Guten Morgen Liebe Leser,
ich wünsche euch und euren Lieben einen schönen und entspannten Sonntag. Einen Dank an alle die heute trotzdem zur Arbeit gehen und unser System aufrecht halten. Ab heute möchte ich euch jeden Sonntag einen Lesetipp mit auf euren Weg geben. Immer ein Buch auf Papier, alles andere lehne ich ja persönlich als gelernter Buchbinder auch ab! Und ich empfehle es euch nur, wenn ich es auch gelesen habe. Es wird nicht immer politisch, aber es muss mir gefallen haben um hier zu landen. Meine Seite, meine Regeln!
Heute empfehle ich euch zum Einstieg fast schon den Klassiker der Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk:"Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist am Ende -Aber ein Ende ist nicht in Sicht, von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam"
In ihrer fundierten Streitschrift „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist am Ende“ nehmen die Autoren Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam die Strukturen und die Berichterstattung von ARD, ZDF und den Landesrundfunkanstalten schonungslos ehrlich auseinander. Die beiden Autoren bringen dafür eine jahrzehntelange Insider-Perspektive mit! Klinkhammer als langjähriger NDR-Jurist und Personalrat, Bräutigam als ehemaliger Redakteur der ARD-„Tagesthemen“. Ihre zentrale These lautet dabei, dass die öffentlich-rechtlichen Medien ihren verfassungsmäßigen Bildungs- und Informationsauftrag sowie ihre demokratische Kontrollfunktion weitgehend und mit voller Absicht eingebüßt haben. Statt als unabhängige, vierte Gewalt zu agieren, werfen die Autoren den Sendern einen „anbiedernden Konformismus“ vor, der sich vor allem in einer unkritischen, gar anbiedernden Nähe zu politischen und wirtschaftlichen Eliten äußere.
Das Buch legt detailliert dar, wie Programme systematisch gegen journalistische Grundsätze verstoßen. Klinkhammer und Bräutigam kritisieren eine nachweisbare Einseitigkeit in der Berichterstattung, bei der unliebsame Perspektiven ausgeblendet oder wichtige Fakten weggelassen oder entstellt werden, um ein bestimmtes Narrativ zu stützen. Sie argumentieren, dass die Aufsichtsgremien (wie Rundfunk- und Fernsehräte), die eigentlich die gesellschaftliche Vielfalt abbilden und die Staatsferne sichern sollten, durch die parteipolitische Verflechtung weitgehend gelähmt und funktionslos geworden sind. Wie sie auch durch geschicktes Handeln geradezu Manipuliert und Instrumentalisiert werden.
Der provokante Untertitel „Aber ein Ende ist nicht in Sicht“ verweist auf die strukturelle Erstarrung des Systems. Trotz sinkender gesellschaftlicher Akzeptanz und massiver Kritik aus der Bevölkerung bleibt der öffentlich-rechtliche Apparat durch die garantierte Finanzierung über den Rundfunkbeitrag fast unantastbar. Das System sichert sich so selbst ab, während echte, tiefgreifende Reformen von innen heraus nicht mehr in Sichtweite kommen werden. Das Werk versteht sich somit als dringender Weckruf für eine grundlegende Erneuerung des Systems.
Meine Meinung dazu kennt ihr ja. Ich durfte viele tolle Journalisten des ÖRR kennenlernen und viele Formate sind toll gewesen. Aber die Zeiten sind vorbei. Es gibt in Deutschland defacto keinen unabhängigen Journalismus im zwangsfinanzierten Gebührenapparat mehr, es ist ein Märchen. Solange er sich nicht am freien Markt behaupten muss und von politischen Machthabern beherrscht wird ist er überflüssig. Also schaffen wir ihn doch direkt ab!
Das Buch ist 2023 in 1. Auflage im "Fifty-Fifty Verlag" erschienen.
Klappenpreis, 24,00 € für 286 Seiten
ISBN: 978-3-946778-45-5


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