Mittwoch, 21. Oktober 2026

Wusstet ihr das? 21.10.1969


Liebe Leser,

wusstet ihr das?  Am 21. Oktober 1969 begann in Bonn eine Ära, die das Antlitz der Bundesrepublik Deutschland und das politische Gefüge Europas fundamental verändern sollte. Mit der Wahl von Willy Brandt zum ersten sozialdemokratischen Bundeskanzler und der Etablierung der ersten sozialliberalen Koalition aus SPD und FDP vollzog Westdeutschland nicht nur einen historischen Machtwechsel, sondern leitete eine Zeit des tiefgreifenden Wandels ein. Das Leitmotiv seiner Regierungserklärung, „Mehr Demokratie wagen“, stand für eine innenpolitische Modernisierung, die Verkrustungen der Nachkriegszeit aufbrach. Von der Herabsetzung des Wahlalters über die Bildungsreform des BAföG bis hin zur rechtlichen Gleichstellung im Familienrecht erlebte Deutschland einen Demokratisierungsschub, der die gesellschaftliche Partizipation breiter Schichten sicherte. Gleichzeitig definierte Brandts neue Ostpolitik unter der Prämisse des „Wandels durch Annäherung“ das Verhältnis zum eisernen Vorhang neu. Die Moskauer und Warschauer Verträge sowie das historische Bild des Kniefalls von Warschau im Jahr 1970 legten das Fundament für die europäische Entspannungspolitik. Brandt hatte verstanden, dass Frieden und Stabilität in Europa nur durch Dialog und die Anerkennung bestehender Realitäten zu erreichen waren. Diese wegweisende Strategie, welche in der SPD heute vergessen scheint, die ihm 1971 den Friedensnobelpreis einbrachte, überwand die lähmende Hallstein-Doktrin und ebnete langfristig den Weg für die europäische KSZE-Konferenz in Helsinki sowie, Jahrzehnte später, für die Überwindung der ungerechten deutschen Teilung. Blickt man aus der heutigen Perspektive des Jahres 2026 auf dieses stolze Erbe zurück, zeichnet sich ein drastisches Bild des Verfalls, da sich die Entwicklung in Deutschland und Europa in eine Richtung bewegt hat, die den damaligen Visionen vollkommen verwahrlost entgegensteht. Anstatt einer fortschreitenden gesellschaftlichen und demokratischen Konsolidierung erlebt das Land eine tiefe gesellschaftliche Polarisierung, während die europäische Friedensordnung, für die Brandt die Basis schuf, durch geopolitische Erschütterungen und den Bruch fundamentaler Völkerrechtsnormen zerrüttet ist. Die politische Mitte durch linken Hass erodiert, und im aktuellen Bundestrend stürzt die einstige stolze Volkspartei SPD auf historische Tiefstwerte um die 12 - 13 Prozent ab, wobei interne Richtungskämpfe, das Stühlerücken an der Parteispitze nach Rücktritten und eine tiefe Entfremdung von der eigenen Arbeiter- und Angestelltenbasis das gegenwärtige Bild der Sozialdemokratie prägen. Angesichts dieses Zustands und des vermeintlichen Versagens seiner Partei würde Willy Brandt heute wohl mit einer Mischung aus tiefer Bitterkeit und analytischer Schärfe und ja auch mit beschämender Verachtung auf das Agieren der SPD blicken. Brandt war ein Politiker des Mutes, des Aufbruchs und der klaren moralischen Kante, der die Fähigkeit besaß, gesellschaftliche Strömungen nicht nur zu verwalten, sondern visionär zu gestalten. Das heutige Totalversagen der SPD läge in seinen Augen vermutlich in einem doppelten Verlust begründet, nämlich dem Verlust des programmatischen Kompasses und dem Mangel an politischer Führungskraft. Er würde vehement kritisieren, dass die SPD in Zeiten globaler Krisen und existentieller Ängste der Bürger zu oft zögerlich, technokratisch und mutlos agiert, anstatt den Menschen eine klare, progressive Perspektive und soziale Sicherheit zu bieten. Besonders schmerzen würde Brandt der Verlust des Vertrauens der arbeitenden Bevölkerung, da seine Sozialpolitik stets darauf abzielte, die Lebenssituation der Arbeitnehmer real zu verbessern und Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen. Wenn die Partei heute mit Konzepten wie dem Bürgergeld in der Kritik steht und gleichzeitig die ökonomischen Sorgen der klassischen Arbeiterschaft vernachlässigt, sähe Brandt darin wohl eine fundamentale Verfehlung des einstigen sozialdemokratischen Auftrags. Eine SPD, die sich in bürokratischen Debatten verliert und die Sprache der Straße nicht mehr spricht, hätte in seinen Augen ihre historische Existenzberechtigung als Volkspartei verspielt. Auch außenpolitisch würde Brandt seiner Partei ins Stammbuch schreiben, dass Entspannungspolitik niemals Naivität bedeuten durfte, da seine Ostpolitik stets aus einer Position der Westbindung und der Stärke der eigenen Demokratie heraus konzipiert war. Verteidigung der eigenen Heimat, ja! Aber Brandt wäre bestürzt wenn er sehen würde wie die SPD Kriegskredite beschließt, Rüstung hochschraubt und in verblendeten Hass gegen Russland und seine Bürger aufgeht! Kurz gesagt würde Willy Brandt seine SPD heute wohl schütteln wollen, um sie daran zu erinnern, dass man Zukunft nicht durch Zaudern gewinnt, sondern indem man bereit ist, für große Ideen auch große politische Risiken einzugehen. Er würde die massive Bespitzelung der Bürger nicht verstehen und auch nicht warum die unglaubliche Angst vor Meinungsfreiheit, ja den freien unbändigen Worten der Demokratie seine Sozen so lähmt und verängstig!

Das Problem der Sozialdemokratie ist nicht die Sozialdemokratie an sich, sondern es sind die Menschen welche sie umsetzen wollen ... und sie dabei vollkommen zerstören!

Dienstag, 20. Oktober 2026

Deutschland Heute: Gewalt in Frankreich


Guten Morgen liebe Leser,

ich bin wieder da. War ja ein dramatisches Wochenende in Europa. Frankreich in Flammen! Brüssel, Albanien und Madrid kämpften wie Italien mit massiven gewalttätigen Ausschreitungen. Plünderungen und Gewaltakten mutmaßlich durch linksextreme und migrantische Jugendbanden und junge Erwachsene, obwohl man hier den Verstand eines Erwachsenen nicht mehr zu erkennen kann. Es waren brutale Exzesse der Gewalt. Das historische Rathaus von Limoges im Zentralmassiv von Frankreich ist am Samstag, dem 17. Oktober 2026, nach einer schweren Brandstiftung eingestürzt. Diese Terroristen hatten das Gebäude im Rahmen "landesweiter Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten", wie lächerlich das klingt, in Brand gesteckt. Die Flammen zerstörten den Dachstuhl, woraufhin der charakteristische Glockenturm (Campanile) vor den Augen zahlreicher Menschen krachend in sich zusammenbrach. Eine Schande. Ich meine mal Ehrlich WIE DUMM muss man sein um aus Protest gegen Sparmaßnahmen öffentliches Eigentum zu zerstören. Generell etwas zu zerstören. Völlig bescheuert. Nach Schätzungen von Branchenexperten und der Ratingagenturen entstanden durch die schweren Ausschreitungen an diesem Wochenende Schäden von bis zu 1,2 Milliarden Euro. Ohne das historische Rathaus oder andere öffentlichen Gebäude die in Brand gesteckt wurden. Laut Euronews wurden mindestens 3.000 Unternehmen und Läden in ganz Frankreich geplündert, beschädigt oder verwüstet, doppelt so viele wie zunächst angenommen. Zu den direkten Sachschäden kommen massive, meist unversicherte Umsatzausfälle für die Einzelhändler. Der Tagesspiegel schreibt dass neben dem historischen Rathaus von Limoges auch zahlreiche Präfekturen, Polizeiwachen und Tourismusbüros im ganzen Land angegriffen und in Brand gesteckt wurden. Die Zerstörung dieser Kulturgüter und Institutionen verursacht immense Zusatzkosten in Millionenhöhe.  Da ein im Haushaltsgesetz verankertes, neues staatliches Krawallen-Versicherungssystem noch nicht einsatzbereit ist, hängen Entschädigungen aktuell rein von privaten Policen ab. Dennoch treffen die Unruhen den französischen Staat wirtschaftlich hart: Premierminister Sébastien Lecornu kündigte bereits staatlich finanzierte Kurzarbeit (activité partielle) für betroffene Angestellte an. Wahnsinn!

In Albanien, Rumänien, Italien und Spanien ähnliche Bilder. Und in Deutschland ? Da stellt sich die Chefin der Linkspartei hin und feiert diese Exzesse der Gewalt als "Hoffnungsschimmer" und erklärt sich mutmaßlich zum parlamentarischen Arm dieser Extremisten und marodierenden Banden... unerträglich! In Verschiedenen Foren und Kanälen ruft die "GenZ - Rebellion" (Was zur Hölle?) zum "Untergang der Deutschen Naziherrschaft" auf... am 31.10.26 will man sie die "Höllennacht" ausrufen und Gewaltexzesse auszuleben. Sie instrumentalisieren die eigentlich mal friedlichen und berechtigten Schülerproteste für ihre Gewalt und Plünderungsfantasien. In Frankreich diskutieren erste Politiker und Medien über das "Kriegsrecht" in Deutschland applaudieren und verharmlosen die Medien des öffentlich rechtlichen Rundfunks diesen Terror gegen den Staat. Gegen die Bürgerinnen und Bürger.

Wie viel muss sich ein Staat aber eigentlich gefallen lassen bevor er reagiert ? Bei den schweren Ausschreitungen am Wochenende wurden in Frankreich nach offiziellen Angaben des Innenministeriums 997 Einsatzkräfte verletzt. Die überwiegende Mehrheit der verletzten Einsatzkräfte entfällt auf die Sicherheitskräfte. Allein in Straßburg erlitt ein Beamter beispielsweise ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, nachdem Einheiten unter extremen Hagel von Wurfgeschossen gerieten. Die Polizeigewerkschaft UNSA betonte, dass die Beamten landesweit am Rande der Belastbarkeit agierten. Viele Kolleginnen und Kollegen stehen unter Schock und Belastungsstörungen.  Auch die Rettungsdienste gerieten gezielt ins Visier. Feuerwehrleute wurden bei dem Versuch, Brände zu löschen, wie etwa beim verheerenden Brand des Tourismusbüros in Lyon, von Randalierern aktiv attackiert und am Eingreifen gehindert. Innenminister Laurent Nuñez sprach nach diesem Wochenende im Angesicht der hunderte verletzten Kollegen von einem zeitweisen "Kontrollverlust" der Behörden... 

Freitag, 16. Oktober 2026

Wusstet ihr das? 16.10.1894


 Liebe Leser,

wusstet ihr das? Im Jahr 1894, genauer am 16.10.1894, erlebte der gewerbliche Rechtsschutz in Deutschland einen historischen Meilenstein, der die moderne Markenlandschaft bis heute prägt: Das Kaiserliche Patentamt trug am 1. Oktober 1894 die allererste Marke offiziell in das neu geschaffene Markenregister ein. Dieser wegweisende Eintrag galt einem Berliner Unternehmen, das mit seinen Produkten sprichwörtlich Licht ins Dunkel brachte. Bei dem ersten geschützten Warenzeichen handelte es sich um das Wort „Perkeo“, registriert für die Glühlampen und Beleuchtungsartikel eines Berliner Lampenherstellers.

Mit diesem bürokratischen Akt, viel weniger bürokratisch und weniger teuer wie heute, wurde eine neue Ära der Wirtschaft eingeläutet. Zuvor gab es zwar bereits Gesetze zum Schutz von Marken, doch erst das im Mai 1894 verabschiedete „Gesetz zum Schutz der Waarenbezeichnungen“ schuf die rechtliche Grundlage für ein zentrales, staatlich geführtes Register. Unsere Unternehmen erhielten damit erstmals die Möglichkeit, ihre Produkte nicht mehr nur über mühsame Einzelfallprüfungen oder regionale Privilegien zu schützen, sondern bundesweit ein exklusives Recht an einem Namen oder einem Logo einzufordern. Immer vor Augen, die Märkte waren damals weniger globalisiert wie heute. Für den Berliner Lampenhersteller war dieser Schritt von unschätzbarem Wert. In einer Zeit, in der die Industrialisierung rasant voranschritt, die Städte wuchsen und die elektrische Beleuchtung die alten Gaslaternen ablöste, herrschte auf dem Markt ein erbitterter Konkurrenzkampf. Nachahmungen und Plagiate waren an der Tagesordnung.Oft unter der gleichen Bezeichnung aber in abartig mieser Qualität. Das Wort „Perkeo“ – angelehnt an den berühmten, weindurstigen Hofnarren des Heidelberger Schlosses, bürgte fortan für die geprüfte Qualität und Originalität der Berliner Leuchtmittel. Der Eintrag der ersten Marke markierte zugleich den Wandel von der reinen Manufakturware hin zur modernen Markenartikelindustrie. Konsumenten orientierten sich zunehmend an vertrauten Namen, die Verlässlichkeit versprachen. Die Marke entwickelte sich rasch von einem bloßen Herkunftsnachweis zu einem mächtigen Instrument des Marketings und der Kundenbindung. Das Kaiserliche Patentamt, das seinen Sitz in Berlin hatte, legte mit dieser ersten Registrierung das Fundament für ein Schutzsystem, das im Laufe des folgenden Jahrhunderts Millionen von Marken verwalten sollte. Aus dem Kaiserlichen Patentamt ging später das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) hervor, das bis heute die Hüterin über die Identitäten deutscher Unternehmen ist. Die Registrierung im Jahr 1894 verdeutlicht, dass Berlin nicht nur das politische und kulturelle Herz des Kaiserreiches war, sondern auch das Epizentrum für Innovationen, Gründergeist und visionäre rechtliche Standards, die bis in die Gegenwart hineinwirken. Wohl aber im Fall einer Führung durch die Linkspartei zu Europas größtem Lost Place verkommen wird. Doch der Berliner Lampenhersteller sicherte sich so nicht nur den Schutz für seine Produkte, sondern auch einen unvergänglichen Platz in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Deutschland Heute: Friedensantrag Sachsen-Anhalt


Guten Morgen liebe Leser,

letzter Tag der Woche und heute beschäftigen wir uns mit was speziellem. Gestern schrieb mir ein Mitglied unserer Partei, er sei irritiert weil: ".. nach dem BSW Antrag mit der Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt, alle nur über die Unterstützung der AfD reden und kaum jemand über den wichtigen und richtigen Inhalt..." und ja damit liegt er richtig! In der "online  Recherche" auf Insta, X und verschiedenen Facebookgruppen fiel mir auch auf dass auch kaum jemand den Antrag eigentlichen wirklich kennt, geschweige denn gelesen hat. Darum geht es hier zum Antrag:  Drucksache 9/31 - Friedensgespräche in der Ukraine statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine 

Was hier in zwei sehr einfachen Punkten gefasst ist ist eine Kehrtwende in Deutschland. Ich Zitiere:

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1. Die Politik der gegen Russland gerichteten Sanktionen, der wirtschaftlichen Embargos und der Waffenlieferungen und finanziellen Hilfen an die Ukraine ist gescheitert. Die einseitige Parteinahme des Westens im Ukrainekrieg hat nicht dazu beigetragen, den Krieg zu beenden, sondern sie verlängert das Leiden der Bevölkerung und erhöht das Risiko der Ausweitung des Krieges auf weitere Staaten. Durch den gegen Russland gerichteten Energie- und Wirtschaftskrieg werden Industrie, Gewerbe und Handel in Deutschland und unsere Bürger massiv geschädigt.

2. Der Landtag fordert die Landesregierung daher auf, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere durch eine entsprechende Initiative im Bundesrat, für eine Verhinderung der weiteren Eskalation in der Ukraine und für die Verwirklichung einer friedensschaffenden Politik einzusetzen. Der Fokus ist auf Diplomatie zu legen. Notwendig sind ein sofortiger Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland. Eingebettet in ein Abkommen über einen Waffenstillstand muss es zu einer Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland kommen. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland müssen sofort aufgehoben werden. Die Unterstützung der Ukraine mit Finanzmitteln ist sofort einzustellen, soweit sie über humanitäre Hilfe hinausgeht. Waffenlieferungen an die Ukraine sind auszusetzen. Zusätzliche Rüstungsgüter verlängern den Krieg und erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation. Im Rahmen einer langfristigen Friedensordnung ist auf den Status der Ukraine als neutraler Staat hinzuwirken.

"

Ich finde es ist auch ein einmaliger, beispielhafter Vorgang. Zwei Parteien die unterschiedlicher nicht sein könnten, einigen sich in der einen essentiellen Sachpolitischen Frage. Krieg oder Frieden! Da wo der (noch) Reisekanzler und seine Freizeitregierung versagt. Wo Landesväter und Mütter der Mut verlässt, handelt man in Sachsen-Anhalt. Das ein Bundesland keinen Krieg beendet ist doch vollkommen klar. Und das die Altparteien im Bundesrat diese so wichtige Initiative boykottieren werden ist auch klar. Aber das Zeichen ist gesetzt und in die Welt gegangen. Im Ausland nimmt man übrigens diese Initiativer sehr wohlwollen wahr. Deutschland will Frieden! Die Mehrheit in Sachsen-Anhalt will Frieden. Und endlich spricht es ein Parlament aus! Die Deutschen wollen keine Zahlmeister für fremde Kriege sein!

Natürlich nicht alle. Der Einheitsblock aus Linke, Grüne, SPD und CDU haben den Frieden abgelehnt. Und das nicht nur weil sie ein Problem mit der AfD-Beteiligung haben, weil sie ihre Tröge flöten gehen sehen, sondern weil sie den Frieden und die Bemühungen darum hassen. Ja sie verachten den Frieden! Anders kann man diesen Wahnsinn sonst nicht feststellen. Die einen weil sonst ihr Kanzler sonst kein Thema mehr hätte um von seinem innerpolitischen Versagen abzulenken. Die Anderen weil sie an Rüstung und Waffenlobby gekettet sind. Andere sind in ihrer vermeintlich richtigen Moral so verblendet und gefangen, dass klarer Menschenverstand vollkommen verloren scheint! Sie ignorieren mit voller Leidenschaft das Leid der Menschen in diesem Krieg. Zu erkennen bei der Abstimmung selber. BSW und AfD stimmten zu und brachten diesen richtigen und wichtigen Antrag durch, der Einheitsblock blamierte sich und lehnte den Frieden einfach ab. Sie werden sich vor der Geschichte verantworten müssen!

Wer mehr zur Debatte erfahren will findet alle Beiträge und eine etwas befremdlich eingefärbte Einleitung hier: https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/artikel/frieden-in-der-ukraine-um-jeden-preis

Kümmern muss sich aktuell Ministerpräsident Schulze um die Umsetzung, dieser hat schon angekündigt dieses Anliegen zu boykottieren, zu verzögern und zu verweigern. So sieht Kriegstreiberei aus, meiner Meinung nach. Beschämend !

Zum Abschluss hier noch die grandiose Rede von Dr. Claudia Wittig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende des BSW im Landtag von Sachsen-Anhalt!



Wusstet ihr das? 15.10.1947


Liebe Freunde,

wusstest du das? Heute am 15.10.1947 war die Geburtsstunde einer Berliner Institution: Das Wilhelm-Foerster-Institut 1947. Im Jahr 1947, inmitten der Trümmer und Entbehrungen des nachkriegszeitlichen Berlins, fand ein bemerkenswertes Ereignis der Wissenschafts- und Kulturgeschichte statt. Die Gründung des Wilhelm-Foerster-Instituts. Initiiert von engagierten Astronomen und Bürgern um Hans Rechlin und Hans Mühle, hatte das Institut von Beginn an ein echt ambitioniertes Ziel, den Betrieb einer Volkssternwarte. Benannt wurde die Institution nach dem ziemlich coolen deutschen Astronomen, Wissenschaftsorganisator und weswegen ich ihn am meisten schätze , bekennenden Pazifisten Wilhelm Julius Foerster (1832–1921), der als langjähriger Direktor der Berliner Sternwarte und Mitbegründer der Urania bereits im 19. Jahrhundert die Vision verfolgt hatte, wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn Wissen sollte ALLEN gehören!

In einer Zeit, in der das alltägliche Leben von Mangel, politischer Zerrissenheit und dem beginnenden Kalten Krieg geprägt war, glich die Etablierung einer solchen Bildungsstätte einem Akt des intellektuellen Wiederaufbaus. Die Gründer glaubten fest daran, dass der Blick in den Kosmos den Menschen in schweren Zeiten Orientierung, Trost und eine übergeordnete Perspektive bieten könne. Etwas was ich heute viel zu oft vermisse. Was in provisorischen Räumen im damals noch clanfreien Berlin-Neukölln und mit geretteten optischen Instrumenten begann, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten auf dem Insulaner, einem Berliner Trümmerberg in Schöneberg, zu einem der bedeutendsten astronomischen Bildungszentren Europas. Mit der feierlichen Eröffnung der Wilhelm-Foerster-Sternwarte (WFS) im Jahr 1963 und dem späteren Anbau des Zeiss-Planetariums im Jahr 1965 schufen die Akteure ein einzigartiges Ensemble, das Wissenschaft, Bildung und Kultur miteinander verknüpfte. Die Gründung des Instituts im Jahr 1947 markiert einen Meilenstein für die astronomische Volksbildung (oft auch als „Popularastronomie“ bezeichnet). Im Gegensatz zu reinen Forschungsinstituten, die primär der akademischen Elite vorbehalten waren, brach das Wilhelm-Foerster-Institut die Barrieren zwischen hochkomplexer Wissenschaft und der normalen Gesellschaft auf. Das Konzept der "Volkssternwarte" basierte auf dem demokratischen Grundgedanken, dass Wissen ein öffentliches Gut ist. Durch regelmäßige Himmelsbeobachtungen, einfache und verständliche Vorträge und die Möglichkeit, selbst durch leistungsstarke Fernrohre zu blicken, wurde die Astronomie entmystifiziert. Ein absoluter Meilenstein und Vorreiter! Wissenschaftshistorisch leistete das Institut damit einen unschätzbaren Beitrag zur Wissenschaftskommunikation, lange bevor dieser Begriff im modernen Bildungswesen verankert wurde. Die Vermittlung des heliozentrischen Weltbildes, das Verständnis für die Dynamik unseres Sonnensystems und die physikalischen Grundlagen der Astrophysik wurden hier für Generationen von Schülern, Studenten und interessierten Laien begreifbar gemacht. Zudem fungierte das Institut als wichtige Schnittstelle für die Amateurastronomie. Viele engagierte Laienastronomen führten auf der Sternwarte präzise Beobachtungen von veränderlichen Sternen, Planetenkonjunktionen oder Sonnenaktivitäten durch. Diese Daten flossen nicht selten unter Anerkennung in akademische Netzwerke ein und unterstützten somit die Fachwissenschaft. Das Institut bewies eindrucksvoll, dass wissenschaftliche Beobachtungspraxis und breitenwirksame Bildung keine Gegensätze sein müssen, sondern sich gegenseitig befruchten können. Obwohl das Wilhelm-Foerster-Institut primär als astronomische Bildungsstätte konzipiert war, besitzt seine Gründung im Jahr 1947 eine tiefgreifende, fast prophetische Relevanz für die moderne Raumfahrt. Nur zehn Jahre nach der Institutsgründung, im Oktober 1957, läutete der sowjetische Satellit Sputnik 1 das weltweite Raumfahrtzeitalter (Space Age) ein. Der darauffolgende „Wettlauf ins All“ zwischen den USA und der Sowjetunion faszinierte und verunsicherte die Weltöffentlichkeit gleichermaßen. In dieser Epoche des technologischen Umbruchs wurde das Wilhelm-Foerster-Institut zu einem zentralen Informations- und Aufklärungsknotenpunkt. Wenn neue Satelliten, die Gemini- oder Apollo-Kapseln der NASA oder die sowjetischen Luna-Sonden den Erdorbit verließen, suchten die Menschen Antworten. Das Institut lieferte diese prompt. Durch die Verbindung von hoch anerkannten und öffentlichen Planetariumsshows und aktuellen wissenschaftlichen Vorträgen konnten die komplexen Flugbahnen, die physikalischen Herausforderungen der Schwerelosigkeit und die orbitalen Mechaniken anschaulich erklärt werden. Als im Juli 1969 die Mondlandung von Apollo 11 die Menschheit in Atem hielt, war die Berliner Sternwarte ein Ort des kollektiven Erlebens und Verstehens. Besucher konnten den Mond durch das berühmte Bamberger Refraktor-Teleskop betrachten, während im Planetarium die Flugmanöver der Astronauten simuliert wurden. Darüber hinaus wirkte das Institut als Katalysator für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Forschung für die Raumfahrt benötigt eine solide theoretische und praktische Basis. Indem das Wilhelm-Foerster-Institut jungen Menschen den Zugang zu Teleskopen und astronomischem Wissen ermöglichte, entfachte es bei unzähligen Jugendlichen die Leidenschaft für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Viele spätere Ingenieure, Physiker, Luft- und Raumfahrtexperten, die in den darauffolgenden Jahrzehnten an europäischen Raumfahrtprojekten der ESA oder in der Luftfahrtindustrie mitwirkten, erhielten ihre initiale Inspiration auf dem Berliner Insulaner. Das Institut leistete somit die wirklich tolle Basisarbeit unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, indem es das intellektuelle Fundament für diejenigen schuf, die die Maschinen und Systeme für die Erkundung des Weltraums konstruierten.

Betrachtet man das Erbe der Gründung von 1947 aus heutiger Perspektive, so wird deutlich, wie visionär der damalige Ansatz war. Das Wilhelm-Foerster-Institut hat über fast acht Jahrzehnte hinweg bewiesen, dass Astronomie und Raumfahrt keine abstrakten Disziplinen im wissenschaftlich "elitären" Elfenbeinturm sind, sondern Triebkräfte der gesellschaftlichen Entwicklung. In einer Zeit, in der die Menschheit mit Projekten wie dem James-Webb-Weltraumteleskop tiefer in die Frühzeit des Universums blickt als je zuvor und kommerzielle Raumfahrtunternehmen die Reise zum Mars vorbereiten, ist die Aufgabe von Volkssternwarten, das Erleben und Entdecken des Weltraumes aktueller denn je. Sie helfen dabei astronomischen Mythen mit empirischen Fakten zu begegnen. Sie erklären die Bedeutung von Satellitendaten für die moderne Klimaforschung auf der Erde und schärfen das Bewusstsein für die Fragilität unseres eigenen Planeten, ein zentraler psychologischer Effekt der Raumfahrt, der oft als Overview-Effekt bezeichnet wird. Das Institut, das heute unter dem Dach der Stiftung Planetarium Berlin weitergeführt wird, bleibt ein lebendiges Denkmal für den unbändigen menschlichen Wissensdrang. Die mutige Entscheidung, im von Krisen geschüttelten Berlin des Jahres 1947 ein solches Institut ins Leben zu rufen, hat die Bildungslandschaft nachhaltig geprägt und der Faszination für das Universum und die Raumfahrt im Herzen Europas eine dauerhafte Heimat gegeben. Heute wo wir vieles im Internet finden, Daten und Bilder erscheint uns so ein Vorreiter klein und aus der Zeit gefallen, aber ich finde gerade diese Pioniere, kombiniert mit Deutschem Fleiß und Erfindergeist haben den Weltraum greifbar und erlebbarer gemacht. Danke!

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Deutschland Heute: Waldumbau


Guuuuten Morgen liebe Leser,

unser Wahlverlierer Schweitzer ist gestern Morgen in Berlin vereidigt worden,  Glückwunsch zur "Wegbeförderung" :-) inklusive mehr Gehalt und bessere Pensionsansprüche. Dafür zahlen wir doch gerne. Damit gehört unsere Grinsekatze nun zu unseren teuersten Angestellten!

Liebe Freunde es wird bitter, Alkoholverbot an Bahnhöfen gilt seit heute Morgen im gesamten Bundesgebiet, damit streicht man auch den letzten Grund der Ottonormalos diesen Laden zu feiern! Danke dafür...  In Rheinland-Pfalz steht wieder der Waldumbau und seine Bewirtschaftung im Fokus. Und da mag mir jetzt manch blauhaariger, von Mama und Papa im Studium finanzierte, nonbinärer Ökosozialist widersprechen... aber das Essential ist Bäume pflanzen! Mischwälder, durchzogen mit befestigten Forstwegen und Totholzstrecken. Mit Wasserspeichern und unberührten Gebieten. Schweden ist hier europäisches Vorbild, wie so oft. Mehr bedarf es nicht! Führ jeden gefällten Baum 6 neue Bäume! Thema durch. Und blubbert jetzt gerne, ja! .. es ist so simple. Mein Satz des Tages kommt von einem X User zur Zuckersteuer: "Die Zuckersteuer ist Satire oder?" Übrigens zahlen wir aktuell auf eine Dose Cole, mit Zucker schon 8 verschiedene Steuern! Schreibt mir wenn ich euch das mal genüsslich erklären soll. Dann sind es 10 ... Kannste dir nicht ausdenken.

In Hamburg läuft ohne großes mediales Interesse der Prozess gegen einen Ukrainer an, dieser hatte laut Anklage den internationalen Terroranschlag auf unsere Energieinfrastruktur, der Nordstream Pipeline begangen. Und es scheint vielen egal. Mutmaßlich mit dem Wissen vom ukrainischen Staatschef Selenskyj wurde hier eine extrem wichtige Deutsche Infrastruktur in einem unglaublichen und terroristischen Akt zerstört. Und unser (noch) Reisekanzler Merz fährt in seine vermutete neue Wahlheimat nach Kiew und schenkt ihnen für diesen Akt auch noch Milliarden unseres Steuergeldes. 

Na Dankeschön!

Wir leben einfach in wilden Zeiten.

Wusstest du das? 14.10.2024


Lieber Leser,

wusstet ihr das?  Am 14. Oktober 2024 um exakt 16:06 Uhr also bzw. 18:06 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, begann eines der ambitioniertesten Kapitel der modernen interplanetaren Raumfahrt. Vom historischen Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida, den ich unbedingt mal besuchen möchte, hob eine SpaceX Falcon Heavy-Rakete von der Startrampe 39A ab und ihre wertvolle Fracht: Die NASA-Raumsonde Europa Clipper, die sich auf den Weg machte, um den faszinierenden "Eismond Europa" im fernen Jupitersystem zu erforschen. Die gewaltig geniale Mission, deren Vorbereitung und ballistische Planung Jahrzehnte in Anspruch nahm, stellt den Beginn einer wissenschaftlichen Reise zu einer der vielversprechendsten Welten unseres Sonnensystems. Ziel ist es herauszufinden, ob jenseits der Erde Bedingungen existieren, die biologisches Leben ermöglichen könnten. Ein weiterer Beitrag, ein weiterer Schritt zur multiplanetaren Spezies.

Europa, einer der vier großen galileischen Monde des Gasriesen Jupiter, steht seit langem im Fokus der astrobiologischen Forscher. Unter einer kilometerdicken Kruste aus massivem Wassereis vermuten Wissenschaftler einen globalen, tiefen Ozean aus flüssigem Salzwasser. Dieser verborgene Ozean könnte ehrlichen Schätzungen zufolge mehr als doppelt so viel Wasser enthalten wie alle Weltmeere der Erde zusammen. Um die Beschaffenheit dieses geheimnisvollen Himmelskörpers zu lüften, hat die NASA mit dem Europa Clipper das größte Raumfahrzeug konstruiert, das sie je für eine planetare Erkundung gebaut hat. Mit voll entfalteten Solarsegeln, die im schwachen Sonnenlicht des äußeren Sonnensystems Energie gewinnen müssen, spannt sich die Sonde über eine Breite von mehr als 30 Metern.

Die geplante Flugroute der Sonde ist ein technologisches Meisterwerk der Himmelsmechanik. Da die Masse des Europa Clippers immense Ausmaße besitzt, nutzt das Raumfahrzeug sogenannte Gravity-Assist-Manöver (Vorbeiflüge zur Gravitationsbeschleunigung, musste ich auch erstmal finden :-)). Auf ihrer rund 2,9 Milliarden Kilometer langen Reise fliegt die Sonde im März 2025 zunächst am Mars und im Dezember 2026 erneut an der Erde vorbei, um den nötigen Schwung für den Flug in das äußere Sonnensystem aufzunehmen. Die Ankunft im Jupitersystem ist für den April 2030 fest eingeplant.

Sobald der Europa Clipper sein Ziel erreicht, wird er nicht direkt in eine Umlaufbahn um den Mond Europa einschwenken, da die extreme Strahlung in der unmittelbaren Nähe des Jupiters die empfindliche Bordelektronik innerhalb kürzester Zeit komplett zerstören würde. Stattdessen wählten die Missionsdesigner einen hochelliptischen Orbit um den Planeten Jupiter. Von dieser sicheren Bahn aus wird die Sonde zwischen 2031 und 2034 insgesamt 49 gezielte, extrem nahe Vorbeiflüge an Europa absolvieren. Dabei nähert sie sich der eisigen Oberfläche in Höhen von 2700 Kilometern bis auf atemberaubende 25 Kilometer an. Was für eine geniale Meisterleistung oder ? Schreibt mir gerne eure Meinung dazu.

Ausgestattet mit neun modernsten wissenschaftlichen Instrumenten, darunter Eisdurchdringungsradar, Kameras, Spektrometer und Magnetometer, wird der Europa Clipper die Dicke des Eispanzers vermessen, die Zusammensetzung der Oberfläche analysieren und nach organischen Verbindungen suchen. Auch wenn es sich nicht um eine direkte Lebenssuchmission handelt, wird die Sonde zweifelsfrei klären, ob auf Europa die grundlegenden Bausteine für Leben vorliegen: Wasser, Energie und die richtige Chemie. Der erfolgreiche Start im Jahr 2024 legte somit das Fundament für Antworten auf die fundamentale Frage der Menschheit: Sind wir allein im Universum?