Posts mit dem Label Frieden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frieden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Wusstet ihr das? 22.10.1083


Liebe Leser,

wusstet ihr das? Es war der 22.10.1983 ... der lichte, aber bereits spürbar abkühlende Herbst des schicksalhaften Jahres 1983, mein Geburtsjahr, als der eisige Pulverdampf des Kalten Krieges bedrohlich schwer über dem tief geteilten Deutschland lag. Die gesamte Welt hielt in ungehaltener und kollektiver Starre den Atem an. Zwischen den beiden unerbittlichen nuklearen Großmächten drohte das finale, alles vernichtende atomare Inferno auszubrechen. Ausgerechnet auf unserem deutschem Heimatboden sollten nun im Zuge des umstrittenen NATO-Doppelbeschlusses neuartige, unvorstellbar todbringende Mittelstreckenraketen stationiert werden. Es war eine Epoche der Angst, in der die Menschheit seit dem  am Abgrund ihrer eigenen Zerstörung taumelte. Doch genau in dieser dunkelsten Stunde der Ohnmacht und der existenziellen Bedrohung erwachte er, ein gigantischer, friedlicher Riese aus seinem langen Schlummer: die westdeutsche Friedensbewegung. Es schlug die historische Geburtsstunde zahlloser Alltagshelden, die voller Mut beschlossen, der drohenden Apokalypse nicht länger schweigend zuzusehen. Und viele sind noch heute Teil der Bewegung.

Über eine Million aufrechte Menschen strömten damals wie unaufhaltsame Ströme der puren Hoffnung auf die staubigen Straßen. In den gigantischen Metropolen Hamburg, West-Berlin und der damaligen und hoffentlich bald wieder aktuellen Bundeshauptstadt Bonn erhoben sie voller Inbrunst unisono ihre kraftvollen Stimmen. Es war ein beispielloses, wahrhaft episches Aufbegehren der Zivilgesellschaft gegen die Logik des Krieges – ein Heißer Herbst, der die scheinbar unumstößlichen Fundamente der politischen Macht erzittern ließ. Doch das absolut größte, fast schon mythische Monument dieses heroischen Widerstands manifestierte sich im malerischen Süden des Landes, wo lebendige Geschichte geschrieben werden sollte. Eine schier endlose, unzerbrechlich stolzen Menschenkette spannte sich stolz über eine gigantische Distanz von exakt 108 Kilometern von Stuttgart bis nach Neu-Ulm. Wie gern wäre ich dabei gewesen.

In dieser Kette standen sie alle Schulter an Schulter: Mütter mit ihren Kindern, Arbeiter, Studenten und  Großeltern. Jene die gezeichnet vom Weltkrieg die Schrecken noch in Echtzeit kannten. Jeder Einzelne von ihnen mutierte in diesem geschichtsträchtigen Moment zu einem unbesungenen Helden des Friedens und der Menschlichkeit. Sie hielten sich fest an den Händen, gefestigt von dem Gedanken, diese Kette der Solidarität niemals abreißen zu lassen. Ihr warmer Atem trotzte der bissigen Kälte des herbstlichen Wetters und der Logik der militärischen Abschreckung. Wo mächtige Generäle in sterilen Bunkern den Untergang planten, setzten diese mutigen Bürger ein unerschütterliches Zeichen der Liebe! Es war der strahlende Höhepunkt einer Bewegung, die der Welt bewies, dass die stärkste Kraft auf Erden nicht in den zerstörerischen Sprengköpfen der Raketen liegt, sondern im unbändigen, gemeinsamen Willen der Menschen, die für eine Welt ohne atomare Bedrohung einstehen. Sie formten einen lebendigen Schutzwall gegen den drohenden Krieg, ein unvergessliches Symbol der Hoffnung, das bis heute als leuchtendes Beispiel für Zivilcourage und den unerschütterlichen Glauben an eine friedliche Zukunft der Menschheit fortlebt und bis in alle Ewigkeiten nachhallt. Diese Menschen bleiben unvergessen!

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Deutschland Heute: Friedensantrag Sachsen-Anhalt


Guten Morgen liebe Leser,

letzter Tag der Woche und heute beschäftigen wir uns mit was speziellem. Gestern schrieb mir ein Mitglied unserer Partei, er sei irritiert weil: ".. nach dem BSW Antrag mit der Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt, alle nur über die Unterstützung der AfD reden und kaum jemand über den wichtigen und richtigen Inhalt..." und ja damit liegt er richtig! In der "online  Recherche" auf Insta, X und verschiedenen Facebookgruppen fiel mir auch auf dass auch kaum jemand den Antrag eigentlichen wirklich kennt, geschweige denn gelesen hat. Darum geht es hier zum Antrag:  Drucksache 9/31 - Friedensgespräche in der Ukraine statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine 

Was hier in zwei sehr einfachen Punkten gefasst ist ist eine Kehrtwende in Deutschland. Ich Zitiere:

"

1. Die Politik der gegen Russland gerichteten Sanktionen, der wirtschaftlichen Embargos und der Waffenlieferungen und finanziellen Hilfen an die Ukraine ist gescheitert. Die einseitige Parteinahme des Westens im Ukrainekrieg hat nicht dazu beigetragen, den Krieg zu beenden, sondern sie verlängert das Leiden der Bevölkerung und erhöht das Risiko der Ausweitung des Krieges auf weitere Staaten. Durch den gegen Russland gerichteten Energie- und Wirtschaftskrieg werden Industrie, Gewerbe und Handel in Deutschland und unsere Bürger massiv geschädigt.

2. Der Landtag fordert die Landesregierung daher auf, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere durch eine entsprechende Initiative im Bundesrat, für eine Verhinderung der weiteren Eskalation in der Ukraine und für die Verwirklichung einer friedensschaffenden Politik einzusetzen. Der Fokus ist auf Diplomatie zu legen. Notwendig sind ein sofortiger Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland. Eingebettet in ein Abkommen über einen Waffenstillstand muss es zu einer Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland kommen. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland müssen sofort aufgehoben werden. Die Unterstützung der Ukraine mit Finanzmitteln ist sofort einzustellen, soweit sie über humanitäre Hilfe hinausgeht. Waffenlieferungen an die Ukraine sind auszusetzen. Zusätzliche Rüstungsgüter verlängern den Krieg und erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation. Im Rahmen einer langfristigen Friedensordnung ist auf den Status der Ukraine als neutraler Staat hinzuwirken.

"

Ich finde es ist auch ein einmaliger, beispielhafter Vorgang. Zwei Parteien die unterschiedlicher nicht sein könnten, einigen sich in der einen essentiellen Sachpolitischen Frage. Krieg oder Frieden! Da wo der (noch) Reisekanzler und seine Freizeitregierung versagt. Wo Landesväter und Mütter der Mut verlässt, handelt man in Sachsen-Anhalt. Das ein Bundesland keinen Krieg beendet ist doch vollkommen klar. Und das die Altparteien im Bundesrat diese so wichtige Initiative boykottieren werden ist auch klar. Aber das Zeichen ist gesetzt und in die Welt gegangen. Im Ausland nimmt man übrigens diese Initiativer sehr wohlwollen wahr. Deutschland will Frieden! Die Mehrheit in Sachsen-Anhalt will Frieden. Und endlich spricht es ein Parlament aus! Die Deutschen wollen keine Zahlmeister für fremde Kriege sein!

Natürlich nicht alle. Der Einheitsblock aus Linke, Grüne, SPD und CDU haben den Frieden abgelehnt. Und das nicht nur weil sie ein Problem mit der AfD-Beteiligung haben, weil sie ihre Tröge flöten gehen sehen, sondern weil sie den Frieden und die Bemühungen darum hassen. Ja sie verachten den Frieden! Anders kann man diesen Wahnsinn sonst nicht feststellen. Die einen weil sonst ihr Kanzler sonst kein Thema mehr hätte um von seinem innerpolitischen Versagen abzulenken. Die Anderen weil sie an Rüstung und Waffenlobby gekettet sind. Andere sind in ihrer vermeintlich richtigen Moral so verblendet und gefangen, dass klarer Menschenverstand vollkommen verloren scheint! Sie ignorieren mit voller Leidenschaft das Leid der Menschen in diesem Krieg. Zu erkennen bei der Abstimmung selber. BSW und AfD stimmten zu und brachten diesen richtigen und wichtigen Antrag durch, der Einheitsblock blamierte sich und lehnte den Frieden einfach ab. Sie werden sich vor der Geschichte verantworten müssen!

Wer mehr zur Debatte erfahren will findet alle Beiträge und eine etwas befremdlich eingefärbte Einleitung hier: https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/artikel/frieden-in-der-ukraine-um-jeden-preis

Kümmern muss sich aktuell Ministerpräsident Schulze um die Umsetzung, dieser hat schon angekündigt dieses Anliegen zu boykottieren, zu verzögern und zu verweigern. So sieht Kriegstreiberei aus, meiner Meinung nach. Beschämend !

Zum Abschluss hier noch die grandiose Rede von Dr. Claudia Wittig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende des BSW im Landtag von Sachsen-Anhalt!



Mittwoch, 7. Oktober 2026

Wusstest du das ? 07.10.2023


--- 

Es war ein Samstagmorgen, der die Welt in ihren Grundfesten erschüttert hat. Als am 7. Oktober 2023 die Sirenen über Israel ertönten, ahnte vermutlich noch niemand, dass dieser Tag als der dunkelste Moment in der modernen Geschichte des jüdischen Volkes seit der Schoa eingehen würde. Was als koordinierter Überraschungsangriff der Terrororganisation Hamas begann, entfesselte eine Welle der Brutalität, die in ihrer Grausamkeit kaum in Worte zu fassen ist. In den Kibbuzim entlang des Gazastreifens und auf den Tanzflächen des Supernova-Festivals wurde das unbeschwerte Leben von einer Sekunde auf die andere ausgelöscht. Gerade dieses lässt mich nur beschwerlich neutral bleiben. Als Musiker bin ich auf Festivals daheim und diese friedliche Unbeschwertheit so zu zerschlagen. Wie Tiere über feiernde Jugendliche herzufallen ... Nur Unmenschen sind dazu in der Lage! Rund 1.200 Menschen wurden an diesem Tag aus dem Leben gerissen. Väter, Mütter, Großeltern, Jugendliche und Kleinkinder. Sie wurden in ihren eigenen Betten überrascht und ermordet, auf den Straßen gejagt und in Schutzräumen hingerichtet. Es war ein beispielloser Zivilisationsbruch, der tiefe, nicht verheilende Wunden in der Seele einer ganzen Nation und der weltweiten jüdischen Gemeinschaft hinterlassen hat.

Das maßlose Leid, das an diesem Tag seinen Anfang nahm, lässt sich bis heute nicht in nackten Zahlen messen. Es lebt fort in den Augen der Überlebenden, die das Unbeschreibliche mit ansehen mussten. Es hallt wider in den leeren Zimmern der 251 Menschen, die als Geiseln brutal verschleppt wurden, ein monatelanges, grausames Martyrium im Dunkeln der Tunnel von Gaza, der Hamas, das für viele mit dem Tod endete und deren Heimkehr oft nur noch schmerzhafte Gewissheit über ihren Verlust brachte. Jede einzelne Familie, die seither um ein Kind, einen Partner oder ein Elternteil trauert, trägt eine Last, die keine Zeit der Welt jemals vollständig lindern kann. Dieses Trauma hat sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt und erinnert auf schmerzhafte Weise an die dunkelsten Kapitel der Schoa. Ein Sprichwort sagt sinngemäß , wer nur ein Leben rettet - rettet die ganze Welt. Was ist dann bitte mit solchen Mördern...

Doch die Schockwellen dieses Angriffs reichten weit über die Grenzen des Nahen Ostens hinaus. Die unmittelbare Folge war ein verheerender Vernichtungskrieg, der die gesamte Region in eine Spirale der Gewalt stürzte und unzählige weitere unschuldige Menschenleben forderte. Leid gebiert Leid, und die Bilder von Zerstörung, Flucht und Tod auf beiden Seiten der Grenze verdeutlichen die bittere Tragik dieses uralten Konflikts. Jedes verlorene Menschenleben ist eine Tragödie für sich, und das anhaltende Leid der Zivilbevölkerung mahnt uns täglich an die Zerbrechlichkeit des Friedens und der menschlichen Existenz.

Besonders besorgniserregend sind die globalen Nachwirkungen: Seit diesem Tag erleben wir weltweit, auch mitten in Europa, einen erschreckenden und schmerzhaften Anstieg von Antisemitismus. Jüdinnen und Juden müssen wieder Angst haben, wenn sie Synagogen besuchen, ihre Kinder in den Kindergarten bringen oder sich öffentlich zu ihrer Identität bekennen. Das ist unerträglich. Es darf in einer aufgeklärten, humanen Welt keine Debatte darüber geben, dass jüdisches Leben bedingungslos geschützt werden muss. Der Schutz jüdischen Lebens ist kein verhandelbares politisches Gut, sondern ein historischer und moralischer Imperativ, das Fundament unserer gemeinsamen Zivilisation. Wenn jüdisches Leben bedroht ist, ist die Freiheit von uns allen in Gefahr. Umso erschreckender die Vorstellung das der mutmaßlich parlamentarische Arm des Antisemitismus in einer Regierung der Bundeshauptstadt in Verantwortung kommen könnte. Und das nach unserer Geschichte ...

Gleichzeitig lehrt uns diese andauernde Tragödie, dass der Wert des menschlichen Lebens universell ist. Alles menschliche Leben muss geschützt werden, ungeachtet von Nationalität, Religion oder Herkunft. Jedes Kind, ob in Israel oder im Gazastreifen, hat das fundamentale Recht, in Sicherheit, Würde und ohne Angst vor Bomben oder Terror aufzuwachsen. Die Menschlichkeit darf in den Trümmern des Krieges nicht verloren gehen. Der 7. Oktober steht nun auch als ewiges, mahnendes Mahnmal dafür, wohin Hass, Entmenschlichung und Fanatismus führen. Er zwingt uns zum Innehalten, zum Nachdenken und zu der Erkenntnis, dass der Weg aus dem ewigen Kreislauf des Leids nur über die kompromisslose Achtung der Menschenwürde und des Lebens führen kann. Wir sind es den Opfern schuldig, den Schmerz nicht verblassen zu lassen, die Opfer des islamistischen Terrors nicht zu vergessen und uns tagtäglich für eine Welt einzusetzen, in der das Leben über den Tod und das Mitgefühl über den Hass triumphiert.

Freitag, 2. Oktober 2026

Wusstest du das ? : 02.10.1984


 Liebe Leser,

wusstet ihr das ? Rückblich ... Es ist der 2. Oktober 1984. Weit abgelegen in der kargen Steppe der Kasachischen Sowjetrepublik wirbelt der warme Wind der letzten Herbsttage Staub auf, während am Himmel eine Kapsel an ihren gewaltigen Fallschirmen der Erde entgegengleitet. An Bord der Raumfähre Sojus T-11 befinden sich drei tapfere Männer, die in diesem Moment lebende Geschichte schreiben: Kommandant Leonid Denissowitsch Kisim, Bordingenieur Wladimir Alexejewitsch Solowjow und der Bordarzt und Forschungskosmonaut Oleg Jurjewitsch Atkow. Hinter diesen Männern liegt eine absolut krasse Odyssee. Während der sowjetischen Mission Saljut 7 EO-3 haben sie unglaubliche 237 Tage, fast acht Monate in der permanenten Schwerelosigkeit an Bord der Raumstation Saljut 7 verbracht. Einfach nur heftig. Als die Kapsel mit einer harten Erschütterung aufsetzt, bricht für die Menschheit eine neue Ära der orbitalen Weltraumforschung an. Sie haben alle bisherigen Langzeitaufenthalte im All übertroffen und bewiesen, dass der Mensch kein rein irdisches Wesen bleiben muss. Der erste Schritt zur orbitalen und multiplanetaren Rasse. 

Doch die Reise der drei Kosmonauten war kein friedlicher Routineflug, sondern ein nervenaufreibender Kampf gegen die Tücken der Technik und die unerbittliche und menschenfeindliche Isolation des Kosmos. Die sowjetische Station Saljut 7 war zu diesem Zeitpunkt bereits gezeichnet von den Strapazen früherer Missionen. Kurz nach der Ankunft kam es zu einer schweren Krise: Ein Defekt im Antriebssystem führte zu einem massiven Treibstoffleck in einer der Hauptleitungen. Ohne eine Reparatur drohte der Station das unkontrollierte und dramatisch unvorstellbare Ende. In spektakulären, kräftezehrenden Außenbordeinsätzen (EVAs genannt) mussten Kisim und Solowjow das Unmögliche möglich machen. Da es an der Außenhülle im Heckbereich keinerlei Haltegriffe gab, balancierten die Kosmonauten auf einer eilig konstruierten Arbeitsplattform des angedockten" Progress-Frachters". Unter extremen Bedingungen, zwischen eisiger Dunkelheit und blendendem Sonnenlicht, führten sie insgesamt fünf riskante Weltraummissionen durch, verlegten Umgehungsleitungen und montierten zusätzliche Solarpaneele, um die Energieversorgung der Station zu retten. Während Atkow von drinnen die Systeme überwachte, bewiesen seine Kollegen draußen im Vakuum eiserne Nerven. Es war die bis dahin komplexeste Reparaturmission im freien Weltraum und ein eindrucksvoller Beweis für die Improvisationskunst und Überlebensfähigkeit sowjetischer Raumfahrer. Neben den meisterhaften technischen Meisterleistungen war es vor allem die wissenschaftliche und medizinische Dimension, die diese Mission so unschätzbar wertvoll machte. Mit an Bord war erstmals ein praktizierender Kardiologe: Oleg Atkow. Seine primäre Aufgabe bestand darin, den eigenen Körper und den seiner Kameraden lückenlos zu überwachen. Bis zu diesem Zeitpunkt war völlig unklar, wie der menschliche Organismus auf eine fast dreivierteljährige Abwesenheit von der Schwerkraft reagieren würde. Drohte der irreversible Verfall von Muskeln und Knochen? Würde das Herz-Kreislauf-System versagen? Keine Simulation auf Erden hätte hier schlüssige Ergebnisse liefern können.

Atkow führte im Orbit bahnbrechende echokardiografische Untersuchungen durch und analysierte die Veränderungen des Blutvolumens und der Knochendichte unter Schwerelosigkeit. Er entwickelte maßgeschneiderte Trainingsprogramme auf schiffseigenen Laufbändern und Ergometern, um dem massiven Muskelabbau entgegenzuwirken. Diese engmaschige medizinische Begleitung war ein historischer Meilenstein auf dem bis heute die moderne Raumfahrt aufbaut, Die gewonnenen Daten lieferten der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft die ersten verlässlichen Erkenntnisse darüber, wie sich Langzeitaufenthalte im All auf die menschliche Psyche und Physis auswirken. Sie bewiesen, dass der menschliche Körper durch gezieltes Training und medizinische Aktionen in der Lage ist, monatelang im All zu überleben und danach erfolgreich zur Erde zurückzukehren. Die sichere Rückkehr der Besatzung von Saljut 7 EO-3 im Herbst 1984 erschütterte die Fundamente dessen, was man in der Raumfahrt für machbar hielt. Mitten im Kalten Krieg setzten die sowjetischen Forscher ein unübersehbares Zeichen. Die 237 Tage im All waren kein Selbstzweck: Sie legten den evolutionären Grundstein für alles, was folgen sollte. Ohne die Erkenntnisse dieser Mission wäre der Bau und der jahrzehntelange Betrieb der späteren permanent bewohnten Raumstation Mir und der heutigen Internationalen Raumstation (ISS) schlicht undenkbar gewesen. Kisim und Solowjow nutzten diese Erfahrungen sogar so fundamental, dass sie 1986 den historisch ersten "fliegenden Wechsel" zwischen zwei Raumstationen vollführten, als sie von der Mir zurück zur alten Saljut 7 flogen.

Für die moderne Wissenschaft ist das Erbe von 1984 das Fundament für zukünftige interplanetare Reisen. Wenn die Menschheit jemals den Mars betreten oder dauerhafte Basen auf dem Mond errichten will, muss sie Flüge bewältigen, die viele Monate oder Jahre dauern. Die Pionierarbeit von Kisim, Solowjow und Atkow hat bewiesen, dass die biologischen Barrieren des Weltalls überwindbar sind. Sie haben der Welt gezeigt, dass der Weltraum kein unerreichbarer, feindlicher Ort bleiben muss, sondern ein Arbeitsplatz und eine Heimat für die Menschheit werden kann. Ihr Flug war der finale Schritt aus der Wiege der Erde hinein in die endlose Tiefe des Kosmos. Der Weg weg vom kriegerischen Untereinander hin zur multiplanetaren Rasse als gesamte Menschheit kann nur die Antwort auf diese gesetzte Leistung der Kosmonauten sein.

Mittwoch, 30. September 2026

Deutschland Heute: Sachsen-Anhalt aber wie ?


Liebe Leser,

ihr habt mich jetzt mehrfach gefragt wo ich eine sachpolitische Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD in Sachsen-Anhalt möglich sehen könnte. Nun gut. Eine sachpolitische Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD in Sachsen-Anhalt wäre theoretisch in mehreren Politikfeldern möglich, ohne dass daraus automatisch eine Koalition entstehen müsste. Betrachtet man die Wahlprogramme beider Parteien zur Landtagswahl 2026, finden sich neben erheblichen politischen Unterschieden auch konkrete Überschneidungen. Der entscheidende Ansatz für eine solchen Zusammenarbeit wäre deshalb nicht die Frage, welche Partei einen Antrag stellt, sondern ob dessen Inhalt mit den eigenen politischen Zielen vereinbar ist. Wenn der Himmel blau ist dann ist er für uns nicht Grün nur weil die Grünen es erzählen. Das BSW Sachsen-Anhalt hat diesen Gedanken mit dem sogenannten „Magdeburger Weg“ selbst aufgegriffen. Vorgeschlagen wird eine sachbezogene Politik mit wechselnden Mehrheiten und dem Vorschlag eines überparteilichen Ministerpräsidenten. Als unsere Felder nennt das BSW unter anderem Bildung, Pflege, bezahlbare Energie, innere Sicherheit, eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wobei ich ja für die Abschaffung dieser Geldverbrennungsmaschine bin, aber gut, und den Schutz der Meinungsfreiheit. Welche Felder wären also inhaltlich Kompatibel gestaltbar?

Energie und Industriepolitik

Eine der deutlichsten Überschneidungen finde ich liegt bei der Energiepolitik. Das BSW fordert eine Senkung der Energiesteuern, die Abschaffung der unsinnigen CO₂-Abgabe und politische Initiativen für niedrigere Energiepreise. Im Wahlprogramm wird dies ausdrücklich mit dem Erhalt der Industrie und der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen verbunden. Mir fehlt tatsächlich und ihr wisst ich sage es offen das Thema Atomkraft. Ich halte diese Energiequelle neben Wind, Wasser, Sonne und Biogas für die Wichtigste in Zukunft. Auch die AfD setzt auf niedrigere Energiepreise und eine Abkehr von wesentlichen Elementen der gegenwärtigen Energie- und Klimapolitik. Beide Programme wenden sich zudem gegen milliardenschwere Subventionen für einzelne internationale Großunternehmen und betonen stärker die Förderung von Mittelstand, Handwerk und regionaler Wirtschaft. Denkbar wären daher gemeinsame Bundesratsinitiativen zur Senkung von Stromsteuern oder die CO₂-Kosten oder sowie Initiativen zur Wiederaufnahme günstigerer Energieimporte aus Russland. Auch bei Krediten und Bürgschaften für kleine und mittlere Unternehmen oder bei der Förderung von Meisterausbildungen gibt es programmatische Überschneidungen. Das ist allerdings keine vollständige Übereinstimmung in der Klima- und Energiepolitik. Das BSW erkennt Klimaschutz grundsätzlich als politische Aufgabe an, verbindet ihn aber stärker mit sozialen und wirtschaftlichen Kriterien. Die AfD lehnt dagegen wesentliche Grundlagen der derzeitigen Klimapolitik grundsätzlich ab soweit ich das in ihrem Programm erkennen konnte.

Mittelstand, Handwerk und Landwirtschaft

Ein weiteres wichtiges Feld wäre die Wirtschaftspolitik. Unsere Parteien stellen Mittelstand, Handwerk und Landwirtschaft stärker in den Mittelpunkt als die Förderung einzelner Großkonzerne. Übereinstimmungen bestehen da beispielsweise bei einer stärkeren Förderung von Meistergründungen, besser ausgestatteten Berufsschulen, leichter zugänglichen Landeskrediten und Bürgschaften und beim Abbau bestimmter Dokumentations- und Berichtspflichten für landwirtschaftliche Betriebe. Ich finde da auch viele Beispiele aus meiner langjährigen Berufserfahrung in der Industrie. Wenn du mehr dokumentieren musst wie du Produzierst, dann stimmt da was nicht! Auch hier basiert vieles auf dem grünideologischen Irrsinn der letzten Jahre. Gerade hier könnte sachpolitische Zusammenarbeit vergleichsweise pragmatisch aussehen: Ein Antrag zur Meisterausbildung müsste nicht Bestandteil eines großen politischen Gesamtpakets sein. Gleiches gilt für die Finanzierung von Berufsschulen oder Förderprogramme für regionale Betriebe. Hier gerade im ländlichen Raum!

Bildung und ländlicher Raum

Auch in der Bildungspolitik gibt es einzelne auffällige Gemeinsamkeiten. Unsere Programme sprechen sich beide beispielsweise für die vollständige Lernmittelfreiheit aus. Bildung MUSS eben unabhängig vor Geldbeutel der Eltern sein. Ebenso wollen beide kleinere Grundschulen im ländlichen Raum erhalten, (ich halte auch ein Förderprogramm für "Zwergschulen" sinnvoll) und Familien bei Kita- und Bildungskosten stärker entlasten. Kostenfreie Krippen und Kitas sowie kostenlose Mittagessen haben wir ebenfalls beide im Programm und ich finde es nur richtig! Auch gegenüber einer zu frühen und umfassenden Digitalisierung des Unterrichts zeigen unsere Programme echte Skepsis. Maßnahmen zur Begrenzung der Nutzung von Smartphones und Tablets in unteren Klassenstufen könnten deshalb ebenfalls Mehrheiten finden. Ohne wird es zwar nicht mehr gehen. Aber wer bei der Einschulung keinen Stift halten kann sollte erstmal hier Anfangen! Gleichzeitig liegt hier auch eine klare Grenze: Das BSW will Kinder länger gemeinsam lernen lassen, während die AfD das gegliederte Schulsystem stärken möchte. Ich muss zugeben ich verstehe die Intension meiner Partei, halte aber in der Erfahrung und Praxis die ich erleben durfte das gegliederte Schulsystem für besser. Aber das ist nur meine persönliche Meinung bzw Einschätzung. Sachpolitische Zusammenarbeit wäre deshalb bei konkreten Fragen wie Lehrermangel, Schulstandorten oder Lernmittelfreiheit wesentlich leichter vorstellbar als bei einer grundlegenden Reform der Schulstruktur.

Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz

Ein weiteres großes Überschneidungsfeld ist die innere Sicherheit. Das BSW fordert unter anderem mindestens 7.000 Polizeibeamte bis 2028, eine stärkere Präsenz der Polizei in Städten und im ländlichen Raum sowie bessere Arbeits- und Besoldungsbedingungen. Und ja es ist der richtige Weg finde ich. Auch die AfD fordert eine personelle Stärkung von Polizei und Sicherheitsbehörden. Beide Programme enthalten außerdem Forderungen nach einer besseren Ausstattung der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes. Denkbar wären gemeinsame Beschlüsse über zusätzliche Polizeistellen, höhere Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Feuerwehrleute oder regelmäßige Katastrophenschutzübungen. Auch finde ich Schulprogramme wären sinnvoll in denen man den Kindern wieder nahebringt wie wichtig unsere Blaulichtfamilie ist und sie hat unseren Respekt verdient! Interessant ist zudem, dass beide Parteien bestimmte Tätigkeiten des Verfassungsschutzes kritisch betrachten. Überschneidungen bestehen insbesondere bei der Kritik an der Kategorie der sogenannten „verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“. 

Direkte Demokratie und Meinungsfreiheit

Auch bei Bürgerbeteiligung und direkter Demokratie existieren Gemeinsamkeiten. Beide Parteien wollen die Hürden für Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide senken. Das BSW fordert ausdrücklich mehr Bürgerentscheide und verbindliche Beteiligungsmöglichkeiten. So soll es auch sein! Die Menschen haben die Nase voll von diesen Feudalherren die über ihre Köpfe hinweg Unfug beschließen. Hinzu kommt die Kritik beider Parteien an staatlicher oder gesellschaftlicher Einschränkung legaler Meinungsäußerungen. Das BSW fordert beispielsweise, dass grundsätzlich jede legale Meinungsäußerung geschützt werden müsse, und kritisiert staatlich finanzierte Strukturen, wenn diese zur parteipolitischen Beeinflussung gesellschaftlicher Debatten eingesetzt werden. Hier sollte man sich diesen steuerfinanzierten NGO Komplex mal genauer ansehen. Auch eine parlamentarische Aufarbeitung der Corona-Politik findet sich bei beiden Parteien. Ein Untersuchungsausschuss zu den politischen Entscheidungen während der Pandemie wäre deshalb ein weiteres wichtiges gemeinsames parlamentarisches Projekt. 

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Besonders deutlich sind Überschneidungen bei der Kritik am bestehenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Das BSW fordert in Sachsen-Anhalt die Kündigung des Medienstaatsvertrages mit dem Ziel einer grundlegenden Neuverhandlung der Rundfunkordnung. Vorgesehen sind unter anderem stärkere Staatsferne, mehr Transparenz, eine stärkere Beteiligung der Beitragszahler und eine breitere Meinungsvielfalt. Auch die AfD fordert grundlegende Veränderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Über die genaue zukünftige Struktur bestehen Unterschiede, aber parlamentarische Initiativen zur Neuverhandlung des Medienstaatsvertrages, zur Begrenzung von Kosten oder zur Stärkung von Transparenz könnten deshalb grundsätzlich Schnittmengen bieten. Meine Meinung dazu kennt ihr ja :-)

Migration: Schnittmengen, aber mit deutlichen Grenzen

Komplizierter wird es bei der Migration. Beide Parteien fordern eine konsequentere Durchsetzung bestehender Ausreisepflichten und stehen einer immer stärkeren Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte kritisch gegenüber. Hier wären einzelne gemeinsame Beschlüsse denkbar. Diese wären aber auch extrem landesspezifisch finde ich. Die grundsätzlichen Konzepte unterscheiden sich jedoch. Das BSW bekennt sich zum Grundrecht auf Asyl, will arbeitende und anerkannte Migranten integrieren, ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkennen. Die AfD verfolgt hier ein deutlich anderes Konzept und steht insbesondere der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt wesentlich ablehnender gegenüber. Eine Zusammenarbeit wäre deshalb eher bei einzelnen Fragen des Vollzugs möglich als bei einer gemeinsamen umfassenden Migrationspolitik. Schreibt mir wen ihr das anders seht.

Die vielleicht größte Trennlinie: Staat und Haushalt

Die meiner Meinung nach erheblichste programmatische Differenz liegt in der Finanz- und Sozialpolitik. Das BSW fordert umfangreiche staatliche Investitionen in Schulen, Krankenhäuser, Verkehr, Energieversorgung und kommunale Infrastruktur und stellt sich gegen eine Politik des „Kaputtsparens“. Das hatten wir die letzten Jahre genug! Die AfD legt dagegen größeren Wert auf die Einhaltung der Schuldenbremse (like alte CDU) und einen schlankeren Staat. Damit entsteht ein mutmaßlicher Konflikt darüber, wie gemeinsame Projekte finanziert werden sollen. Selbst wenn beide Parteien beispielsweise eine bessere Ausstattung von Schulen oder Polizei wollen, können sie bei der Frage auseinanderliegen, ob dafür zusätzliche Schulden aufgenommen, Ausgaben umgeschichtet oder staatliche Aufgaben reduziert werden sollen. Aber hier finden sich gewiss sinnvolle Kompromisse.

Sachpolitik statt politischem Gesamtbündnis

Aus den Wahlprogrammen ergibt sich damit kein einheitliches gemeinsames politisches Projekt was z.B. in einer Koalition für Sachsen-Anhalt Sinn machen würde. Es existieren aber mehrere konkrete Bereiche, in denen wechselnde parlamentarische Mehrheiten theoretisch möglich wären: bezahlbare Energie, Mittelstand und Handwerk, einzelne Maßnahmen in der Bildungspolitik, Polizei und Katastrophenschutz, direkte Demokratie, Corona-Aufarbeitung sowie Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Koalition und sachpolitischer Zusammenarbeit. Eine Koalition verlangt einen gemeinsamen politischen Rahmen und Kompromisse über nahezu sämtliche Politikfelder. Eine sachbezogene Zusammenarbeit kann dagegen bedeuten, dass zwei Parteien am Montag gemeinsam für mehr Polizeistellen stimmen und am Mittwoch bei Sozial-, Bildungs- oder Haushaltspolitik gegeneinander abstimmen. Das nennt man Demokratie liebe Altparteien ;-) solltet ihr probieren.

Der vom BSW Sachsen-Anhalt vorgeschlagene „Magdeburger Weg“ zielt ausdrücklich auf eine solche Konstruktion mit wechselnden Mehrheiten. Das BSW erklärt darin, mit politischen Kräften zusammenarbeiten zu wollen, die konkrete Projekte mittragen, nennt aber zugleich eigene Bedingungen – insbesondere eine friedenspolitische Orientierung und die Ablehnung einer stärkeren wirtschaftlichen Abhängigkeit Sachsen-Anhalts von Rüstungsproduktion. 

Damit würde sich die entscheidende politische Frage nicht nur daran entscheiden, wer einen Antrag einbringt, sondern daran, was in diesem Antrag steht. Wo sich Wahlversprechen überschneiden, könnten gemeinsame Mehrheiten entstehen; wo die Programme auseinandergehen, würden unterschiedliche Mehrheiten benötigt. Das wäre keine programmatische Verschmelzung von BSW und AfD, sondern ein parlamentarisches Modell, bei dem Zustimmung oder Ablehnung jeweils an der konkreten Sachfrage festgemacht wird.

Ich gebe zu das könnte funktionieren, warum denn auch nicht!

Freitag, 3. Juli 2026

Der Wert einer schweigenden Demokratie!?

 

Der Wert einer schweigenden Demokratie!?

Hat eine Partei, die nicht mit einer anderen Partei redet, in einer Demokratie überhaupt einen Wert?

Demokratie ist weit mehr als das regelmäßige Abhalten von Wahlen. Sie ist unsere Kultur des Miteinanders. Der Versuch im Streit, des Ringens um die bessere Lösung und der Bereitschaft, politische Konflikte nicht mit Gewalt oder Unterdrückung, sondern mit Worten, Argumenten und Mehrheiten auszutragen. Parlamente wurden geschaffen, damit unterschiedliche Weltanschauungen aufeinandertreffen, sich widersprechen und dennoch innerhalb eines gemeinsamen Rahmens nach Lösungen suchen. Gerade deshalb stellt sich eine grundlegende Frage: Welchen Wert hat eine politische Partei in einer Demokratie, wenn sie sich grundsätzlich weigert, mit einer anderen demokratisch gewählten Partei überhaupt zu sprechen?

Diese Frage ist aktueller den je und unbequem. Sie fordert dazu auf, über den Kern unserer demokratischen Ordnung nachzudenken. Denn Demokratie bedeutet nicht nur, das eigene Programm zu vertreten. Sie verlangt auch, sich der Auseinandersetzung mit anderen Positionen zu stellen, selbst dann, wenn diese unbequem, provokant oder den eigenen Überzeugungen völlig entgegengesetzt sind. Politik lebt aber vom Konflikt. Gäbe es keine unterschiedlichen Auffassungen über Wirtschaft, Soziales, Migration, Außenpolitik oder Bildung, wären Parteien überflüssig, wir hätten den Weg zurück zur Einheitspartei gefunden...mag für einige ein Lebenstraum sein, hat aber mit Demokratie nichts zu schaffen. Der Sinn von Demokratie besteht gerade darin, diese Unterschiede friedlich auszutragen. Das Parlament ist deshalb kein Ort der Harmonie. Es ist ein Ort der fairen und offenen Konfrontation. Worte ersetzen dort Waffen. Debatten ersetzen Gewalt. Abstimmungen ersetzen Machtkämpfe auf der Straße. Auch wenn das einigen extremistischen Kräften im Land nicht gefällt, Gewalt darf NIE WIEDER Mittel von politischen Auseinandersetzungen sein.

Wer sich jedoch weigert, überhaupt noch miteinander zu sprechen, verlässt einen wesentlichen Teil dieses demokratischen Gedankens. Das gilt im übrigen auch vom Verweigern von parlamentarischen Rechten und Pflichten, bis zur Verweigerung von rechtmäßigen Neuauszählungen bei einer Fehlerhaften Wahl. Dabei muss man klar unterscheiden zwischen Zusammenarbeit und Kommunikation. Niemand kann einer Partei vorschreiben, mit wem sie eine Koalition eingeht oder gemeinsame Gesetzesvorhaben entwickelt. Parteien dürfen rote Linien ziehen. Sie dürfen sagen, dass sie mit bestimmten politischen Vorstellungen keine Regierungsverantwortung teilen möchten. Das ist Ausdruck ihrer politischen Identität und ihrer Verantwortung gegenüber ihren Wählern und Interessensgruppen oder wie bei alten Parteien, ihren Geldgebern und Großspendern.

Etwas anderes ist jedoch die grundsätzliche Verweigerung des Dialogs.

Denn Demokratie verlangt nicht, dass man sich einig wird. Demokratie verlangt lediglich, dass man bereit ist, dem politischen Gegner zuzuhören und seine Argumente mit eigenen Argumenten zu beantworten. Wer Diskussionen verweigert, ersetzt den demokratischen Wettstreit der Ideen durch Ausgrenzung. Er signalisiert, dass bestimmte Positionen gar nicht mehr diskutiert werden sollen. Damit entsteht die Gefahr, dass politische Auseinandersetzungen nicht mehr durch Überzeugung, sondern durch moralische Scheuklappen und Abschottung geführt werden. Gerade Parlamente sind keine Freundschaftsvereine. Dort sitzen Menschen mit völlig unterschiedlichen Weltanschauungen. Liberale treffen auf Sozialisten, Konservative auf Progressive, Ökologen auf Wirtschaftsliberale, Pazifisten auf Kriegsgeile Rüstungsprofiteure. Niemand erwartet, dass sie sich mögen. Aber jeder darf erwarten, dass sie miteinander reden. Der eigentliche Gegner einer Demokratie ist nicht die Meinungsverschiedenheit. Ihr größter Feind ist die Sprachlosigkeit! Wer nicht mehr miteinander spricht, sondern sich lieber blockiert, angreift oder schikaniert kann auch keine Missverständnisse aufklären. Er kann keine Kompromisse finden und keine Gemeinsamkeiten entdecken. Selbst dort, wo am Ende keine Einigung erzielt wird, hat das friedliche Gespräch immer einen Wert. Es macht politische Entscheidungen nachvollziehbar, transparent. Bürger können beobachten, welche Argumente vorgetragen wurden und welche Position sie überzeugen. Und auch wenn Grüne, SED LINKE und SPD es nicht hören wollen der WÄHLER und die WÄHLERINNEN bleiben der Souverän !

Viele historische Entwicklungen zeigen, dass Demokratie gerade dann stark war, wenn sie den offenen Streit zugelassen hat. Grüße an die alten Griechen.  Nach den Erfahrungen der europäischen Geschichte entstand die Überzeugung, dass Konflikte nicht unterdrückt, sondern institutionalisiert werden müssen. Das Parlament ist genau dieser Ort. Wer dort erscheint, akzeptiert die Spielregeln des demokratischen Wettbewerbs. Deshalb sollte jede demokratisch gewählte Partei zunächst als Gesprächspartner im parlamentarischen Verfahren behandelt werden. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ihre Positionen übernommen oder unterstützt werden müssen. Im Gegenteil: Schlechte Argumente verlieren häufig gerade dann an Überzeugungskraft, wenn sie einer offenen Debatte ausgesetzt werden, sieht man bei den Grünen. Demokratie vertraut darauf, dass bessere Argumente sich langfristig durchsetzen.

Die Geschichte kennt viele Beispiele dafür, dass Ausgrenzung politische Konflikte eher verschärft als löst. Menschen, deren politische Überzeugungen dauerhaft ignoriert werden, fühlen sich häufig nicht widerlegt, sondern ausgeschlossen. Es zerschlägt das Vertrauen in demokratische Institutionen. Wer Millionen Wähler pauschal aus dem politischen Gespräch ausschließt, die Wähler als NAZ*S oder Putinknechte beschimpft, läuft Gefahr, den Eindruck zu erzeugen, ihre Stimmen seien zwar bei Wahlen da sind, danach aber keinen Platz mehr im demokratischen Diskurs haben.

Natürlich gibt es Grenzen. Demokratie muss sich gegen Bestrebungen verteidigen dürfen, die sie selbst abschaffen wollen. Das deutsche Grundgesetz ist deshalb als “wehrhafte Demokratie” ausgestaltet. Parteien können unter sehr hohen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen verboten werden. Zuständig dafür ist ausschließlich das Bundesverfassungsgericht. Solange eine Partei jedoch nicht verboten ist und ihre Abgeordneten demokratisch gewählt wurden, nehmen sie ihre Mandate mit denselben parlamentarischen Rechten wahr wie andere Abgeordnete. Auch wenn es manchen Radikalen nicht gefällt! Gerade deshalb sollte zwischen politischer Ablehnung und institutioneller Ausgrenzung unterschieden werden. Eine Partei darf jede Position einer anderen Partei entschieden kritisieren und im besten Fall widerlegen. Sie darf Anträge ablehnen, Koalitionen ausschließen und fairen Wahlkampf gegen ihre Gegner führen. Das alles gehört zur Demokratie. Schwieriger wird es dort, wo selbst das Gespräch verweigert wird und Gewalt auf die Agenda rückt. Denn damit verliert Politik ihre wichtigste Eigenschaft: den Austausch von Argumenten. Ein oft gehörtes Argument lautet, dass Gespräche bestimmten Parteien eine Bühne bieten würden. Dieses Argument verdient eine ernsthafte Betrachtung. Tatsächlich kann Aufmerksamkeit politische Wirkung entfalten. Andererseits ist Schweigen selten geeignet, politische Überzeugungen zu verändern. Menschen lassen sich meist eher durch nachvollziehbare Gegenargumente überzeugen als durch das bloße Signal, über bestimmte Themen werde nicht gesprochen. Gerade im Zeitalter der Aufklärung wird es doch ... ach nee sorry das haben wir ja überwunden :-) Demokratie lebt vom Vertrauen in die Urteilskraft ihrer Bürgerinnen und Bürger. Wer glaubt, dass Wähler mündig sind, muss ihnen auch zutrauen, politische Debatten selbst bewerten zu können. Die beste Antwort auf fragwürdige Positionen ist häufig nicht das Schweigen, sondern die bessere Begründung. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt. Politiker vertreten nicht sich selbst, sie dienen DEM DEUTSCHEN VOLKE. Sie vertreten Bürger. Wenn zwei Parteien nicht miteinander sprechen, betrifft dies nicht nur die Funktionäre. Es betrifft auch die Millionen Menschen, die ihnen ihre Stimme gegeben haben. Diese Bürger haben unterschiedliche Hoffnungen, Sorgen und Interessen. Demokratie sollte Brücken zwischen diesen gesellschaftlichen Gruppen bauen, nicht zusätzliche Mauern errichten. Auch für ihre ehemaligen Erbauer muss irgendwann der Punkt kommen wo man erkennt das dieses Land unsere Heimat genug Mauer hatte!

Dabei darf Gesprächsbereitschaft niemals mit Beliebigkeit verwechselt werden. Wer mit seinem politischen Gegner spricht, gibt seine eigenen Überzeugungen nicht auf. Im Gegenteil: Gute Demokratinnen und Demokraten zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Position überzeugend vertreten können, ohne ihrem Gegenüber das Recht auf Teilnahme am demokratischen Prozess abzusprechen. Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung, befeuert durch den medialen Mainstream, Gebühren-finanziert und unterirdisch, gewinnt diese Haltung an Bedeutung. Soziale Medien schaffen zwar Aufklärung, können aber auch extrem polarisierende Inhalte befördern. Doch statt auf Medienkompetenz und Eigenständige Gedanken zu setzen, setzen übergriffige Parteien einer fraglichen Mehrheit auf Bevormundung und Ausgrenzung. Der politische Gegner erscheint oft nicht mehr als Konkurrent, sondern als Feind. Doch Demokratie ist kein Kampf um die Vernichtung des Gegners. Sie ist ein Wettbewerb um die Zustimmung der Bürger. Nach jeder Wahl sitzen dieselben Menschen wieder gemeinsam im Parlament. Deshalb ist die Fähigkeit zum Gespräch keine Schwäche, sondern eine demokratische Stärke. Wer ausschließlich mit Menschen spricht, die ohnehin derselben Meinung sind, betreibt keine demokratische Debatte. Er organisiert Zustimmung. Demokratie beginnt dort, wo unterschiedliche Auffassungen aufeinandertreffen und dennoch gemeinsame Regeln akzeptiert werden. Letztlich stellt sich daher nicht nur die Frage, welchen Wert eine Partei besitzt, die nicht mehr mit anderen Parteien spricht. Es stellt sich ebenso die Frage, welchen Wert der demokratische Diskurs noch besitzt, wenn Gesprächsverweigerung zu einem normalen politischen Instrument wird. Demokratie braucht Opposition. Demokratie braucht Konflikte. Demokratie braucht leidenschaftliche Debatten. Was sie jedoch nicht braucht, ist die Überzeugung, dass Schweigen und hasserfüllte Ausgrenzung stärker sei als das bessere Argument. Vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Stärke einer freien Gesellschaft: Nicht darin, dass alle dieselbe Meinung vertreten, sondern darin, dass selbst tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten am Ende am Verhandlungstisch, im Parlament und im offenen Wort ausgetragen werden können. Denn wer Demokratie ernst nimmt, muss davon überzeugt sein, dass Argumente stärker sind als Ausgrenzung. Eine Partei gewinnt ihren demokratischen Wert nicht dadurch, dass sie mit allen einer Meinung ist. Sie gewinnt ihn dadurch, dass sie bereit ist, ihre Überzeugungen im offenen Wettstreit der Ideen zu vertreten, ohne Angst vor der Debatte und ohne den politischen Gegner aus dem Gespräch auszuschließen.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob man miteinander einverstanden ist. Die eigentliche Frage lautet, ob man noch bereit ist, miteinander zu reden. Solange diese Bereitschaft besteht, lebt Demokratie. Wo sie verloren geht, beginnt nicht zwangsläufig das Ende der Demokratie, aber ein Stück ihrer politischen Kultur geht verloren.

Dienstag, 31. März 2026

Aufruf zum Ostermarsch des DFG-VK Mannheim am 04.04.26

 

Für die Region, ich unterstütze den Aufruf zum Ostermarsch des DFG-VK Mannheim am 04.04.26

Kommt vorbei, für den Frieden!

Frieden durch Völkerrecht

Ostermarsch 2026 Mannheim

Sa., 04.04.26, 

13 Uhr, Paradeplatz, Start der Demo, 

14:30 Uhr, Alter Meßplatz, Abschluss­kundgebung

"Im Aufruf werden die Mächtigen der Welt aufgefordert auf Diplomatie, internationale Verständigung und das Völkerrecht zu setzen sowie auf Verhandlungen und Abrüstungsabkommen. Statt Wehr­pflicht und Zwangsdienste werden gute Bildung soziale Sicherheit und freiwillige zivile Friedens­dienste gefordert. Statt Ressourcen für Panzer und Kampfjets zu verschwenden, werden Investitio­nen in Soziales und Klimagerechtigkeit gefordert. Mittelstreckenraketen und Atomwaffen machen Städte und ihre Bewohner zu potenziellen Angriffszielen, insbesondere wenn sich dort Militäranla­gen wie das Coleman-Areal in MA-Sandhofen befinden. Gefordert werden daher Vertrauen und Rüstungskontrolle und Abrüstungsverträge, wie sie durch den Druck von unten erzielt werden konnten. „Sei auch Du dabei!“, heißt es im Aufruf. Wir sind dabei. Was ist mit Dir?" ( Quelle DFGVK MA)

Weitere Ostermärsche in eurer Region findet ihr auf der Seite der FRIEDENSKOOPERATIVE.de

(Alle Angaben ohne Gewähr)

Donnerstag, 29. Januar 2026

Liebe Frau Haßelmann

Liebe Frau Haßelmann, liebe Grüne und andere Rüstungsfetischisten.
Nein, wir wollen sie nicht! Eure Panzer, Waffen und Taurus Lieferungen! Wir wollen nicht, dass unsere Kinder für eure Kriegslust und Rüstungsprofite sterben. Und erzählt nicht, es wäre anders. Es geht hier nur um eure finanziellen Interessen. Um die Interessen eurer Freunde! Ginge es euch um die Menschen, um den Frieden, würdet ihr euch um Verhandlungen bemühen und jedes andere Wort dazu ist einfach eine Lüge!
Eine Lüge, die euch Gott sei Dank immer weniger glauben. Und wer die heutige Rede im Bundestag von Frau Haßelmann gehört hat, weiß ganz deutlich, wohin es gehen soll. Es soll uns und unser Land in einen Krieg treiben. Und da werden wir nicht mitspielen!
Nein, meinen Sohn kriegen sie nicht!
Und ich erwarte, dass sie mit meinem und unserem Ihnen anvertrauten Steuergeld die Missstände in unserem Land beheben, die sie auch maßgeblich mit verursacht haben.
Ich möchte nicht, dass sie Kriegsgerät in meinem Namen kaufen. Ich möchte nicht, dass sie Mord und Gewalt von Deutschem Boden aus in die Welt tragen, nicht in meinem Namen! Und das hohe Haus, dass sie mutmaßlich jeden Tag betreten sollten, wird von unserem Steuergeld bezahlt. Ist von dem Steuergeld meiner Vorfahren bezahlt.
Über dem Eingang steht alles, was es zu sagen gilt, wem sie sich verpflichtet fühlen müssen. Sie gehören zu den obersten Angestellten unserer Demokratie, also erfüllen Sie bitte Ihren Arbeitsauftrag und kümmern Sie sich um unsere Interessen!
Und wenn das fertig ist, können wir über alles andere sprechen!

 

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Drohnenpanik – das neue Werkzeug der Angstpolitik!

Drohnenpanik – das neue Werkzeug der Angstpolitik!

Wieder einmal wird in der Bundesrepublik Panik geschürt – diesmal unter dem Deckmantel einer angeblichen „Drohnengefahr“. Kaum ein Tag vergeht, ohne neue Schlagzeilen über angebliche „feindliche Überflüge“ oder „mutmaßliche Spähdrohnen“. Doch was steckt wirklich dahinter?

Während die Bevölkerung in Angst versetzt wird, nutzt die Regierung diese Stimmung, um die nächste Eskalationsstufe zu zünden: Aufrüstung, Militarisierung des Luftraums, und der schleichende Einstieg in einen bewaffneten Konflikt, der längst vorbereitet scheint.

Anstatt Diplomatie, Vernunft und Entspannungspolitik zu fördern, werden Milliarden in Drohnenabwehrsysteme, Luftüberwachung und Rüstungsprojekte gepumpt – bezahlt von den Bürgerinnen und Bürgern. Das Ziel ist klar: Zustimmung erzwingen, wo keine Zustimmung mehr vorhanden ist.

Wer Panik erzeugt, will keine Sicherheit – er will Kontrolle.

Wer Angst verbreitet, sucht keinen Frieden – er sucht Zustimmung zum Krieg.

Es wird Zeit, dass wir diese Manipulation durchschauen.

 

Dienstag, 7. Oktober 2025

Operationsplan Deutschland – was passiert hier eigentlich?

Operationsplan Deutschland – was passiert hier eigentlich?
Unter dem Deckmantel der „Vorsorge“ droht ein Szenario, das tief in das Leben der Menschen eingreift:
Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Nutzung ziviler Infrastruktur für militärische Zwecke, geheime Anweisungen an Verwaltungen – und das alles ohne echte demokratische Kontrolle.
Wir sagen klar:
Sicherheit darf kein Vorwand sein, um Grundrechte auszuhöhlen.
Transparenz statt Geheimhaltung, Schutz der Menschen statt Kriegslogistik!

 

Sonntag, 31. August 2025

1. September – Antikriegstag

1. September – Antikriegstag

Heute jährt sich der Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen – der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Millionen Menschen starben. Dieser Tag mahnt uns unmissverständlich:

Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!

Doch was erleben wir heute? Immer neue Waffenlieferungen, immer neue Kriegsrhetorik, Milliarden für Aufrüstung statt für unsere Kinder, Krankenhäuser und Rentner. Die Bundesregierung macht Deutschland erneut zum Kriegstreiber – statt zur treibenden Kraft für Frieden!

Wir sagen klar:

- Keine Waffenexporte in Kriegsgebiete!

- Nein zur Militarisierung unserer Außenpolitik!

Ja zu Diplomatie, Verständigung und Entspannung statt Eskalation!

Frieden ist kein leeres Wort, sondern unsere Verantwortung. Wer die Schrecken der Vergangenheit ernst nimmt, darf heute nicht schweigen. Der Antikriegstag ist ein Auftrag: Wir kämpfen für Vernunft, Gerechtigkeit und eine Politik des Friedens.

Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus, gegen Aufrüstung, gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht gegen ihr Bestreben, Deutschland in den nächsten Krieg zu führen!

 

Sonntag, 17. August 2025

Aufruf zur Demo am 13.09 in Berlin!

 

Aufruf zur Demo am 13.09 in Berlin!

Gemeinsam mit den Rappern Massiv und Bausa, mit Peter Maffay, Dieter Hallervorden und Gabriele Krone-Schmalz unterstütze ich den Aufruf zur Kundgebung am 13. September um 14 Uhr am Brandenburger Tor.

Wir sagen: Stoppt den Völkermord in Gaza! Keine Waffen in Kriegsgebiete! Frieden statt Wettrüsten! Kommt alle und verbreitet unseren Aufruf!

Wenn Russland das Völkerrecht bricht, heißt es: mehr Waffen für die Ukraine.

Wenn Israel es bricht, liefern wir weiter, weil „sie die Drecksarbeit für uns machen“. Wenn die USA es brechen, nennt man es Stärke. Und wenn Deutschland zur Militärmacht wird, sei das angeblich zu unserer Sicherheit.

Wir glauben Eure Lügen nicht. Eure Doppelmoral ist unerträglich. Euer Spiel mit dem Feuer macht uns Angst.

Ein hochgerüstetes Deutschland hat nie Frieden gebracht. Eine Welt, in der Waffen statt Diplomatie sprechen, ist eine Gefahr für uns alle.

Wir verurteilen Kriegsverbrechen – egal ob in der Ukraine, in Gaza, im Iran oder anderswo.

Gaza ist heute der größte Kinderfriedhof der Welt. Auch im Iran waren die Opfer überwiegend Zivilisten. Täglich weinen russische und ukrainische Familien, weil ihre Söhne, Brüder und Väter in einem sinnlosen Krieg sterben.

Wir lassen uns nicht einreden, dass Krieg normal ist. Wir wollen keinen Krieg mit einer Atommacht. Wir brauchen das Geld für die wirklich wichtigen Dinge.

Wir fordern:

➔ Sofortiger Stopp deutscher Waffenlieferungen

➔ Friedensverhandlungen statt Eskalation

➔ Ende des Wettrüstens – bevor es zu spät ist

Freitag, 15. August 2025

THW statt Armee

THW statt Armee

“Statt Milliarden für gemeinsame Aufrüstung auszugeben, sollten wir in Europa lieber ein gemeinsames Katastrophenschutz-Team aufbauen – ein europaweites Technisches Hilfswerk, das bei Hochwasser, Waldbränden oder Erdbeben innerhalb von Stunden vor Ort helfen kann.
„Menschenleben retten ist essenzieller und anständiger, als Menschenleben zu beenden.
THW statt Armee“
Die Flutkatastrophen, Waldbrände und Extremwetter der letzten Jahre haben gezeigt: Solidarität und schnelle Hilfe sind unsere stärkste Verteidigung.
Ein Europa, das gemeinsam anpackt, statt gemeinsam aufzurüsten – das wäre wirklich im Interesse der Menschen.”

 

Samstag, 9. August 2025

80 Jahre Nagasaki – Mahnung für die Menschheit

 

80 Jahre Nagasaki – Mahnung für die Menschheit

Am 9. August 1945 explodierte über Nagasaki eine US Atombombe. Innerhalb weniger Augenblicke verbrannten ganze Straßenzüge, Zehntausende Männer, Frauen und Kinder starben sofort, unzählige weitere erlagen in den folgenden Tagen und Jahren den grausamen Folgen von Strahlung und Verletzungen.

80 Jahre später dürfen wir nicht vergessen: Atomwaffen sind keine „Abschreckung“ – sie sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Menschheit besitzt heute die Macht, sich selbst in Sekunden auszulöschen. Diese Gefahr wächst in einer Welt, in der Konflikte wieder mit Drohgebärden und Aufrüstung beantwortet werden.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht sagt klar:

Niemals wieder Hiroshima. Niemals wieder Nagasaki.

Wir fordern den sofortigen Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Wir fordern den Abzug aller US-Atombomben aus Büchel. Und wir fordern eine Außenpolitik, die auf #Diplomatie und Kooperation setzt – nicht auf Eskalation.

An diesem Tag gedenken wir der Opfer – und wir rufen alle auf, gemeinsam für eine atomwaffenfreie Welt zu kämpfen.

Mittwoch, 6. August 2025

Zum 80. Jahrestag von Hiroshima

 

Zum 80. Jahrestag von Hiroshima:

⸻

80 Jahre Hiroshima – Mahnung für Frieden und Abrüstung

Heute vor 75 Jahren, am 6. August 1945, wurde die Stadt Hiroshima durch den Abwurf der ersten Atombombe fast vollständig zerstört. Mehr als 100.000 Menschen verloren in kurzer Zeit ihr Leben, unzählige weitere litten an den Folgen von Strahlung und Zerstörung.

Wir gedenken heute den Opfern dieser unermesslichen Tragödie – und wir erinnern uns daran, wozu Krieg und Eskalation führen können. Hiroshima ist ein Symbol für das größte menschliche Versagen, aber auch eine Mahnung an die Weltgemeinschaft: Atomwaffen dürfen niemals wieder eingesetzt werden.

Doch auch 75 Jahre später gibt es weltweit über 12.000 Atomwaffen. Während neue geopolitische Spannungen zunehmen, wächst die Gefahr eines erneuten atomaren Wettrüstens. Statt Abrüstung erleben wir Konfrontation, statt #Friedenspolitik erleben wir Aufrüstung.

Unsere Haltung ist klar:

Keine Stationierung neuer Atomwaffen in Deutschland

Nein zu einem atomaren Wettrüsten in Europa

Ja zu Diplomatie, Entspannungspolitik und Abrüstung

Hiroshima mahnt uns: Frieden ist nicht selbstverständlich – er muss politisch gewollt und täglich neu gesichert werden.

Donnerstag, 10. Juli 2025

Sichere Grenzen für ein sicheres Land!


Sichere Grenzen für ein sicheres Land!

Mit Grüßen aus dem Urlaub einfach mal DANKE an die Männer und Frauen unserer Bundespolizei absolut solide Arbeit und super freundlich! 
Weiter so, next Stepp gemeinsame Sicherung europäischer Aussengrenzen!

Sonntag, 22. Juni 2025

 

📢 Ein dramatischer Wendepunkt für den Weltfrieden – Der US-Angriff auf Iran bringt Europa an den Abgrund

In der Nacht auf Sonntag hat das US-Militär völkerrechtswidrig iranische Atomanlagen bombardiert – ein gravierender Bruch des internationalen Rechts, der uns an den Rand eines Flächenbrands im Nahen Osten bringt. Dieser Angriff stellt nicht nur eine gefährliche Eskalation dar, sondern markiert einen historischen Rückschritt für die Diplomatie und das Völkerrecht. Die Vereinigten Staaten handeln erneut als Weltpolizist – ohne UN-Mandat, ohne Rücksicht auf die Folgen, aber mit dramatischen Konsequenzen für Millionen Menschen.


💥 Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Die unmittelbare Folge: Der Iran hat die Sperrung der Straße von Hormus angekündigt – jener Meerenge, durch die rund 20 % des weltweiten Erdölhandels transportiert werden. Eine Blockade dieser strategischen Wasserstraße wird die Weltmärkte erschüttern. Bereits heute schnellen die Rohölpreise in die Höhe. Doch die wahren Auswirkungen stehen uns noch bevor:

• ⛽ Explodierende Energiepreise: Heizung, Strom, Treibstoff – alles wird teurer. Haushalte und Unternehmen geraten massiv unter Druck.

• 🍞 Steigende Lebensmittelpreise: Transportkosten explodieren – vom Brot über Milch bis zum Gemüse wird alles deutlich teurer.

• 🏭 Wirtschaftliche Instabilität: Produktionskosten steigen rasant. Kleine und mittelständische Betriebe geraten ins Wanken. Arbeitsplätze sind in Gefahr.


📉 Die SchuKo und ihr Übergangskanzler Merz stellt sich schützend in Vasallentreue vor Washington. Statt sich für Deeskalation und internationale Vermittlung einzusetzen, wird Europa durch die transatlantische Gefolgschaft zur Geisel einer gefährlichen US-Machtpolitik.

👉 Wir als Bündnis Sahra Wagenknecht sagen klar:

📌 Dieser Angriff war illegal.

📌 Diese Eskalation gefährdet Millionen Leben.

📌 Diese Preisexplosion trifft die arbeitenden Menschen, nicht die Kriegstreiber.

Europa braucht endlich eine eigenständige Friedens- und Energiepolitik – unabhängig von den geopolitischen Abenteuern der USA. Wer jetzt schweigt, macht sich mitschuldig.

✊ Für Frieden, Diplomatie und soziale Gerechtigkeit – gegen Kriegstreiberei und Wirtschaftskrieg!

Dienstag, 10. Juni 2025

Rüstung made in Rheinland-Pfalz? – Nein zum Rüstungsboom!

 

🛑 Rüstung made in Rheinland-Pfalz? – Nein zum Rüstungsboom!
Heute trafen sich in #Mainz Bundeswehr, Wirtschaftsministerium und 170 Unternehmen, um über Rüstungsaufträge zu sprechen. Unsere Antwort ist klar:
📢 Unsere Industrie kann mehr als Mordwerkzeug!
Als #BSW sagen wir: Natürlich braucht ein souveränes Land funktionierende Verteidigung – aber wir dürfen unser wirtschaftliches Potenzial nicht auf Panzer, Drohnen und Kampfjets verengen.
🔍 Statt Milliarden für Aufrüstung zu verbrennen, sollten unsere Unternehmen für zivile Innovationen gefördert werden: Verkehrsinfrastruktur, Energie, Digitalisierung, Pflege und Bildung.
❌ Was wir nicht brauchen: Noch mehr Waffenexporte, die in Krisenregionen landen – und dann irgendwann als Rückstoß zu uns zurückkehren.
🇩🇪 Verteidigung ja – aber nicht um jeden Preis.
🕊️ Frieden und Wohlstand brauchen kluge Industriepolitik, keine Rüstungsblase!

Samstag, 7. Juni 2025

Schwarz-Rot-Gold - Neue Podcastfolge ist online!

 

Liebe Freunde,

eine weitere Folge meines neuen Podcasts

Demokratie braucht Meinung 

ist online:

Hier geht es zur Folge 3 - Free download

Thema der Sendung ist "Schwarz-Rot-Gold" unsers Nationalfarben und unsere Nationalflagge.

Viel Spaß 

Euer David