileischen Monde des Gasriesen Jupiter, steht seit langem im Fokus der astrobiologischen Forscher. Unter einer kilometerdicken Kruste aus massivem Wassereis vermuten Wissenschaftler einen globalen, tiefen Ozean aus flüssigem Salzwasser. Dieser verborgene Ozean könnte ehrlichen Schätzungen zufolge mehr als doppelt so viel Wasser enthalten wie alle Weltmeere der Erde zusammen. Um die Beschaffenheit dieses geheimnisvollen Himmelskörpers zu lüften, hat die NASA mit dem Europa Clipper das größte Raumfahrzeug konstruiert, das sie je für eine planetare Erkundung gebaut hat. Mit voll entfalteten Solarsegeln, die im schwachen Sonnenlicht des äußeren Sonnensystems Energie gewinnen müssen, spannt sich die Sonde über eine Breite von mehr als 30 Metern.

Die geplante Flugroute der Sonde ist ein technologisches Meisterwerk der Himmelsmechanik. Da die Masse des Europa Clippers immense Ausmaße besitzt, nutzt das Raumfahrzeug sogenannte Gravity-Assist-Manöver (Vorbeiflüge zur Gravitationsbeschleunigung, musste ich auch erstmal finden :-)). Auf ihrer rund 2,9 Milliarden Kilometer langen Reise fliegt die Sonde im März 2025 zunächst am Mars und im Dezember 2026 erneut an der Erde vorbei, um den nötigen Schwung für den Flug in das äußere Sonnensystem aufzunehmen. Die Ankunft im Jupitersystem ist für den April 2030 fest eingeplant.

Sobald der Europa Clipper sein Ziel erreicht, wird er nicht direkt in eine Umlaufbahn um den Mond Europa einschwenken, da die extreme Strahlung in der unmittelbaren Nähe des Jupiters die empfindliche Bordelektronik innerhalb kürzester Zeit komplett zerstören würde. Stattdessen wählten die Missionsdesigner einen hochelliptischen Orbit um den Planeten Jupiter. Von dieser sicheren Bahn aus wird die Sonde zwischen 2031 und 2034 insgesamt 49 gezielte, extrem nahe Vorbeiflüge an Europa absolvieren. Dabei nähert sie sich der eisigen Oberfläche in Höhen von 2700 Kilometern bis auf atemberaubende 25 Kilometer an. Was für eine geniale Meisterleistung oder ? Schreibt mir gerne eure Meinung dazu.

Ausgestattet mit neun modernsten wissenschaftlichen Instrumenten, darunter Eisdurchdringungsradar, Kameras, Spektrometer und Magnetometer, wird der Europa Clipper die Dicke des Eispanzers vermessen, die Zusammensetzung der Oberfläche analysieren und nach organischen Verbindungen suchen. Auch wenn es sich nicht um eine direkte Lebenssuchmission handelt, wird die Sonde zweifelsfrei klären, ob auf Europa die grundlegenden Bausteine für Leben vorliegen: Wasser, Energie und die richtige Chemie. Der erfolgreiche Start im Jahr 2024 legte somit das Fundament für Antworten auf die fundamentale Frage der Menschheit: Sind wir allein im Universum?

Deutschland Heute: Gute Besserung Leo


Guten Morgen liebe Leser,

hoffe ihr seid gut in den Tag gestartet? Rheinland-Pfalz schaut heute nach Berlin, da bekommt der neue Arbeitslosenminister Alexander Schweitzer seine Ernennungsurkunde und prompt klärt er die Regierung und das Land auf das alles jetzt erstmal geprüft wird und dann, dann wirklich Reformen kommen. Riecht ihr es auch ? Dem Herbst der Reformen 4.0 :-) herrlich. Wen möchte man hier eigentlich ... Ach kommt, wir wissen es doch. Im sehr wichtigen und von uns allen Zwangsfinanzierten ARD Hauptstadtstudio hat der Ankündigungsministerpräsident Gordon Schnieder die wichtigen Themen für Rheinland-Pfalz geklärt, nämlich was er von wem in ... Sachsen-Anhalt... erwartet ... ah ja ... Nix von Rheinland-Pfalz oder Einhaltung seiner Wahlversprechen. Langsam wird er echt zum Drachenlord der Landesväter.

Nach dem Abgang von "Bullshit-Bärbel" aus Berlin will der Reisekanzler beim Kurzbesuch in Berlin neben der Neuordnung seiner Resteregierung auch noch eine Regierungserklärung zum bevorstehenden EU Gipfel halten. Ich nehme mal die Worthülsen vorweg. "Wir stehen an der Seite der Ukraine" ... "ich habe weitere Gelder zugesagt" irgendwas mit "politische Mitte und Rändern" und natürlich "Wir stehen in der historischen Verantwortung" spart euch die 40 Minuten ... gern geschehen :-)

Spannend wird ab 10:00 Uhr die beantragte Sondersitzung von BSW und AFD in Sachsen-Anhalt. Antrag zum sofortigen Stopp der Ukrainehilfe, top. Die selbstgerechten, demokratiefeindlichen Parteien der selbsternannten "Demokratischen Mitte", dem "Selbstgerechten Einheitsbrei Deutschlands" (SPD/Linke/Grüne) hat natürlich auch ein bissl was zu Papier gebracht. Hört es euch an und entscheidet selbst! Vielleicht wird die Schulze CDU ja den Saal schonmal gackernd zur Probe verlassen :-)  Klingbeil zieht durch! Latent schwitzig wie immer verkündet er eine Zuckersteuer in 2 Stufen um seine Misswirtschaft zu finanzieren. Darüber entscheidet heute das Kabinett.

Unsere Sorgen und Genesungswünsche gelten heute Morgen aber Pabst Leo, der ist nämlich laut Sprecher an Lungenkrebs erkrankt. Ich wünsche ihm von Herzen alles erdenklich Gute!

Auch bei Donald geht es hoch her! Mit Blick auf die anstehenden Midterms formiert sich nach dem angeblichen Diesel-Deal zwischen USA und Russland Widerstand bei den Republikanern. Auf der gefühlt anderen Seite der Erde beschwert sich Selenskyj das Russland die "Energie-Waffenruhe" nicht einhalten würde. Satellitenbilder zeigen auch das da beide Seiten wohl kein Interesse verspüren... so traurig. Ich kann es nicht verstehen dass hier weiter mit Waffen und Geld dieser Konflikt unnötig verlängert wird.

Die schlechteste Nachricht des Morgens bringt uns Euronews. 645 Millionen Menschen insbesondere in Afrika leiden aktuell an Hunger. Und dass trotz der Milliarden Gelder die in den Kontinent flossen. Wir müssen anerkennen dass gerade in den Regionen wo China investiert hat die Situation deutlich besser aussieht. Ebenso wie Namibia welche das Wetterphänomen El Nino und der folgenden Dürre hart mitgenommen hatte. Beide Regionen profitieren von einem einfachen Prinzip welches den Kontinent stützen kann, Hilfe zur Selbsthilfe. Und das mit sehr guten Ergebnissen. So funktioniert Solidarität ! Nicht die Gießkanne, nicht das Zerstören heimischer Märkte und erst recht nicht das Abwandern der gerade jungen, männlichen Bevölkerung vom Kontinent nach Europa.

Dienstag, 13. Oktober 2026

Wusstest du das? 13.10.1977


Liebe Leser,

wusstet ihr das? Der 13. Oktober 1977 war ein strahlender Herbsttag über dem Mittelmeer. An Bord der Lufthansa-Maschine LH 181, einer Boeing 737 mit dem sehr schönen Taufnamen „Landshut“, herrscht verdiente, ausgelassene Urlaubsstimmung. Die 86 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder befinden sich auf dem Rückweg von Palma de Mallorca nach Frankfurt am Main. Zu diesem Zeitpunkt ahnen diese nicht, dass sie in wenigen Minuten in das Epizentrum eines der dramatischsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte geraten werden. Sie ahnen nicht, dass dieser Flug nicht Stunden, sondern quälende Tage dauern wird, und dass ihr Schicksal die Bundesrepublik Deutschland in den Grundfesten erschüttern wird.

Plötzlich zerbricht die Routine des Linienfluges. Vier blutrünstige palästinensische Terroristen des Kommandos „Martyr Halimeh“, angeführt von dem radikal skrupellosen Zohair Youssef Akache, der sich selbst „Kapitän Mahmud“ nennt, bringen das Flugzeug in ihre Gewalt. Sie handeln im Auftrag der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), genau deren geistige und reale Erben heute mit der Linkspartei Wahlparties feiern, doch ihre Aktion ist eng abgestimmt mit der deutschen Rote Armee Fraktion (RAF). Es ist der Höhepunkt des sogenannten „Deutschen Herbstes“. Die Forderung ist ultimativ: Die Freilassung von elf in Stuttgart-Stammheim inhaftierten RAF-Terroristen, darunter Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, sowie zweier palästinensischer Gesinnungsgenossen in der Türkei, untermauert mit der Drohung, alle Geiseln zu exekutieren und ein Lösegeld von 15 Millionen US-Dollar zu erpressen. Das Martyrium in der fliegenden Hölle beginnt in diesem Augenblick! Für die Geiseln beginnt eine Odyssee des Grauens durch den Nahen Osten und Ostafrika. Über Rom, Larnaka, Bahrain und Dubai wird die Maschine gepeitscht, überall verweigern die Regierungen die Landeerlaubnis oder versuchen das Flugzeug zu blockieren. In Dubai gelingt es dem Piloten Jürgen Schumann, einem Deutschen Helden, wichtige Informationen über die Anzahl der Entführer nach außen zu schmuggeln. Als „Kapitän Mahmud“ davon erfährt, droht er, den Piloten sofort zu erschießen. Die psychische und physische Folter an Bord ist unbeschreiblich: Die Passagiere müssen stundenlang mit erhobenen Händen auf ihren Plätzen verharren, die Klimaanlage fällt aus, die Temperaturen in der Kabine steigen auf über 50 Grad Celsius, die hygienischen Zustände werden unerträglich, und immer wieder spielen die Terroristen russisches Roulette mit den völlig verängstigten Menschen. Ein bis heute wiederkehrendes Muster des islamistischen Terrors. Am 16. Oktober erzwingt Mahmud die Landung im südjemenitischen Aden. Da die Startbahn blockiert ist, muss Schumann die Maschine auf einem Sandstreifen neben der Piste aufsetzen. Dem Piloten wird erlaubt, das Flugzeug zu verlassen, um das Fahrwerk auf Schäden zu überprüfen. Er nutzt die Gelegenheit, um mit den lokalen Behörden zu sprechen und abzuwägen, ob eine Flucht oder Rettung möglich ist. Als er in die Maschine zurückkehrt, ist der Anführer des Terrorkommandos außer sich vor Wut. Im Mittelgang der „Landshut“, vor den Augen der entsetzten Passagiere, muss Jürgen Schumann niederknien. Ein Schuss bricht. Der Kapitän wird kaltblütig per Kopfschuss hingerichtet. Er wird zum tragischen Opfer dieses gnadenlosen Terrors, aber auch zum unvergessenen Helden, der bis zur letzten Sekunde versucht hatte, das Leben seiner Passagiere zu schützen. Nie dürfen wir Jürgen Schuhmann vergessen!

Mit der Leiche des Kapitäns an Bord fliegt der Copilot Jürgen Vietor die Maschine unter Todesdrohungen weiter nach Mogadischu, der Hauptstadt von Somalia. Dort landet die „Landshut“ am 17. Oktober. Die Terroristen stellen ein letztes Ultimatum. Sie überschütten die Passagiere mit hochprozentigem Alkohol, um sie bei einer eventuellen Sprengung des Flugzeugs lebendig zu verbrennen. Was für ein Abschaum von Mensch muss man für solch ein Handeln nur sein ... Die Uhren ticken unaufhaltsam dem Tod von 86 unschuldigen Menschen entgegen.

Die Stunde für die Helden von Mogadischu: Die Operation „Feuerzauber“

In Bonn weigert sich die Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, den Forderungen des Terrors nachzugeben. Schmidt weiß, dass das Nachgeben den Rechtsstaat dauerhaft erpressbar machen würde. Es ist eine Entscheidung von historischer Tragweite, getragen von einer unerträglichen moralischen Last. Schmidt schickt die noch junge, hochspezialisierte Antiterroreinheit GSG 9 der damaligen Bundesgrenzschutzbehörde unter der Leitung ihres Gründers Ulrich Wegener der entführten Maschine hinterher. In der Nacht zum 18. Oktober 1977 um genau 00:05 Uhr MEZ schlägt die Stunde der Befreiung. Unter dem Codenamen Operation „Feuerzauber“ schleichen sich die Männer der GSG 9 im Windschatten der Dunkelheit an die Boeing 737 heran. Somalische Soldaten haben zuvor ein Ablenkungsfeuer entfacht, um die Aufmerksamkeit der Terroristen in das Cockpit zu lenken. Über die Notausstiege und Tragflächen dringen die deutschen Elitesoldaten mit Sturmleitern in die Maschine ein.„Köpfe runter! Wo sind die Schweine?“, hallt es durch die Kabine. Binnen weniger Minuten entbrennt ein kurzes, aber extrem heftiges Feuergefecht im engen Mittelgang. Ulrich Wegener und seine Männer agieren mit chirurgischer Präzision. Drei der Terroristen, darunter der Anführer Mahmud, werden getötet, die vierte Terroristin, Souhaila Andrawes, wird schwer verletzt übermältigt. Das Wunder von Mogadischu ist vollbracht: Alle verbliebenen 86 Geiseln werden lebend befreit. Nur vier Passagiere und ein GSG-9-Mann werden leicht verletzt. Die Erleichterung in Deutschland und der westlichen Welt ist grenzenlos. Ulrich Wegener und seine Einheit werden über Nacht zu Legenden, Symbolen für die Wehrhaftigkeit einer Demokratie, die sich nicht von solchem Abschaum in die Knie zwingen lässt. Die Befreiung der „Landshut“ war ein fundamentaler Wendepunkt für die Bundesrepublik Deutschland. Nur wenige Stunden nach dem Erfolg von Mogadischu nahmen sich die inhaftierten RAF-Anführer Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen in der sogenannten Todesnacht von Stammheim das Leben. Als Racheakt ermordete das RAF-Kommando „Siegfried Hausner“ den entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, dessen Leiche am 19. Oktober im Kofferraum eines Autos im elsässischen Mülhausen gefunden wurde. Der Staat hatte bewiesen, dass er sich nicht erpressen lässt, selbst um den Preis von Menschenleben. Dies brach den Mythos der angeblichen Unbesiegbarkeit der RAF. Strukturell führte der Deutsche Herbst zu einer massiven Aufrüstung des Sicherheitsapparates, verschärften Gesetzen (wie dem Kontaktsperregesetz) und einer Internationalisierung der Terrorismusbekämpfung. Die GSG 9 etablierte sich weltweit als Vorbild für polizeiliche Spezialeinheiten. Wer jedoch glaubte, mit dem Ende der „Landshut“-Entführung und der Selbstauflösung der RAF im Jahr 1998 sei die Gefahr des Linksextremismus in Deutschland endgültig gebannt, der irrt fundamental. Die ideologischen Wurzeln und die Bereitschaft zur radikalen Gewalt ziehen sich wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte bis in die Gegenwart der Bundesrepublik.

Aus den Trümmern der alten Bewegungen haben sich neue, hochgradig militante Strukturen entwickelt. Die Festnahmen von ehemaligen Mitgliedern der sogenannten „dritten Generation“ der RAF, wie Daniela Klette im Jahr 2024 sowie die Fahndung nach Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub, haben der deutschen Öffentlichkeit drastisch vor Augen geführt, dass die Geister der Vergangenheit nie ganz verschwunden waren. Jahrzehntelang lebten sie im Untergrund, finanzierten ihr Leben durch brutale Raubüberfälle und blieben Teil eines konspirativen Netzwerks, das bis heute von Teilen der linksradikalen Szene gedeckt und logistisch unterstützt wird. Gleichzeitig erleben wir heute eine neue, besorgniserregende Metamorphose des linksextremistischen Terrors. Gruppierungen wie die sogenannte „Hammerbande“ rund um Lina E. haben die Strategie gewechselt. Statt des Angriffs auf die Spitzen des Staates und der Wirtschaft konzentrieren sie sich auf den militanten Antifaschismus („Antifa“), bei dem vermeintliche oder tatsächliche politische Gegner gezielt, brutal und mit akribischer Ausspähung zu Hause oder auf der Straße überfallen und schwerstens verletzt werden. Auch die Todefolgen werden ohne Skrupel in kauf genommen. Die Brutalität, mit der mit Hämmern, Eisenstangen und Chlor auf Menschen eingeschlagen wird, zeigt eine neue terroristische Dimension der Enthemmung. Die jeder klar denkende Mensch nur ablehnen kann. Auch die Sabotageakte gegen kritische Infrastrukturen, wie die Brandanschläge der „Vulkangruppe“ auf die Stromversorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide oder auf Bahnanlagen, verdeutlichen eine strategische Radikalisierung. Die Täter nehmen dabei bewusst in Kauf, dass Zehntausende unschuldige Bürger von der Energieversorgung abgeschnitten werden oder Züge entgleisen könnten. Die Parallelen zu 1977 sind unverkennbar: Es ist der Versuch, durch Angst, Chaos und Zerstörung den demokratischen Rechtsstaat zu destabilisieren, getrieben von einer ideologischen Verblendung, die das menschliche Leben und die körperliche Unversehrtheit dem eigenen Dogma unterordnet. Die terroristischen Ränder links wie rechts waren und sind hier eine lebensgefährliche Bedrohung von uns allen! Die ewige Mahnung der „Landshut“ bleit:

Die Entführung der „Landshut“ im Jahr 1977 bleibt ein ewiges Mahnmal. Sie erinnert uns an das unermessliche Leid der Opfer, an den unerschrockenen Mut von Kapitän Jürgen Schumann und an die Professionalität der Helden der GSG 9. Sie zeigt uns aber auch, dass die Verteidigung von Freiheit und Demokratie keine historische Aufgabe ist, die man einmalig abschließt. Der Terrorismus verändert seine Gesichter, seine Namen und seine Ziele, doch seine zerstörerische Absicht bleibt dieselbe. Ob 1977 in den glühend heißen Sandpisten von Mogadischu oder heute in den konspirativen Wohnungen radikalisierter Gewalttäter im städtischen Untergrund: Der Rechtsstaat muss wachsam, wehrhaft und entschlossen bleiben, um die Freiheit seiner Bürger gegen jede Form des Extremismus zu verteidigen.