Dienstag, 28. Juli 2026

Höllenhitzesommer ?

 

Bildquelle: GOOGLE/WETTER
Höllenhitzesommer ?

Ich will wie immer sehr ehrlich zu euch sein, ICH HASSE HITZE! Ich ziehe mir lieber 5 Jacken an, wie diese Hitze ertragen zu müssen. Aber ich muss auch mal eine wichtige Erkenntnis der Forschung mit euch teilen, bitte setzt euch: Es ist Sommer!

In meinen Kinderjahren fuhren wir mit meinen Eltern im Sommer immer an den Gardasee nach Italien. Herrliche Erinnerungen. Meine Eltern liebten diesen Jahresurlaub auf dem Campingplatz und wir Kinder sowieso. Die Brötchen am Morgen vom Strandkiosk und Rührei auf dem Gaskocher. Das erste Schwimmen um 10 Uhr Morgens, die Ausflüge nach Verona und Lazise. Unsere Besuche im Garda- und Aqualand. Und am Abend, nach dem Abendbrot, nochmal auf dem Sportplatz zum Fußball mit Kinder aus ganz Europa. Und geht die Sonne unter, geht es in die Dusche und dann ab ins Bett, herrlich! Man fuhr in den Süden Europas, weil es mal so "richtig schön warm" war. Und tatsächlich ging es dabei um Werte um die 35 Grad. So war das damals. Generell habe ich dass Gefühl das die ideologische Angst vor Sonne, Wind und Regen heute massiv zur Panikmache missbraucht werden! Leben in der Lage, welche früher einfach Teil des Lebens waren. Und auch in manch ländlichen Regionen der Republik sieht man das viel entspannter als in den zwangsfinanzierten Propagandasendern. Aber ja, es ist auch logisch. Angst, Panik und Alarm verkaufen sich halt besser, so war es schon immer. Klimapanik lenkt hervorragend ab von mieser Politik und Kriegstreiberei. Nicht falsch verstehen, JA es gibt den von Menschen gewiss beschleunigten Klimawandel natürlich. Die Hitzeperioden dauern länger und mögen im Peak stärker sein. Doch könnten wir aufhören uns da mit Schnappatmung dem Untergang der Menschheit zu widmen? Bitte!

Die Menschheit ist soweit gekommen weil sie sich angepasst hat! Technologie und Technologieoffenheit gehören genauso dazu wie der Respekt vor Mutter Natur.  Also weniger Festkleben und mehr anpassen. 

Wenn die großen Völker dieser Erde es geschafft haben die unwirklichsten Gebiete dieser Erde zu besiedeln, Trockenheit, Sumpf, Regenzeit und Wüsten zu überstehen ... was nehmen wir uns da raus den ganzen Tag in Panik und Selbstmitleid zu versinken ? Und auch zur Wahrheit gehört, dass wir von der Natur sehr viel lernen können. Die anpassungsfähigen Tieren, zu denen wir ja auch irgendwie gehören, überleben! Und wer da nicht mitspielt verschwindet, traurig aber Fakt! Das nennt man Leben, das ist Evolution. Wer das übrigens gelernt hat sind die Menschen in Südafrika und China. Ist der Sommer zu heiß ? Photovoltaik aus Dach, Klima ins Haus und Mittags kürzer treten. Ist das Wasser knapp ? Entsalzungsanlagen und Wasserspeicher bauen. KI gestützt und durch den Menschen optimiert. Und fehlt mal Energie, lasst uns wieder über Zukunftstechnologien reden. Und hierbei gilt natürlich aus Fehlern lernen,  den Überraschung, dass machen Menschen so. Würden wir immer nach dem Radsturz aufgeben hätten wir ja nie die von unseren Steuern finanzierten Radwege in Peru bauen können... :-) Was ich hier sehr vereinfacht und kurzgefasst skizzieren will ist, es geht ... wenn man will. Veränderungen und Anpassungswille ist Teil unserer Geschichte und Teil unserer Identität. 

Also, genießt den Sommer. Der Regen kommt wieder !

Montag, 27. Juli 2026

Tschüss Instagram

 

"Das Geheimnis von Sozialen Netzwerken sollte immer der Spaß daran sein!"

Ich bin 1983 geboren und und kann mich dadurch noch sehr gut an eine Zeit erinnern als wir entscheiden mussten ob ich mir die neusten Nachrichten des Heavy Metal in den Weltnetzforen reinziehen durfte, ob mein Vater E-Briefe schreiben konnte oder meine Mutter ihre Schwester anrufen konnte. Alles zusammen ging am Anfang einfach nicht! Das 56k Modem und seine unverwechselbaren AOL Einwahlgeräusche waren Teil meiner Jugend, wie auch ein legendäres "Nachricht-Empfangen" Geräusch des "ICQ" Kurznachrichtendienstes. 

Das Weltnetz war magisch. Auch wir hatte eine "eigene" Familienhomepage die ich mit HTML Sprache, gelernt im Informatikunterricht, im "Windows.txt Editor" ins Netz gespeist hatte. Und es fühlte sich magisch an!

Witziger Fakt: Auf einer Externen Festplatte habe ich sie noch, nach über 29 Jahren. Und bis auf das "Freie Gästebuch" und einem Verweis zum lokalen Tisch-Tennisverein geht alles noch. Die Seite des Vereins hab übrigens ich auch damals gemacht und ja auch diese ist noch da. 

 Aber noch in der Zeit meiner Ausbildung zum Medientechnologen in Freudenberg, begannen die Leute mit den ersten Sozialen Netzwerken. Ohne Werbung, Hass und mit sehr viel guter Laune. "Studie-VZ" , "Wer-kennt-Wen" und natürlich "Myspace" alles so geniale Erinnerungen. Aus dieser Zeit stammen auch noch einige meiner analogen Freundschaften die ich nie missen möchte. Doch vieles änderte sich rasch. Kurz bevor  ich meine Berufsausbildung zum Medientechnologen erfolgreich abgeschlossen hatte, trat mit "Facebook" ein neuer Spieler aufs Feld und seine Intensionen waren rein finanzieller Natur. Und das hat sich mit dem erweiterten META Konzern heute nicht verbessert. Das Klima in diesen Netzwerken wird rauer. Diskriminierung und Digitale-Gewalt sind Alltag, gerade wenn man diese Netzwerke so wie ich politisch nutzt. Wobei es da weniger der "politische Gegner" ist. Ich habe schon beim SED-Erben DIE LINKE meine Lektionen dazu gelernt. 

Aber dass ist verkraftbar. Was es allerdings ätzend macht ist die massive Zensur, Methoden die andere Entwickeln um über gemeinsame Bekannte, die sich ja hier offen legen, Informationen zu erlangen.  Ekelhaft! Darauf habe ich einfach keine Lust mehr. Dazu kommt die Zeit welche solche Kanäle fressen. Kommentieren, produzieren und verwalten. Das ist ein reiner Zeitfresser. Dann ist es auch so dass die Mehrheit, Videos und Kurzfilme möchte. Das liegt mir einfach fern. Ja es nervt mich. Inhalte werden verkürzt und oft aus dem Kontext erzählt. Und ich will auch keine Dauerbeschallung von Propaganda und Märchen mehr welche mir ein Algorithmus raussucht. Ich möchte selber bestimmen was ich wann lese und was eben nicht.

Kurz gesagt, mein Instagram Kanal "Schwarzendahl.Pfalz" ist runter! Ich bedanke mich bei allen die aktiv dabei waren und ja wir hatten eine schöne Zeit. Aber jetzt ist es auch ok! 

Politische Inhalte und frage zum Zeitgeschehen findet ihr hier.

Euer David

Samstag, 25. Juli 2026

CSD Berlin

Tief bestürzt über die Ereignisse beim CSD Berlin!
Meine Gedanken und Wünsche gelten den Opfern und Angehörigen. 

Der Fall wirft so viele Fragen auf. Über den Täter unseren Umgang mit diesen islamistischen Terroristen, die Überwachung von Gefährdern und vieles mehr. Auch stellt sich mir die Frage ob wir nicht bereits einen Punkt überschritten haben wo wir dieser Lage nicht mehr Herr werden können ?

Ich hätte da unendlich viele Wünsche und Idee was jetzt passieren müsste und wie man als Bundesrepublik nun vorgehen sollte... aber machen wir uns ehrlich, es wird nichts passieren! Diese Regierung und die "Mitte" welche sie vor sich hertreibt will es nicht. Sie sind offensichtlich sehr zufrieden. Dann muss man das so zur Kenntnis nehmen, so widernatürlich sich es auch anfühlt. So falsch es ist!

Machen wir also dass was uns möglich ist, stellen wir Betonklötze in unsere Fußgängerzonen und die wichtigste Maßnahme, statten wir unsere wirklich tollen und Lebenswichtigen Kolleginnen und Kollegen mit ALLEN Mitteln aus um im Notfall Menschenleben zu retten. Denn diese Regierung hat mutmaßlich wohl kein Interesse daran und "der Mitte" ist es egal!

Es ist jetzt 01:25 Uhr ich werfe mir jetzt eine DVD einer 2000er Serie ein, eine Zeit als wir auf dem Höhepunkt unserer Gesellschaft in einer Welt lebten die noch in Ordnung war!

Gute Nacht

Montag, 20. Juli 2026

Konsequent Werteorient – Erfüllung im kleinen Umfeld

 

Konsequent Werteorient – Erfüllung im kleinen Umfeld

Klar wir sind immer irgendwie Teil einer Gruppe. Temporär (meist unfreiwillig) wenn wir gemeinsam im Bus zur Arbeit und Schule fahren. Im Wartezimmer sitzen, im Laden einkaufen oder in Ämtern irgendwelche Dokumente brauchen. Es gibt Gruppen in die wir freiwillig eintauchen wenn wir unsere Arbeit ausüben oder unseren Hobbies in der Freizeit nachgehen. In manche Gruppen werden wir auch hineingeboren, die Familie und die Heimat. Diese können wir uns unter einigen Umständen aber selbst aussuchen. Wir heiraten, suchen unsere "eigenen Familien"... wandern ein oder aus. 

Eine der größten oder besser die größte Gruppe in der wir uns Bewegen ist "die Gesellschaft". Eine Gruppe die immer weniger mit uns als Individuum gemeinsam hat. Weshalb Menschen sich immer öfter aus selbiger abmelden und verabschieden, Auch und gerade weil diese "Gesellschaft" immer öfter "obskure" Werte vertritt welche mit uns und unserem natürlichen Empfinden immer wieder in Konflikt tritt.    

In einer Zeit, in der Erfolg häufig an Reichweite, Vermögen oder gesellschaftlicher Anerkennung gemessen wird, erscheint ein anderer Lebensentwurf fast ungewöhnlich: der des konsequent werteorientierten Menschen. Gemeint sind Menschen, die ihre Entscheidungen nicht in erster Linie nach Trends, wirtschaftlichem Nutzen oder öffentlicher Zustimmung ausrichten, sondern nach festen Überzeugungen. Sie orientieren sich an Prinzipien wie Ehrlichkeit, Loyalität, Verantwortung, Bescheidenheit oder Hilfsbereitschaft und finden ihre Erfüllung nicht im Streben nach immer mehr, sondern in einem überschaubaren persönlichen Umfeld. Ein konsequent werteorientierter Mensch betrachtet seine Überzeugungen nicht als etwas, das je nach Situation verändert werden kann. Werte sind für ihn ein innerer Kompass, der auch dann Bestand hat, wenn dies Nachteile mit sich bringt. Gerade in einer Gesellschaft, die sich stetig verändert und in der Meinungen oft kurzfristigen Entwicklungen folgen, vermittelt eine klare Wertebasis Stabilität. Solche Menschen müssen nicht täglich neu entscheiden, wer sie sein wollen – ihre Grundhaltung gibt ihnen Orientierung und Sicherheit.

Dabei bedeutet Werteorientierung nicht zwangsläufig, sich von der Gesellschaft abzuwenden oder den Fortschritt abzulehnen. Vielmehr geht es darum, Entwicklungen kritisch zu hinterfragen und nur das zu übernehmen, was mit den eigenen Überzeugungen vereinbar ist. Wer werteorientiert lebt, muss nicht jede Mode mitmachen oder jeder gesellschaftlichen Wahnsinn/Irrsinn oder Fehlentwicklungen folgen. Stattdessen entscheidet er bewusst, welche Veränderungen seinem eigenen Verständnis von einem guten Leben entsprechen. Man kann, darf und sollte sich in seinen Gemeinsamen Nenner zurückziehen können.

Auffällig ist, dass viele dieser Menschen ihre Erfüllung nicht im öffentlichen Rampenlicht suchen. Sie finden Sinn in ihrem direkten Umfeld: in der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder im Verein. Sie führen ihr Leben im ursprünglichen "Heimathafen", ihrer Sippe in schönster Harmonie. Gut so! Dort erleben sie Gemeinschaft nicht als flüchtige Begegnung, sondern als langfristige Verbundenheit. Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Erfahrungen. Für sie zählt weniger die Anzahl sozialer Kontakte als deren Qualität.

Gerade das kleine Umfeld ermöglicht es, Werte täglich mit Leben zu füllen. Ehrlichkeit zeigt sich im offenen Gespräch, Verantwortung im füreinander Einstehen und Hilfsbereitschaft in den kleinen Gesten des Alltags. Diese Handlungen erscheinen oft unspektakulär, bilden jedoch das Fundament eines stabilen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Eine funktionierende Gemeinschaft entsteht nicht allein durch staatliche Regeln, sondern vor allem durch Menschen, die bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen. Etwas was der breiten Gesellschaft durch die zunehmend auch geförderten Spaltung entzogen wird. Die Familie als Feindbild und überholte Einheit wird dann aus Sicht so mancher Problemponnys zur zu vermeidenden Gefahr für "unsere Demokratie" ... verrückt!

Viele werteorientierte Menschen empfinden zudem eine besondere Zufriedenheit darin, unabhängig von äußerer Anerkennung zu handeln. Sie benötigen keine ständige Bestätigung durch soziale Medien oder öffentliche Aufmerksamkeit. Ihre Motivation entspringt dem Bewusstsein, im Einklang mit den eigenen Überzeugungen zu leben. Diese Form der inneren Zufriedenheit ist häufig beständiger als Erfolg, der von äußeren Umständen abhängig ist.

Natürlich bringt ein solches Leben auch Herausforderungen mit sich. Wer konsequent seinen Werten folgt, gerät gelegentlich in Konflikt mit gesellschaftlichen Erwartungen oder woken Mehrheitsmeinungen. Standhaftigkeit kann Einsamkeit bedeuten, wenn andere den eingeschlagenen Weg nicht nachvollziehen können. Ebenso verlangt Werteorientierung die Bereitschaft, eigene Entscheidungen immer wieder kritisch zu überprüfen und Verantwortung für deren Folgen zu übernehmen. Konsequenz darf dabei nicht mit Starrheit verwechselt werden. Werteorientierte Menschen können offen für neue Erkenntnisse sein, solange diese ihre grundlegenden Prinzipien nicht zerstören. Aber der Standard der eigenen Werte sollte nie die Ablehnung der "Gesellschaft" bedeuten sondern nur der Rückzug auf eine Ebene die nur wir selbst bestimmen können. Der wohltuende Rückzug auf den Heimathafen, der Bastion von Familie und Sippe.

Ein weiterer Aspekt ist die zunehmende Beschleunigung des modernen Lebens. Permanente Erreichbarkeit, Informationsflut und Leistungsdruck erschweren es vielen Menschen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber muss ich immer erreichbar sein, ALLES wissen immer über alles informiert sein? Wer sein Glück im kleinen Umfeld sucht, setzt bewusst andere Prioritäten. Ein gemeinsames Essen mit der Familie, ein Gespräch mit einem guten Freund oder ehrenamtliches Engagement können wertvoller sein als materieller Besitz oder berufliches Prestige oder 24/7 Erreichbarkeit. Diese Form der Lebensgestaltung ist kein Ausdruck von extremen Rückzug, sondern eine bewusste Entscheidung für Qualität statt Quantität. Sie schützt uns vor dem geistigen Ermüden und Ausbrennen und erschlaffen. 

Konsequente Werteorientierung bedeutet letztlich auch, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Statt äußere Umstände oder andere Menschen für das eigene Glück verantwortlich zu machen, richten werteorientierte Menschen ihren Blick auf das, was sie selbst beeinflussen können. Sie gestalten ihren Alltag nach ihren Überzeugungen und erleben dadurch ein hohes Maß an Authentizität. Wer im Einklang mit seinen eigenen, ursprünglichen Werten lebt, empfindet häufig eine innere Ruhe, die unabhängig von kurzfristigen Erfolgen oder Misserfolgen bestehen bleibt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass konsequent werteorientierte Menschen einen Lebensweg wählen, der von Beständigkeit, Eigenverantwortung und persönlicher Integrität geprägt ist. Von Sippe und und Familie, von Freundschaften und persönlichen Interessen statt Mehrheitsgeblubber einer verfallenen Moral. Sie suchen ihre Erfüllung nicht in gesellschaftlichem Prestige oder ständigem Wachstum, sondern in den Beziehungen und Aufgaben ihres unmittelbaren Lebensumfeldes. Gerade weil sie ihre Werte konsequent leben und sich auf das Wesentliche konzentrieren, schaffen sie oft stabile Gemeinschaften und erfahren eine Form von Zufriedenheit, die nicht von äußeren Trends abhängig ist. Ihr Beispiel zeigt, dass ein erfülltes Leben nicht zwingend im Großen gesucht werden muss – häufig liegt es in den kleinen, aber bedeutsamen Dingen des Alltags.

Donnerstag, 9. Juli 2026

In einem Land wo Milch und Honig fließt!

Bildquelle: Bundestag/Youtube
In einem Land wo Milch und Honig fließt!

Vor wenigen Minuten beendete der (fraglich legitimierte) Kanzler seine Regierungserklärung im Deutschen Bundestag. Ich musste das erstmal sacken lassen bevor ich es mal, ganz subjektiv, kommentiere. Ist ja sonst nicht meine Art, aber hier ... Fassen wir mal zusammen was Merz gesagt hat ... Es kommen goldene Zeiten auf uns zu. Es klang wie ein Versprechen von blühenden Landschaften und einem Land in dem Milch und Honig fließen. Wo Kinderlachen die Luft erfüllt, Armut und Arbeitslosigkeit vergessen sind und wo unsere Wirtschaft "Made in Germany" wieder auf der Spitze ist. Ein Land der bunten, lebenswerten Demokratie voller Liebe, Glück und Meinungsfreiheit (natürlich unter dem Vorbehalt das man den Einheitsbrei der "Mitte" schluckt und nachblubbert)   ALLES LÜGE!

Noch im Augenblick wo Merz am Rednerpult schwadroniert blicken die Abgeordneten auf ihre Mobiltelefone. EILMELDUNG!

Quelle: Spiegel/online
VOLKSWAGEN, das Rückgrat der Deutschen Wirtschaft wird 4 Werke in Deutschland schließen, Investitionen in Deutschland zurückfahren und tausende Arbeitsplätze abbauen .....
Schockstarre im Bundestag ... Zwischenrufe, der Kanzler...  redet lauter und fantasiert weiter, wie im Fieberwahn ...  Die SED, pardon Linkspartei schaut traurig drein, hatte sie doch gehofft VW irgendwann zu enteignen, DIE GRÜNEN im Glückstaumel weniger Verbrenner verlassen bald die Werkshallen. Die SPD wittert den Kampf gegen Faschismus auf dem Werksgelände und sucht hilfesuchend die Blicke von Barrikadenheidi. Die CDU klatscht immer noch brav für ihren Kanzler ... die AfD hat zwar erkannt was gerade passiert ist wird aber sowieso von keinem im Saal ernstgenommen, weil Brandmauer usw ... Am Ende ist der Kanzler der "blühenden Fantasie" fertig.      Der Zwangsapplaus im zwangsfinanzierten Propagandafernsehen in Szene gesetzt und unsere Kinder bis auf die Knochen verschuldet. DANKE MERZ.
Nur die eine Lehre bleibt! Weg mit MERZ !



Montag, 6. Juli 2026

Sonntagsöffnungen zwischen wirtschaftlicher Vernunft und dem Schutz der Familie

Sonntagsöffnungen zwischen wirtschaftlicher Vernunft und dem Schutz der Familie

Die Forderung nach einer Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten wird mit zunehmenden Interesse von allen Seiten geführt. Vertreter aus Wirtschaft und Politik argumentieren, dass der stationäre Einzelhandel angesichts der rund um die Uhr verfügbaren Online-Konkurrenz dringend mehr Flexibilität benötige. Tatsächlich lässt sich dieses Argument nicht einfach ignorieren. Unsere Innenstädte kämpfen vielerorts ums Überleben, immer mehr Geschäfte schließen, während große Internetplattformen an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr Umsätze erzielen. Es wäre naiv zu behaupten, dass dieser Wettbewerbsnachteil keine Rolle spielt. Längere Sonntagsöffnungen könnten auch durchaus neue Arbeitsplätze schaffen. Gerade im Einzelhandel, in Bäckereien, Konditoreien oder touristisch geprägten Regionen könnte zusätzlicher Personalbedarf entstehen. Studenten, Rentner oder Menschen, die bewusst am Wochenende arbeiten möchten ... oder in Anbetracht der miesen Rentenideen der Bundesregierung müssen, könnten von neuen Verdienstmöglichkeiten profitieren. Auch Städte mit einem hohen Tourismusaufkommen könnten attraktiver werden, wenn Besucher nicht vor verschlossenen Schaufenstern stehen. Wirtschaftlich betrachtet sprechen deshalb durchaus nachvollziehbare Argumente für eine vorsichtige Liberalisierung.

Doch genau an diesem Punkt beginnt die eigentliche gesellschaftliche Debatte. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob sonntags mehr Umsatz erzielt werden kann, sondern welchen Preis unsere Gesellschaft dafür zu zahlen bereit ist. Der Sonntag ist weit mehr als ein arbeitsfreier Tag. Er ist einer der letzten Zeiträume, an dem Familien gemeinsam Zeit verbringen können. In einer Gesellschaft, in der Eltern häufig unterschiedliche Arbeitszeiten haben, Kinder Ganztagsschulen besuchen und der Alltag immer stärker durchgetaktet ist, gewinnt ein gemeinsamer freier Tag sogar an Bedeutung. Unser Familienleben entsteht nicht zwischen Tür und Angel. Es braucht gemeinsame Mahlzeiten, Ausflüge, Besuche bei den Großeltern, aktive Vereinsleben oder einfach Zeit füreinander. Aber auch Zeit für sich selbst. Genau diesen gemeinsamen Rhythmus schützt der Sonntag. Dabei geht es keineswegs um religiöse Begründungen allein. Auch wer keiner Kirche angehört, profitiert von einem gesellschaftlich gemeinsamen Ruhetag. Ehrenamt, Sportvereine, kulturelle Veranstaltungen und Nachbarschaft leben davon, dass möglichst viele Menschen gleichzeitig frei haben. Wer freut sich nicht darauf am Samstag oder dem Sonntag in seinem Ehrenamt dem Alltag zu entfliehen. Das ist ein extrem wichtiger Teil der Regeneration der eigenen psychischen Hygiene. Wird der Sonntag schrittweise zu einem gewöhnlichen Werktag, droht dieser gemeinsame soziale Takt verloren zu gehen. Die körperlichen und mentalen Ruhephasen die unabdingbar sind würden vergehen und unser Stresslevel maximal steigen. 

Ein Blick in die Vereinigten Staaten zeigt, wohin eine nahezu vollständige Liberalisierung führen kann. In vielen Regionen der USA sind Geschäfte an sieben Tagen in der Woche geöffnet, manche Supermärkte sogar rund um die Uhr. Verbraucher genießen dort zweifellos eine enorme Flexibilität. Wer nachts oder sonntags einkaufen möchte, kann dies problemlos tun. Gleichzeitig ist die amerikanische Arbeitswelt deutlich stärker von Schichtarbeit, unregelmäßigen Arbeitszeiten und geringeren sozialen Schutzrechten geprägt. US Familien müssen ihre Freizeit oft mühsam organisieren, weil gemeinsame freie Tage längst keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Der wirtschaftliche Nutzen geht dort vielfach zulasten gemeinsamer Familienzeit und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch sind durch die "Multijob" Mentalität entstandene Marktstruktur die Täglich wichtigen Ruhephasen Unterbrochen. Ein Krankhaftes System hat sich etabliert in dem der Markt bestimmt wann wir wo sind. Denn wer 2-3 Jobs anstatt einer Arbeitsstelle hat kommt nicht mehr zur Ruhe. Erschöpfung und kürzere Lebenserwartung sind das Ergebnis. Beängstigend, auch bei uns hat sich diese Idee eingeschlichen. War es doch die ehemalige Arbeiterpartei SPD die durch die Agenda 2010, Minijobs und "Ich AGs" diese Vernichtung der eigenen Wählerschaft initiiert hat. Heute klatschen Marktliberale und Wirtschaftsextremisten für Schröder und seinen Sozialabbau. Und die ehemalige SED klingt mit ein weil sie ein Stück vom Kuchen haben will...

Deutschland sollte deshalb weder starr an überholten Regeln festhalten noch das amerikanische Modell unkritisch übernehmen. Ein sinnvoller Mittelweg wäre denkbar. Dort, wo ein echter touristischer Bedarf besteht oder wo besondere regionale Gegebenheiten vorliegen, können begrenzte Sonntagsöffnungen sinnvoll sein. Gleichzeitig muss der Grundsatz bestehen bleiben, dass Sonntagsarbeit die Ausnahme und nicht die Regel ist. Beschäftigte müssen freiwillig arbeiten können, angemessen vergütet werden und einen verbindlichen Ersatzruhetag erhalten. Vor allem aber darf wirtschaftlicher Wettbewerb niemals dazu führen, dass Arbeitnehmer indirekt gezwungen werden, ihre Familienzeit dauerhaft aufzugeben.

Die Digitalisierung, Fluch und Segen unserer Moderne, stellt den stationären Handel zweifellos vor enorme Herausforderungen. Doch die Antwort darauf darf nicht allein lauten, den Menschen immer mehr Arbeitszeit aufzuzwingen. Attraktive Innenstädte entstehen nicht ausschließlich durch längere Öffnungszeiten, sondern durch ein vielfältiges Angebot, Sicherheit, Gastronomie, Kultur und Aufenthaltsqualität. Nicht zuletzt und das sehen wir sogar in unserem beschaulichen Frankenthal, entstehen attraktive Innenstädte durch Sauberkeit, Sicherheit, günstige Ladenmieten und einem gut gewählten Einzelhandelskonzept. Denn wer will schon bummeln wenn Shishabars, Spiellotheken und Wettbüros die Vorherrschaft haben ... Wer glaubt, allein mit zusätzlichen Sonntagsöffnungen den Strukturwandel aufzuhalten, greift zu kurz. Eine moderne Gesellschaft muss wirtschaftlich leistungsfähig sein. Sie muss aber ebenso Räume schaffen, in denen Familie, Freundschaften und Gemeinschaft gelebt werden können. Der Sonntag gehört zu diesen Räumen. Genau darum sollte Deutschland behutsam über notwendige Anpassungen sprechen, ohne den grundsätzlichen Schutz des gemeinsamen Familientages preiszugeben. Mehr wirtschaftliche Freiheit kann sinnvoll sein, doch sie darf niemals wichtiger werden als der Zusammenhalt unserer Familien. Denn eine starke Wirtschaft ist wichtig. Eine starke Gesellschaft ist unbezahlbar.


"Eure Gewalt ist ein stummer Schrei nach Liebe!"

 

"Eure Gewalt ist ein stummer                             Schrei nach Liebe!"

Die jüngsten Äußerungen des Bündnisses „widersetzen“ gegenüber dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und der CDU markieren eine Entwicklung, die jedem Demokraten Sorge bereiten sollte. Wer erklärt: „Wenn ihr es wagt, den Faschisten an die Macht zu helfen, macht ihr euch zu unserem nächsten Aktionsziel“, verlässt den Boden einer sachlichen politischen Auseinandersetzung. Unabhängig davon, wie diese Aussage gemeint gewesen sein mag, ist sie geeignet, als Drohung verstanden zu werden. Genau darauf hat Sahra Wagenknecht mit ihrer Feststellung hingewiesen: „Das kann man als Aufruf zur Gewalt verstehen.“ Wo solche Aufrufe ihren Nährboden finden haben wir bei Hammerbade und Co erleben können.

Eine Demokratie lebt vom Wettstreit der Argumente. Parteien, gesellschaftliche Gruppen und Bürger dürfen, müssen unterschiedliche Auffassungen vertreten, sie dürfen sich hart kritisieren und um politische Mehrheiten ringen. Was jedoch niemals Bestandteil einer demokratischen Kultur werden darf, ist die gewalttätige Einschüchterung politischer Gegner. Wer Parteien oder deren Mitglieder zu „Aktionszielen“ erklärt, erzeugt bewusst ein Klima der Angst und der Bedrohung. Eine solche Sprache hat in einer freiheitlichen Demokratie keinen Platz. Besonders problematisch ist dabei, dass sich solche Drohgebärden gegen demokratisch legitimierte Parteien richten. Ob man deren Positionen teilt oder entschieden ablehnt, spielt dabei keine Rolle. Das Recht auf politische Betätigung ist ein Grundpfeiler unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Wer versucht, politische Entscheidungen durch Druck, Einschüchterung oder die Androhung von Aktionen gegen Andersdenkende zu beeinflussen, stellt sich gegen genau jene demokratischen Prinzipien, die er angeblich verteidigen möchte. Sahra Wagenknecht hat deshalb Recht, wenn sie vor einem wachsenden autoritären Denken in Teilen des politischen Aktionismus warnt. Wer glaubt sich über das Gesetzt zu stellen, wer glaubt die eigene politische Überzeugung berechtige dazu, andere einzuschüchtern oder ihnen indirekt Gewalt anzudrohen, verabschiedet sich vom demokratischen Diskurs. Demokratie bedeutet, Wahlergebnisse zu akzeptieren, unterschiedliche Meinungen auszuhalten und politische Konflikte ausschließlich mit friedlichen und rechtsstaatlichen Mitteln auszutragen.

Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung, wir hatte es ja hier schon oft davon, ist es deshalb notwendig, klare Grenzen zu ziehen. Jede Form politischer Gewalt oder auch nur ihre Andeutung muss unabhängig von ihrer ideologischen Herkunft entschieden zurückgewiesen werden. Es darf keinen Unterschied machen, ob Drohungen von rechts, von links oder aus anderen politischen Milieus kommen. Wer Demokratie glaubwürdig verteidigen will, muss Gewalt und Einschüchterung stets nach denselben Maßstäben beurteilen. Politische Gegner sind keine Feinde, sondern Mitbewerber in einer demokratischen Ordnung. Wer sie zu „Aktionszielen“ erklärt, verlässt den Boden des respektvollen menschlichen Miteinanders. Worte schaffen ein gesellschaftliches Klima. Deshalb tragen alle politischen Akteure eine besondere Verantwortung dafür, welche Signale sie aussenden. Drohungen, Einschüchterung und jede Form der Gewaltandrohung dürfen niemals zu einem akzeptierten Mittel politischer Auseinandersetzung werden. Demokratische Kultur entsteht durch Argumente, Respekt und den Willen, Konflikte friedlich auszutragen, nicht durch Angst und Einschüchterung.

Freitag, 3. Juli 2026

Der Wert einer schweigenden Demokratie!?

 

Der Wert einer schweigenden Demokratie!?

Hat eine Partei, die nicht mit einer anderen Partei redet, in einer Demokratie überhaupt einen Wert?

Demokratie ist weit mehr als das regelmäßige Abhalten von Wahlen. Sie ist unsere Kultur des Miteinanders. Der Versuch im Streit, des Ringens um die bessere Lösung und der Bereitschaft, politische Konflikte nicht mit Gewalt oder Unterdrückung, sondern mit Worten, Argumenten und Mehrheiten auszutragen. Parlamente wurden geschaffen, damit unterschiedliche Weltanschauungen aufeinandertreffen, sich widersprechen und dennoch innerhalb eines gemeinsamen Rahmens nach Lösungen suchen. Gerade deshalb stellt sich eine grundlegende Frage: Welchen Wert hat eine politische Partei in einer Demokratie, wenn sie sich grundsätzlich weigert, mit einer anderen demokratisch gewählten Partei überhaupt zu sprechen?

Diese Frage ist aktueller den je und unbequem. Sie fordert dazu auf, über den Kern unserer demokratischen Ordnung nachzudenken. Denn Demokratie bedeutet nicht nur, das eigene Programm zu vertreten. Sie verlangt auch, sich der Auseinandersetzung mit anderen Positionen zu stellen, selbst dann, wenn diese unbequem, provokant oder den eigenen Überzeugungen völlig entgegengesetzt sind. Politik lebt aber vom Konflikt. Gäbe es keine unterschiedlichen Auffassungen über Wirtschaft, Soziales, Migration, Außenpolitik oder Bildung, wären Parteien überflüssig, wir hätten den Weg zurück zur Einheitspartei gefunden...mag für einige ein Lebenstraum sein, hat aber mit Demokratie nichts zu schaffen. Der Sinn von Demokratie besteht gerade darin, diese Unterschiede friedlich auszutragen. Das Parlament ist deshalb kein Ort der Harmonie. Es ist ein Ort der fairen und offenen Konfrontation. Worte ersetzen dort Waffen. Debatten ersetzen Gewalt. Abstimmungen ersetzen Machtkämpfe auf der Straße. Auch wenn das einigen extremistischen Kräften im Land nicht gefällt, Gewalt darf NIE WIEDER Mittel von politischen Auseinandersetzungen sein.

Wer sich jedoch weigert, überhaupt noch miteinander zu sprechen, verlässt einen wesentlichen Teil dieses demokratischen Gedankens. Das gilt im übrigen auch vom Verweigern von parlamentarischen Rechten und Pflichten, bis zur Verweigerung von rechtmäßigen Neuauszählungen bei einer Fehlerhaften Wahl. Dabei muss man klar unterscheiden zwischen Zusammenarbeit und Kommunikation. Niemand kann einer Partei vorschreiben, mit wem sie eine Koalition eingeht oder gemeinsame Gesetzesvorhaben entwickelt. Parteien dürfen rote Linien ziehen. Sie dürfen sagen, dass sie mit bestimmten politischen Vorstellungen keine Regierungsverantwortung teilen möchten. Das ist Ausdruck ihrer politischen Identität und ihrer Verantwortung gegenüber ihren Wählern und Interessensgruppen oder wie bei alten Parteien, ihren Geldgebern und Großspendern.

Etwas anderes ist jedoch die grundsätzliche Verweigerung des Dialogs.

Denn Demokratie verlangt nicht, dass man sich einig wird. Demokratie verlangt lediglich, dass man bereit ist, dem politischen Gegner zuzuhören und seine Argumente mit eigenen Argumenten zu beantworten. Wer Diskussionen verweigert, ersetzt den demokratischen Wettstreit der Ideen durch Ausgrenzung. Er signalisiert, dass bestimmte Positionen gar nicht mehr diskutiert werden sollen. Damit entsteht die Gefahr, dass politische Auseinandersetzungen nicht mehr durch Überzeugung, sondern durch moralische Scheuklappen und Abschottung geführt werden. Gerade Parlamente sind keine Freundschaftsvereine. Dort sitzen Menschen mit völlig unterschiedlichen Weltanschauungen. Liberale treffen auf Sozialisten, Konservative auf Progressive, Ökologen auf Wirtschaftsliberale, Pazifisten auf Kriegsgeile Rüstungsprofiteure. Niemand erwartet, dass sie sich mögen. Aber jeder darf erwarten, dass sie miteinander reden. Der eigentliche Gegner einer Demokratie ist nicht die Meinungsverschiedenheit. Ihr größter Feind ist die Sprachlosigkeit! Wer nicht mehr miteinander spricht, sondern sich lieber blockiert, angreift oder schikaniert kann auch keine Missverständnisse aufklären. Er kann keine Kompromisse finden und keine Gemeinsamkeiten entdecken. Selbst dort, wo am Ende keine Einigung erzielt wird, hat das friedliche Gespräch immer einen Wert. Es macht politische Entscheidungen nachvollziehbar, transparent. Bürger können beobachten, welche Argumente vorgetragen wurden und welche Position sie überzeugen. Und auch wenn Grüne, SED LINKE und SPD es nicht hören wollen der WÄHLER und die WÄHLERINNEN bleiben der Souverän !

Viele historische Entwicklungen zeigen, dass Demokratie gerade dann stark war, wenn sie den offenen Streit zugelassen hat. Grüße an die alten Griechen.  Nach den Erfahrungen der europäischen Geschichte entstand die Überzeugung, dass Konflikte nicht unterdrückt, sondern institutionalisiert werden müssen. Das Parlament ist genau dieser Ort. Wer dort erscheint, akzeptiert die Spielregeln des demokratischen Wettbewerbs. Deshalb sollte jede demokratisch gewählte Partei zunächst als Gesprächspartner im parlamentarischen Verfahren behandelt werden. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass ihre Positionen übernommen oder unterstützt werden müssen. Im Gegenteil: Schlechte Argumente verlieren häufig gerade dann an Überzeugungskraft, wenn sie einer offenen Debatte ausgesetzt werden, sieht man bei den Grünen. Demokratie vertraut darauf, dass bessere Argumente sich langfristig durchsetzen.

Die Geschichte kennt viele Beispiele dafür, dass Ausgrenzung politische Konflikte eher verschärft als löst. Menschen, deren politische Überzeugungen dauerhaft ignoriert werden, fühlen sich häufig nicht widerlegt, sondern ausgeschlossen. Es zerschlägt das Vertrauen in demokratische Institutionen. Wer Millionen Wähler pauschal aus dem politischen Gespräch ausschließt, die Wähler als NAZ*S oder Putinknechte beschimpft, läuft Gefahr, den Eindruck zu erzeugen, ihre Stimmen seien zwar bei Wahlen da sind, danach aber keinen Platz mehr im demokratischen Diskurs haben.

Natürlich gibt es Grenzen. Demokratie muss sich gegen Bestrebungen verteidigen dürfen, die sie selbst abschaffen wollen. Das deutsche Grundgesetz ist deshalb als “wehrhafte Demokratie” ausgestaltet. Parteien können unter sehr hohen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen verboten werden. Zuständig dafür ist ausschließlich das Bundesverfassungsgericht. Solange eine Partei jedoch nicht verboten ist und ihre Abgeordneten demokratisch gewählt wurden, nehmen sie ihre Mandate mit denselben parlamentarischen Rechten wahr wie andere Abgeordnete. Auch wenn es manchen Radikalen nicht gefällt! Gerade deshalb sollte zwischen politischer Ablehnung und institutioneller Ausgrenzung unterschieden werden. Eine Partei darf jede Position einer anderen Partei entschieden kritisieren und im besten Fall widerlegen. Sie darf Anträge ablehnen, Koalitionen ausschließen und fairen Wahlkampf gegen ihre Gegner führen. Das alles gehört zur Demokratie. Schwieriger wird es dort, wo selbst das Gespräch verweigert wird und Gewalt auf die Agenda rückt. Denn damit verliert Politik ihre wichtigste Eigenschaft: den Austausch von Argumenten. Ein oft gehörtes Argument lautet, dass Gespräche bestimmten Parteien eine Bühne bieten würden. Dieses Argument verdient eine ernsthafte Betrachtung. Tatsächlich kann Aufmerksamkeit politische Wirkung entfalten. Andererseits ist Schweigen selten geeignet, politische Überzeugungen zu verändern. Menschen lassen sich meist eher durch nachvollziehbare Gegenargumente überzeugen als durch das bloße Signal, über bestimmte Themen werde nicht gesprochen. Gerade im Zeitalter der Aufklärung wird es doch ... ach nee sorry das haben wir ja überwunden :-) Demokratie lebt vom Vertrauen in die Urteilskraft ihrer Bürgerinnen und Bürger. Wer glaubt, dass Wähler mündig sind, muss ihnen auch zutrauen, politische Debatten selbst bewerten zu können. Die beste Antwort auf fragwürdige Positionen ist häufig nicht das Schweigen, sondern die bessere Begründung. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt. Politiker vertreten nicht sich selbst, sie dienen DEM DEUTSCHEN VOLKE. Sie vertreten Bürger. Wenn zwei Parteien nicht miteinander sprechen, betrifft dies nicht nur die Funktionäre. Es betrifft auch die Millionen Menschen, die ihnen ihre Stimme gegeben haben. Diese Bürger haben unterschiedliche Hoffnungen, Sorgen und Interessen. Demokratie sollte Brücken zwischen diesen gesellschaftlichen Gruppen bauen, nicht zusätzliche Mauern errichten. Auch für ihre ehemaligen Erbauer muss irgendwann der Punkt kommen wo man erkennt das dieses Land unsere Heimat genug Mauer hatte!

Dabei darf Gesprächsbereitschaft niemals mit Beliebigkeit verwechselt werden. Wer mit seinem politischen Gegner spricht, gibt seine eigenen Überzeugungen nicht auf. Im Gegenteil: Gute Demokratinnen und Demokraten zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Position überzeugend vertreten können, ohne ihrem Gegenüber das Recht auf Teilnahme am demokratischen Prozess abzusprechen. Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung, befeuert durch den medialen Mainstream, Gebühren-finanziert und unterirdisch, gewinnt diese Haltung an Bedeutung. Soziale Medien schaffen zwar Aufklärung, können aber auch extrem polarisierende Inhalte befördern. Doch statt auf Medienkompetenz und Eigenständige Gedanken zu setzen, setzen übergriffige Parteien einer fraglichen Mehrheit auf Bevormundung und Ausgrenzung. Der politische Gegner erscheint oft nicht mehr als Konkurrent, sondern als Feind. Doch Demokratie ist kein Kampf um die Vernichtung des Gegners. Sie ist ein Wettbewerb um die Zustimmung der Bürger. Nach jeder Wahl sitzen dieselben Menschen wieder gemeinsam im Parlament. Deshalb ist die Fähigkeit zum Gespräch keine Schwäche, sondern eine demokratische Stärke. Wer ausschließlich mit Menschen spricht, die ohnehin derselben Meinung sind, betreibt keine demokratische Debatte. Er organisiert Zustimmung. Demokratie beginnt dort, wo unterschiedliche Auffassungen aufeinandertreffen und dennoch gemeinsame Regeln akzeptiert werden. Letztlich stellt sich daher nicht nur die Frage, welchen Wert eine Partei besitzt, die nicht mehr mit anderen Parteien spricht. Es stellt sich ebenso die Frage, welchen Wert der demokratische Diskurs noch besitzt, wenn Gesprächsverweigerung zu einem normalen politischen Instrument wird. Demokratie braucht Opposition. Demokratie braucht Konflikte. Demokratie braucht leidenschaftliche Debatten. Was sie jedoch nicht braucht, ist die Überzeugung, dass Schweigen und hasserfüllte Ausgrenzung stärker sei als das bessere Argument. Vielleicht liegt gerade darin die eigentliche Stärke einer freien Gesellschaft: Nicht darin, dass alle dieselbe Meinung vertreten, sondern darin, dass selbst tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten am Ende am Verhandlungstisch, im Parlament und im offenen Wort ausgetragen werden können. Denn wer Demokratie ernst nimmt, muss davon überzeugt sein, dass Argumente stärker sind als Ausgrenzung. Eine Partei gewinnt ihren demokratischen Wert nicht dadurch, dass sie mit allen einer Meinung ist. Sie gewinnt ihn dadurch, dass sie bereit ist, ihre Überzeugungen im offenen Wettstreit der Ideen zu vertreten, ohne Angst vor der Debatte und ohne den politischen Gegner aus dem Gespräch auszuschließen.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob man miteinander einverstanden ist. Die eigentliche Frage lautet, ob man noch bereit ist, miteinander zu reden. Solange diese Bereitschaft besteht, lebt Demokratie. Wo sie verloren geht, beginnt nicht zwangsläufig das Ende der Demokratie, aber ein Stück ihrer politischen Kultur geht verloren.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Merz und die Entlastungslüge!

 

Merz und die Entlastungslüge!

Die Bundesregierung verkauft ihre Pläne als große Steuerentlastung. Doch wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Hinter den wohlklingenden Ankündigungen verbirgt sich keine echte Entlastung, sondern eine massive Mehrbelastung der Bürger. Was als Geschenk präsentiert wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Mogelpackung. "Allein in den Sommerferien werden Familien wahrscheinlich mehr für Sprit obendrauf zahlen als sie im kommenden Jahr steuerlich entlastet werden sollen. Das Paket ist eine Luftbuchung kurz vor den Landtagswahlen. Die Regierung hat noch nicht mal den Haushalt dafür. Wer Deutschland wieder flott machen will, muss die Wirtschaft retten und die Energiepreise senken. Dass da nichts passiert, zeigt, wie realitätsfern die Bundesregierung handelt. Wir brauchen einen neuen Bundestrainer, aber noch dringender ist ein Wechsel im Kanzleramt. (Zitat: Dr. Sahra Wagenknecht auf X)

Schwarz-Rot verspricht, die Einkommensteuer ab 2028 um insgesamt zehn Milliarden Euro zu senken. Als Beispiel wird eine Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro genannt, die künftig über 600 Euro im Jahr mehr zur Verfügung haben "könnte" (WTF). Das klingt zunächst nach einer spürbaren Verbesserung. Doch bereits diese Zahl verdient eine kritische Aufarbeitung. Denn der größte Teil des angeblichen Entlastungsvolumens ergibt sich gar nicht aus einer echten Steuersenkung, sondern aus ohnehin notwendigen Anpassungen wie dem Ausgleich der kalten Progression und der Inflationsanpassung des Kindergeldes. Darüber verliert man aber kein Wort im Team Regierungsbank-Schulterklopfer. Maßnahmen also, die lediglich verhindern sollen, dass die Inflation den Bürgern schleichend Kaufkraft entzieht. Wow! (*Satire erkannt) Noch frecher ist jedoch die Gesamtrechnung. Während die Regierung zehn Milliarden Euro Entlastung hervorhebt, verschweigt sie, lügt sie gleichzeitig über die erheblichen zusätzlichen Belastungen, die ebenfalls ab 2028 greifen sollen. So soll die sogenannte Reichensteuer angehoben werden, was nach bisherigen Berechnungen rund zwei Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen für den Staat bedeutet. Gleichzeitig steigen die Beiträge zur Pflegeversicherung für Gutverdiener und Kinderlose. Auch hier werden zusätzliche Belastungen von rund 2,7 Milliarden Euro jährlich erwartet. Ein Punk welche besonders die älteren unserer Gesellschaft treffen wird. Hinzu kommt der Einstieg in die Kapitalrente. Ein Verbrechen für jeden ehrlich Arbeiter wenn ihr mich fragt! Dafür soll der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung zunächst um 0,5 Prozentpunkte steigen. Nach Einschätzung des Arbeitgeberpräsidenten Rainer Dulger entspricht dies einer Mehrbelastung von rund zehn Milliarden Euro bereits im Einführungsjahr.

Doch es geht noch dreister. Nach Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung wird der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung ebenfalls deutlich steigen. Von derzeit 18,6 auf 19,8 Prozent. Allein dieser Schritt würde Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen mit zusätzlichen Beiträgen von rund 24 Milliarden Euro jährlich belasten. Wo ist bitte die versprochene Entlastung? Wieder eine LÜGE Herr Merz ? Rechnet man diese bekannten Maßnahmen zusammen, stehen den angekündigten zehn Milliarden Euro voraussichtlich eine Steuerentlastung von rund 38,7 Milliarden Euro zusätzlicher Abgaben gegenüber. Und selbst diese Rechnung ist noch unvollständig. Weder mögliche Erhöhungen des ideologischen CO₂-Bepreisungsterror für unser Land, noch steigende Verbrauchssteuern oder andere denkbare Belastungen sind darin bereits enthalten. Seht ihr euch auch schon das "Sonnenlicht" ins Fensterlose Rathaus tragen?

Damit entsteht ein eindeutiges Bild: Unter dem Strich werden die Bürger nicht entlastet, sie werden massiv stärker belastet. Besonders deutlich zeigt sich dies an dem Beispiel, das die Bundesregierung selbst gewählt hat. Diese Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro beziehungsweise einem Bruttojahreseinkommen von rund 77.000 Euro soll jährlich etwas mehr als 600 Euro sparen. Doch dieselbe Familie zahlt heute rund 7.161 Euro im Jahr in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Durch die geplante Erhöhung des Rentenbeitrags sowie den zusätzlichen Beitrag zur Kapitalrente, einfach immer noch ein ekelhaftes Wort, würde diese Belastung bis 2028 auf etwa 7.854 Euro steigen. Allein dadurch entstehen Mehrkosten von rund 693 Euro jährlich. Na DANKE MERZ! Mit anderen Worten: Bereits die höhere Rentenversicherung frisst die komplette angekündigte Steuerentlastung auf. Noch bevor steigende Pflegebeiträge, höhere Energiepreise oder andere staatliche Belastungen berücksichtigt werden, steht diese Familie schlechter da als heute. Aus einer versprochenen Entlastung wird bereits auf diesem einen Posten eine jährliche Mehrbelastung von fast 100 Euro.

Genau hierin liegt das eigentliche Problem der aktuellen Finanzpolitik. Die Bundesregierung konzentriert sich auf öffentlichkeitswirksame Schlagzeilen über Steuersenkungen, verschweigt aber gleichzeitig die Vielzahl anderer Abgaben, die den Bürgern zusätzlich auferlegt werden. Für diesen übergriffigen Staat mag die Einkommensteuer nur ein Teil des Finanzierungssystems sein. Für die Menschen zählt jedoch ausschließlich das, was am Monatsende tatsächlich auf dem Konto verbleibt. Wovon sie ihr Leben bestreiten müssen. Entscheidend ist daher nicht, ob einzelne Steuern sinken, sondern ob die Gesamtbelastung steigt oder fällt. Und nach den bisher bekannten Plänen spricht nahezu alles dafür, dass die Gesamtbelastung deutlich zunimmt. Wer den Bürgern eine Steuerentlastung verspricht, während gleichzeitig Sozialabgaben in vielfacher Höhe steigen, betreibt keine nachhaltige Entlastungspolitik, sondern eine Form politischer Schönfärberei. ES IST UND BLEIBT BETRUG!

Die Wahrheit ist einfach: Eine Steuerentlastung verliert ihren Wert vollständig, wenn sie durch höhere Pflichtabgaben mehr als aufgezehrt wird. Für Millionen Arbeitnehmer, Familien und Rentenversicherte wird deshalb nicht entscheidend sein, was auf einer Pressekonferenz angekündigt wurde, sondern was am Ende des Monats tatsächlich im Geldbeutel bleibt. Nach den bislang bekannten Plänen dürfte das für die meisten Menschen weniger sein als heute. Es bleibt was vorher richtig und wichtig war und ist:

WEG MIT MERZ!

Montag, 29. Juni 2026

WAS stimmt nicht mit Friedrich Merz ?

Bildquelle: Friedrich Merz auf X

WAS stimmt nicht mit Friedrich Merz ?

Wer den Überblick über die Nationalmannschaft verliert, wie soll der den Überblick über Deutschland behalten? Der (meiner Meinung nach durch die noch ausstehende Neuauszählung) nicht legitimierte Bundeskanzler Friedrich Merz leistet sich mal wieder ein Kommunikationsdesaster nach dem anderen. Sein jüngster Patzer rund um die Verabschiedung der Nationalmannschaft aus der Fußball-Weltmeisterschaft ist mehr als nur ein unglücklicher Versprecher, er steht sinnbildlich für eine Politik, die oft den Eindruck erweckt, schlecht vorbereitet und weit von der Lebensrealität der Menschen entfernt zu sein.

Was war passiert ?

Bildquelle: Friedrich Merz auf X

Knapp 20 Minuten nach dem Ausscheiden unserer Jungs gegen Paraguay postet der Merz auf X einen offensichtlich vorbereiteten Post und erntet den Spott der Netzgemeinde. Als er bemerkt was da im "Neuland" vor sich geht postet er ernsthaft das "unsere Mannschaft" keinen Spott verdient hat. Der Irrsinn, die Mannschaft hat zwar die ein oder andere Kritik kassiert, aber keinen Spott. Den hat Merz nämlich nur selber für seinen peinlichen Post kassiert. Und als dieser Umstand bei ihm ankommt lässt er erklären das mutmaßlich ein "Praktikant" den Post gemacht hätte. (So zumindest meine Info). Wenn das stimmt muss man also davon ausgehen das ein Namenloser Praktikant die öffentliche Kommunikation des "Kanzlers" tätigt ? Viel peinlicher kann man dieses Amt nicht mehr ausführen. Merz muss Weg!

Niemand erwartet Perfektion. Aber wer das höchste Regierungsamt bekleidet, sollte bei öffentlichen Auftritten wissen, worüber er spricht. Und wir wollen das er selber spricht! Stattdessen reiht sich Panne an Panne. Das Kanzleramt wirkt zunehmend wie eine PR-Agentur im Krisenmodus, die permanent versucht, die nächsten Schlagzeilen einzufangen, anstatt Fehler zu vermeiden. Während Unternehmen schließen, Kommunen finanziell ausbluten und viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, stolpert der Bundeskanzler über einfachste Fakten und über seine eigenen Worte. Das wäre vielleicht noch amüsant, wenn die Lage des Landes nicht so ernst wäre.

Deutschland braucht keine Ausreden und keine peinlichen Auftritte. Deutschland braucht eine Regierung, die vorbereitet ist, Verantwortung übernimmt und ihr Handwerk beherrscht. Wer schon bei einem öffentlichen Statement zur Nationalmannschaft ins Straucheln gerät, sollte sich fragen, ob er den Anforderungen seines Amtes wirklich gerecht wird.

Deutschland hat Besseres verdient. Unsere Heimat ist mehr wert als diese peinliche Show.

WEG MIT MERZ!

Dienstag, 19. Mai 2026

Der Staat lebt vom Vertrauen seiner Bürger.


Der Staat lebt vom Vertrauen seiner Bürger. Dieses Vertrauen entsteht nicht durch große Worte, sondern durch Fairness, Gleichbehandlung und Neutralität seiner Institutionen. Genau deshalb tragen Beamte, insbesondere Lehrer, eine besondere Verantwortung. Wer im Namen des Staates handelt, darf seine Machtposition nicht dazu nutzen, politische Weltanschauungen zu verbreiten oder Menschen, insbesondere Kinder und Schutzbefohlene ideologisch zu beeinflussen. Gerade Lehrer stehen dabei im Zentrum einer Entwicklung, die immer mehr Bürger kritisch sehen!

Ein Lehrer ist nicht einfach nur Privatperson im Klassenraum. Er besitzt Autorität, bewertet Leistungen, prägt junge Menschen und beeinflusst deren Denken oftmals stärker als Eltern oder Medien. Kinder und Jugendliche befinden sich in einer Phase der Orientierung. Sie sind leicht beeinflussbar und suchen nach Vorbildern. Deshalb ist die Schule kein Ort für politische Missionierung, sondern ein Ort des Schutzes, für Bildung, Diskussion und eigenständiges Denken. Lehrer haben die Aufgabe, Wissen zu vermitteln, nicht Schüler ideologisch in eine bestimmte Richtung zu lenken. Insbesondere die Propaganda von Terroristen, Religiösen Fanatikern und Extremisten jeder Art hat NICHTS im Klassenraum verloren.

Doch genau diese Grenze verschwimmt immer öfter. Viele Bürger haben den Eindruck, dass politische Neutralität an Schulen immer häufiger durch moralische Belehrung ersetzt wird. Wer bestimmte politische Positionen vertritt, gilt schnell als „problematisch“, während andere Meinungen als selbstverständlich präsentiert werden. Besonders problematisch wird es, wenn Lehrer ihre persönliche politische Haltung aktiv in den Unterricht tragen. Dann entsteht ein Machtgefälle. Ein Schüler kann sich kaum frei äußern, wenn er befürchten muss, schlechter bewertet, ausgegrenzt oder moralisch abgestempelt zu werden. Viele Jugendliche schweigen deshalb lieber, obwohl sie anderer Meinung sind. Das Ergebnis ist keine freie Debatte, sondern ein Klima der Anpassung. Genau das darf eine demokratische Schule niemals werden. Die Neutralitätspflicht ist deshalb kein bürokratisches Detail, sondern ein Fundament des Rechtsstaates. Beamte, Lehrer haben nicht Parteien, Ideologien oder Terrororganisationen zu dienen, sondern dem Bildungsauftrag den wir ihnen durch unseren Auftrag geben. Wer das als Lehrkörper nicht schafft sollte sich dem schreiben von Büchern oder dem Demotourismus widmen, hat aber bei unseren Kindern NICHTS zu suchen!

Natürlich haben Lehrer wie jeder andere Bürger das Recht auf eine eigene politische Meinung. Niemand verlangt von ihnen Gedankenlosigkeit oder völlige politische Abstinenz. Doch zwischen privater Meinung und dienstlicher Rolle besteht ein entscheidender Unterschied. Ein Lehrer darf privat demonstrieren, diskutieren oder Parteien unterstützen. Im Unterricht aber muss er sich zurücknehmen. Dort spricht nicht die Privatperson, sondern einem von unseren Geldern bezahlten Vertreter des Staates. Dieses Misstrauen ist gefährlich. Wenn Eltern glauben, ihre Kinder würden ideologisch beeinflusst, verliert die Schule ihre Rolle als verbindende Institution. Statt Bildung entsteht Polarisierung. Statt Vertrauen wächst gesellschaftliche Spaltung. Ein Staat, dessen Lehrer offen parteiisch auftreten, riskiert langfristig den Verlust seiner demokratischen Legitimation. Neutralität bedeutet dabei keineswegs Gleichgültigkeit. Lehrer sollen selbstverständlich Werte wie Demokratie, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit vermitteln. Doch genau diese Werte verlangen Neutralität im politischen Bildungskorridor. Wer Demokratie ernst nimmt, muss akzeptieren, dass Schüler später unterschiedliche politische Wege gehen. Die Aufgabe der Schule ist nicht, „richtige“ politische Ansichten zu produzieren, sondern mündige Bürger hervorzubringen. Auch Beamte außerhalb der Schulen tragen diese Verantwortung. Polizisten, Richter, Verwaltungsmitarbeiter oder Soldaten müssen dem Bürger unabhängig von dessen politischer Haltung fair begegnen. Der Staat darf niemals den Eindruck vermitteln, bestimmte gesellschaftliche Gruppen bevorzugt oder benachteiligt zu behandeln. Neutralität ist die Grundlage dafür, dass Bürger staatliche Entscheidungen akzeptieren, selbst wenn sie persönlich anderer Meinung sind. Der Staat muss aber auch für jene Bürger neutral bleiben, deren politische Ansichten vielleicht unbequem oder unpopulär sind. Sobald Staatsbedienstete beginnen, ihre eigene Weltanschauung über ihre Amtsfunktion zu transportieren, verliert der Staat seine Glaubwürdigkeit.

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen wird diese Pflicht immer wichtiger. Wenn politische Lager sich zunehmend feindlich gegenüberstehen, braucht es Institutionen, die über dem Streit stehen. Schulen sollten Orte sein, an denen unterschiedliche Meinungen respektvoll diskutiert werden können. Lehrer sollten Moderatoren des Denkens sein nicht Aktivisten mit Notenschlüssel. Die Geschichte zeigt außerdem, wie gefährlich politisierte Bildungssysteme werden können. Staaten, die Schulen zur ideologischen Erziehung missbrauchen, zerstören langfristig Freiheit und Eigenständigkeit ihrer Bürger. Demokratische Gesellschaften müssen deshalb besonders wachsam sein. Sobald Lehrer oder Beamte beginnen, ihre Amtsstellung für politische Beeinflussung zu nutzen, entsteht ein schleichender Verlust demokratischer Neutralität. Ein neutraler Lehrer bedeutet nicht ein kalter oder meinungsloser Lehrer. Im Gegenteil: Gerade wer verschiedene Perspektiven zulässt und Schüler ernst nimmt, stärkt Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Schüler sollen lernen, Argumente zu prüfen, Widersprüche auszuhalten und selbst Verantwortung für ihre Ansichten zu übernehmen. Das gelingt nur in einem Umfeld, in dem keine politische Richtung durch staatliche Autorität bevorzugt wird. Deshalb ist die Neutralitätspflicht keine Einschränkung der Freiheit, sondern eine Schutzfunktion für die Freiheit aller. Sie schützt Schüler vor Beeinflussung, Eltern vor Misstrauen und den Staat vor dem Vorwurf ideologischer Parteinahme. Lehrer und Beamte tragen eine enorme Verantwortung. Wer Macht über Bildung, Ordnung oder Verwaltung besitzt, muss mit dieser Macht besonders vorsichtig umgehen.

Der Staat darf nicht erziehen wollen, was Bürger denken sollen. Er muss ihnen ermöglichen, selbst zu denken. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Demokratie und Ideologie. Und genau deshalb müssen Lehrer und Beamte – besonders Lehrer – der Neutralität verpflichtet bleiben.

Montag, 18. Mai 2026

Barrierefreier Ausbau der Haltestellen im Stadtgebiet / Anfrage LZ 020426002

Liebe Freunde,

ich habe der Stadtverwaltung 7 Fragen zum barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet Frankenthal gestellt.

Die Antworten stelle ich euch hier wie immer zur Verfügung.

Euer David

1. Frage: Wie viele Haltestellen im Stadtgebiet sind aktuell barrierefrei ausgebaut? 

Aktuell sind in Frankenthal folgende Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut:

Schillerschule Steig 3 (Fahrtrichtung Mörsch)

Feierabendhaus (Fahrtrichtung Mörsch)

Schmiedgasse

Frankenthal Süd

2. Frage: Wie viele sind noch in der Planung ausgebaut zu werden? 

3. Frage: Welche davon 2026?

4. Frage: Welche in den Folgejahren und wann?

Derzeit befinden sechs Haltestellen in Planung.

 Zusammenfassende Antwort zu Frage 3 (Ausbau in 2026) und Frage 4 (Ausbau in den Folgejahren)

Eine zeitliche Einordnung der Maßnahmen für 2026 oder die Folgejahre ist nicht möglich, da der Ausbau förderabhängig ist und erst nach Abschluss der Entwurfsplanung sowie nach Bewilligung der Fördermittel begonnen werden darf. Die Dauer des Bewilligungsverfahrens kann derzeit nicht prognostiziert werden.

 5.Frage: Gibt es dazu eine Prioritätenliste, wenn ja wie sieht diese aktuell aus? 

Ja, es gibt eine Prioritätenliste. Diese ist Bestandteil der öffentlich einsehbaren Beschlussvorlage XVII/0010 der Stadt Frankenthal.

 Aus der genannten Beschlussvorlage gehen sowohl die Haltestellen hervor, die barrierefrei ausgebaut werden sollen, als auch die Prioritätenliste, welche die Reihenfolge der vorgesehenen Umsetzungen festlegt.

Grundsätzlich wird diese Prioritätenliste eingehalten.

 Für Neubauten gilt jedoch eine wichtige Ausnahme:

Neue Haltestellen werden grundsätzlich direkt barrierefrei errichtet, unabhängig von der Prioritätenliste. Dies betrifft insbesondere Haltestellen, die im Zuge neuer Erschließungen oder baulicher Entwicklungen entstehen.

 6. Frage:Werden die Ausgebauten anschließend, zeitnah in Systemen der VRN und alternativen

Marktführern der barrierefreien Kennzeichnung wie z.B. „Wheelmap“ erfasst bzw.

eingepflegt ?

Alle Änderungen – einschließlich barrierefreier Ausbauten – werden im Vorfeld mit allen relevanten Akteuren abgestimmt, darunter VRN und die Verkehrsunternehmen, da nach Durchführung dann entsprechende Kennzeichnungen durchführen. Plattformen wie Wheelmap werden von gemeinnützigen Vereinen betrieben. Daher können wir leider nicht abschätzen, wie lange es dauert, bis Änderungen auf der Seite sichtbar sind.

 7. Frage: In wie weit ist der Beirat für Menschen mit Behinderung bei den jeweils anstehenden

Planungen berücksichtigt bzw eingebunden und informiert ? 

Der Beirat für Menschen mit Behinderung ist von Beginn an in die jeweiligen Planungen eingebunden. Die Planunterlagen werden dem Beirat frühzeitig vorgelegt und gemeinsam besprochen. Im Anschluss erhalten wir eine schriftliche Stellungnahme des Beirats, die in die weitere Planung einfließt.

 

Freitag, 15. Mai 2026

LINKSKONSERVATIV - Zwischen Sozialstaat und gesellschaftlicher Bodenhaftung

 

LINKSKONSERVATIV - Zwischen Sozialstaat und gesellschaftlicher Bodenhaftung

Warum das Bündnis Sahra Wagenknecht eine politische Lücke schließt und die alles verratende Sozialdemokratie herausfordert.

Die deutsche Parteienlandschaft befindet sich in einem historischen Umbruch. Über Jahrzehnte schien die politische Ordnung der Bundesrepublik nahezu unveränderbar: CDU und SPD bildeten das vermeintlich stabile Zentrum, flankiert von kleineren Parteien mit klar umrissenen Rollen. Doch diese Ordnung wirkt heute zunehmend erschöpft und ist genau betrachtet überflüssig. Millionen Menschen fühlen sich politisch heimatlos, sozial nicht mehr vertreten und kulturell missverstanden, abgehängt und auch ignoriert. Genau in diese Lücke stößt das Bündnis Sahra Wagenknecht vor, als Versuch, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Vernunft und gesellschaftliche Bodenständigkeit miteinander zu verbinden. Denn ein heimatbewusstes WIR-GEFÜHL entsteht nur in in einer Gesellschaft die sich auf Augenhöhe begegnet. Das Besondere am BSW liegt dabei nicht allein in einzelnen Forderungen. Entscheidend ist die Kombination aus klassischer sozialer Frage, Kritik am neoliberalen Kapitalismus und einem konservativeren Verständnis von gesellschaftlicher Stabilität. Damit besetzt das BSW einen Raum, den die traditionelle Sozialdemokratie über Jahre hinweg verlassen hat.  Und nie wieder zurückgewinnen wird. Viele Bürger erleben die SPD heute nicht mehr als Partei der Arbeiter, Angestellten und kleinen Leute, sondern als technokratische Verwaltungspartei ohne emotionale Bindung an ihre frühere Wählerschaft. Von Kriegskrediten bis zum Verrat durch die Konstrukteure der Agenda 2010 hat diese Partei unsere Heimat aufgegeben, sie verraten!

"Gerade deshalb wirkt das Auftreten von Sahra Wagenknecht auf viele Menschen wie ein Bruch mit den Routinen der etablierten Politik. Während andere Parteien immer stärker in PR-Sprache, Marketingfloskeln und moralischen Selbstinszenierungen versinken, spricht das BSW gezielt Themen an, die in großen Teilen der Bevölkerung seit Jahren unterschwellig brodeln: steigende Lebenshaltungskosten, Abstiegsängste, Wohnungsnot, Überforderung der Infrastruktur, Unsicherheit durch Globalisierung und das Gefühl, dass Politik sich immer weiter von der Realität normaler Menschen entfernt hat." (Adar Belice)

Die Krise der alten Parteien

Die Krise der deutschen Sozialdemokratie und alten Parteien begann nicht erst gestern. Bereits in den frühen 2000er Jahren verlor die SPD unter dem Einfluss neoliberaler Reformpolitik ihren historischen Kern. Mit der Agenda-Politik wurde der Sozialstaat umgebaut, Arbeitsverhältnisse flexibilisiert und ein  in Europa einmaliger Niedriglohnsektor geschaffen, dessen Folgen bis heute sichtbar sind. Viele traditionelle SPD-Wähler empfanden dies zurecht als Verrat an den Grundideen sozialdemokratischer Politik. Seitdem wirkt die SPD wie eine Partei auf der Suche nach sich selbst. Einerseits versucht sie weiterhin, als Partei sozialer Gerechtigkeit wahrgenommen zu werden. Andererseits trägt sie viele politische Entscheidungen mit, die genau diese Glaubwürdigkeit untergraben. Für viele Bürger ist die SPD deshalb nicht mehr die Partei des gesellschaftlichen Ausgleichs, sondern Teil eines politischen Apparats geworden, der Krisen verwaltet, anstatt grundlegende Lösungen anzubieten. Das sie in ihrer Rolle wischen CDU Kerkermeister und Grünem Unterwürfigkeitsverhalten dieses Land in die Deindustrialisierung treibt ist ihnen bewusst, doch  die Dienstwagenschlüssel klingeln wohl lauter als die knurrenden Bäuche der Menschen in diesem Land.

Hinzu kommt ein kultureller Wandel innerhalb der politischen Linken. Viele klassische soziale Themen – steigende Mieten, Löhne, Renten oder die Absicherung von Familien – wurden zunehmend von identitätspolitischen Debatten überlagert. Große Teile der Bevölkerung empfinden diese Schwerpunktverschiebung als ganz essenzielle Entfremdung. Gerade Menschen aus Arbeiter- und Mittelstandsmilieus haben oft das Gefühl, dass ihre alltäglichen Sorgen von urbanen akademischen Milieus belächelt oder moralisch abgewertet werden. Wer von der Dinkeldörte als Nazi beschimpft wird weil er die 30 km zur Arbeit, mangels ÖPNV mit dem Diesel fahren muss, dabei diesen Diesel mit Gold aufwiegen muss und zu allem Überfluss dann auch noch die Luft besteuert bekommt, der ist halt nicht mehr zu gewinnen für die persönlichen Befindlichkeiten manch urbane Randpolitik. 

Das BSW versucht genau an diesem Punkt anzusetzen. Es verbindet soziale Forderungen mit einer stärker alltagsnahen Sprache und einem politischen Stil, der weniger auf akademische Theorie als auf praktische Lebensrealität setzt. Dadurch entsteht für viele Menschen erstmals seit Jahren wieder das Gefühl, dass jemand ihre Sorgen überhaupt ausspricht.

Die linkskonservative Lücke

"Der Begriff „linkskonservativ“ beschreibt eine politische Mischung, die in Deutschland lange kaum organisiert vertreten war. Einerseits steht eine solche Haltung für soziale Absicherung, staatliche Verantwortung und wirtschaftliche Regulierung. Andererseits betont sie familiäre, kulturelle Stabilität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine anti-monopolkapitale Haltung gegenüber grenzenloser Globalisierung." (David Schwarzendahl)

Genau hier liegt der strategische Kern des BSW. Während große Teile der politischen Linken gesellschaftlich of wirre Liberalität zum zentralen Identitätsmerkmal erhoben haben, verbindet das BSW soziale Politik mit einem stärkeren Fokus auf Ordnung, Gemeinschaft und nationale Interessen. Ein starker Kurs für Menschen die wirtschaftlich links denken, sich kulturell aber von "woken Milieus" entfremdet fühlen. Viele frühere SPD-Wähler, ehemalige Nichtwähler oder enttäuschte Bürger aus Ostdeutschland finden sich in keiner klassischen Partei mehr wieder. Sie lehnen neoliberale Wirtschaftspolitik ab, fühlen sich aber ebenso wenig von einer akademisch geprägten Lifestyle-Linken vertreten. Können aber auch wenig mit dem neoliberalen, oft völkischen Ideen der AfD etwas anfangen. Das BSW bietet ihnen erstmals ein politisches Angebot, das diese Ebenen miteinander verbindet.

Dabei geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Stil. Das BSW präsentiert sich bewusst als Gegenmodell zur professionell durchinszenierten Parteipolitik. Die Sprache ist direkter, konfliktorientierter und weniger technokratisch. Genau das braucht Deutschland in einer politischen Landschaft, die viele Bürger als steril und austauschbar empfinden.

Die Müdigkeit der alten Parteien

Ein zentraler Grund für den Erfolg neuer Bewegungen liegt in der Erschöpfung der "etablierten" Parteien. Die meisten Bürger erleben die ehemals großen Parteien heute nicht mehr als ideologische Bewegungen, sondern als Verwaltungsapparate. Politik erscheint häufig wie ein geschlossenes System aus Funktionären, Lobbyeinflüssen und Karrierepolitik. Dieser Eindruck verstärkt sich durch die immer gleichen Gesichter, Koalitionen und Debattenmuster. Für viele Menschen unterscheiden sich die Reste der "etablierten Parteien" nur noch im Tonfall, nicht aber in grundlegenden politischen Fragen. Ob Energiepolitik, Außenpolitik, EU-Politik oder wirtschaftliche Globalisierung, häufig entsteht der Eindruck eines politischen Konsenses, der kaum echte Alternativen zulässt. Gerade deshalb wirken neue Parteien oft wie ein Ventil für aufgestauten Frust. Sie profitieren nicht nur von ihren eigenen Ideen, sondern vor allem von der Müdigkeit des bestehenden Systems. Das BSW setzt dabei bewusst einen Gegenentwurf zu einem politischen Establishment, das aus Sicht der Mehrheit den Kontakt zur Lebenswirklichkeit verloren hat. Die etablierten Parteien reagieren darauf häufig mit moralischer Abgrenzung statt mit inhaltlicher Auseinandersetzung. Sie diffamieren neue, frische Parteien oder bauen Mauern auf. Einige Parteien der alten Sorte sollen dabei sogar reale Erfahrungen im Mauern bauen mitbringen... :-)  Kritische Stimmen werden schnell pauschalisiert oder delegitimiert. Doch genau diese Reaktion verstärkt oft den Eindruck, dass neue politische Kräfte einen Nerv treffen. Wer Menschen dauerhaft vermittelt, ihre Sorgen seien irrational oder rückständig, treibt sie eher in Protestbewegungen hinein, als sie zurückzugewinnen. Wenn sich dann aus dem Protest, mündige Wähler ableiten, kommt die Keule der gesellschaftlichen Ächtung und Ausgrenzung, bis zum Klopfen im Morgengrauen und Debanking. Dann werden alle Registern des Moralischen Bankrotts gezogen. Einfach beschämend für einen Demokratischen Staat! 

Warum neue politische Kräfte entstehen?

Geschichtlich entstehen neue Parteien fast immer dann, wenn bestehende politische Lager gesellschaftliche Veränderungen nicht mehr glaubwürdig abbilden können. Die Grünen entstanden aus der Umwelt- und Friedensbewegung und entwickelten sich bis heute hin zu den Erben der Wohlstandsverwahrlosung. Die AfD entstand ursprünglich aus Kritik an Euro- und EU-Politik. Das BSW wiederum entstand aus dem Werteverfall der klassischen Linken. Viele Bürger wünschen sich heute eine Politik, die soziale Sicherheit wieder ernst nimmt, wirtschaftlichen Patriotismus zulässt und nationale Interessen nicht automatisch als rückständig betrachtet. Sie wollen keinen radikalen Marktliberalismus, aber auch keine grenzenlose kulturelle Entwurzelung. Das BSW versucht, genau diesen Wunsch politisch zu organisieren. Dabei wirkt die Partei dem allgemeinen Vertrauensverlust gegenüber traditionellen Institutionen entgegen. Große Konzerne, internationale Finanzmärkte, Medien und politische Eliten werden von vielen Menschen zunehmend skeptisch betrachtet. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wächst die berechtigte Sehnsucht nach Schutz, Stabilität und klaren politischen Positionen. Unser BSW greift diese Stimmung auf. Die Würde der Arbeit, Schutz der Bevölkerung, Frieden, soziale Sicherheit und demokratische Souveränität. Das sind Kerne und andockpunkte selbst für Menschen die nicht dem linken Spektrum entspringen. Das setzt das Potential frei welches den Grundstein zur Massenpartei mit Volksparteicharakter legt.

Der mögliche Umbruch der kommenden Jahre

Ob das BSW langfristig erfolgreich bleibt, hängt natürlich davon ab, ob es gelingt, weiter aus einer Protestbewegung eine stabile politische Kraft zu formen. Viele neue Parteien scheitern daran, dass sie zwar Unzufriedenheit bündeln können, aber keine belastbaren Strukturen entwickeln. Doch die Voraussetzungen für einen langfristigen Wandel sind vorhanden. Die politische Mitte Deutschlands wirkt zunehmend fragmentiert. Klassische Milieus lösen sich auf. Die Bindung an Parteien nimmt ab. Immer mehr Menschen entscheiden kurzfristig und emotional. In einer solchen Situation können neue politische Akteure schnell wachsen, besonders dann, wenn sie gesellschaftliche Sehnsüchte bedienen, die lange ignoriert wurden. Die unserer Heimat wieder den Wert erstreitet den sie verdient.  Das BSW ist deshalb mehr als nur ein kurzfristiges Protestphänomen. Es ist Ausdruck eines tieferen gesellschaftlichen Wandels: der Rückkehr sozialer Fragen, der Sehnsucht nach politischer Bodenhaftung und der Ablehnung eines Politikstils, der vielen Menschen elitär und realitätsfern erscheint. Der Wunsch dieses Land wieder auf Vordermann zu bringen, ein Land auf das man wieder stolz sein kann und darf! Die kommenden Jahre werden zeigen, das sich daraus tatsächlich eine neue politische Strömung entwickelt, die die Deutsche Parteienlandschaft dauerhaft verändert. Klar ist jedoch schon jetzt: Die Zeit, in der SPD und CDU als natürliche Machtzentren galten, geht sichtbar zu Ende. Neue politische Kräfte entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo alte Parteien ihre gesellschaftliche Aufgabe nicht mehr glaubwürdig erfüllen.

Und genau darin liegt die eigentliche Bedeutung des BSW: Deutschlands erste linkskonservative Partei, als Speerspitze eines politischen Systems im Umbruch. 

Dienstag, 12. Mai 2026

Nachruf auf eine deutsche Institution

 

Nachruf auf eine deutsche Institution

Die Deutsche Post – Vom Rückgrat der Republik zum Schatten ihrer selbst...

Es gibt Dinge, die in einem Land mehr sind als bloße Unternehmen. Sie sind Teil der gesellschaftlichen DNA. Teil der Erinnerungen mehrerer Generationen. Teil des Alltags, ohne dass man darüber nachdenkt. Die Deutsche Post gehörte jahrzehntelang genau dazu. Sie war nicht einfach ein Konzern. Sie war eine Institution. Ein stilles Versprechen unser persönliches Stück Verlässlichkeit in dieser Welt, die sich ständig, oft zum negativen veränderte. Wer wie ich in Deutschland aufgewachsen ist, kennt sie noch: die gelben Briefkästen an fast jeder Straßenecke. Die Postfiliale mit ihren schweren Türen und dem Geruch nach Papier, Formularen und Paketband. Der Postbeamte mit Tasche und Fahrrad, später mit dem gelben Wagen. Die Briefmarken mit ihren großen Motiven unserer herausangender deutschen Geschichte und Kultur. Einschreiben, Telegramme, Pakete zu Weihnachten, Briefe von Verwandten, Liebesbriefe die nach ihr geduftet haben, Behördenpost die nach Rechnungen stanken, Urlaubsgrüße von Oma, widerliche Wehrdienstbescheide und damals noch ausreichende Rentenmitteilungen. Die Deutsche Post war überall. Nicht laut. Nicht spektakulär. Aber immer da. Sie brachte mir Tapes aus aller Welt, Heavy Metal aus England und Punk aus Brasilien in mein Jugendzimmer. Vom Quelle bis zum EMP Katalog, die Post sorgte sich um uns!

"Und genau deshalb fühlt sich ihr Verschwinden wieder wie ein weiterer Verlust eines Stücks Deutschland an."

Denn was heute unter dem globalisierten Label DHL übrig bleibt, ist zwar wirtschaftlich vielleicht ein funktionierender Logistikkonzern aber längst nicht mehr jene Institution, die einst ein Land verband. Die Umbenennung der Deutschen Post AG zur DHL AG ist deshalb weit mehr als ein bloßer Namenswechsel. Sie ist ein trauriges Symbol. Vielleicht sogar der endgültige Abschied von einer Idee: Dass öffentliche Infrastruktur dem Gemeinwohl dienen soll und nicht allein Renditeinteressen. 

Die Geschichte der Deutschen Post beginnt lange vor Aktienkursen, Shareholdern und Unternehmensberatern. Sie reicht zurück bis in eine Zeit, in der Kommunikation noch ein gesellschaftlicher Auftrag war. Bereits im Heiligen Römischen Reich existierten organisierte Postlinien. Im Deutschen Kaiserreich wurde die Reichspost zu einem Symbol moderner Staatlichkeit. Später entstand daraus die Deutsche Bundespost ein gigantisches öffentliches System, das Millionen Menschen miteinander verband. Ich durfte während meiner Schulzeit mal ein Praktikum als Zusteller machen und mein Onkel wahr 3 Jahrzehnte zuverlässig im Dienst.

Die Bundespost war nicht perfekt. Sie war oft bürokratisch, langsam und manchmal schwerfällig. Aber sie funktionierte. Vor allem funktionierte sie flächendeckend. Selbst im kleinsten Dorf kam der Briefträger. Selbst entlegene Regionen wurden versorgt. Es gab ein Verständnis davon, dass Infrastruktur nicht nur dort existieren darf, wo sie maximalen Gewinn abwirft. Genau dieses Denken unterschied die alte Bundesrepublik von der heutigen Marktlogik. Unterschied das Deutschland der Werte und Moral von dem heutigen Deutschland. Der Briefträger war damals nicht einfach irgendein Dienstleister. Er war Teil des öffentlichen Lebens und war auf so manchem Dorf fast Teil der Familie. Viele ältere Menschen kannten ihren Postboten persönlich. In manchen Gegenden war er beinahe eine soziale Bezugsperson. Die Post bedeutete Nähe, Erreichbarkeit und Ordnung. Wer einen Brief verschickte, konnte davon ausgehen, dass er ankommt. Pünktlich. Zuverlässig. Ohne App, ohne Trackingcode, ohne automatisierte Hotline. Der Postbeamte war Ehrenmann!

Doch dann begann die große neoliberale Umgestaltung der 1990er Jahre.

Unter dem Schlagwort der „Modernisierung“ wurde die Bundespost zerschlagen und privatisiert. Aus öffentlicher Daseinsvorsorge wurde ein marktwirtschaftlicher Wettbewerb. Was damals als Fortschritt verkauft wurde, war in Wahrheit der Beginn eines fundamentalen Kulturwandels. Nicht mehr Versorgung war das Ziel, sondern Effizienz. Nicht mehr Verlässlichkeit, sondern Rendite. Nicht mehr der Bürger stand im Mittelpunkt, sondern der Markt. Darunter litten nicht nur die Angestellten sondern auch die Qualität. Die Deutsche Post AG entstand in einer Zeit, in der Politiker nahezu religiös an die Kräfte der Privatisierung glaubten. Alles sollte schlanker, schneller, internationaler werden. Der Staat zog sich zurück und überließ zentrale Infrastruktur zunehmend globalen Konzernen und Finanzinteressen. Die Post war dabei nur ein Teil eines größeren Trends: Bahn, Telekommunikation, Energieversorgung, überall wurde das Gemeinwohl dem Profitdenken untergeordnet. Diese Strategien des Untergangs, die Manager und Profiteure fraßen die Werte unseres Landes, das was uns nach einem schrecklichen Krieg nach vorne brachte innerhalb nur eines Jahrzehnts wie Heuschrecken auf.

Anfangs funktionierte das scheinbar sogar. Die Deutsche Post expandierte aggressiv. Sie kaufte internationale Logistikunternehmen auf. Besonders die Marke DHL wurde zum globalen Aushängeschild. Auf den ersten Blick wirkte das wie eine Erfolgsgeschichte deutscher Wirtschaftskraft.

Doch während sich der Konzern internationalisierte, verlor er schleichend seine Seele.

Die eigentliche Deutsche Post – die Versorgung der Menschen im eigenen Land – wurde immer mehr zum lästigen Nebengeschäft. Der Brief galt plötzlich als Auslaufmodell. Filialen wurden geschlossen. Personal wurde abgebaut. Arbeitsbedingungen verschlechterten sich. Aus Beamten mit langfristiger Perspektive wurden oft prekär beschäftigte Zusteller unter enormem Zeitdruck. Immer mehr Leistungen wurden ausgelagert oder an Subunternehmen vergeben. Die berühmte deutsche Zuverlässigkeit wurde Stück für Stück kaputt rationalisiert. Und genau hier beginnt das eigentliche Drama. Denn der Niedergang der Deutschen Post ist nicht einfach eine Folge technologischen Fortschritts. Natürlich hat das Internet vieles verändert. E-Mails verdrängten Briefe. Digitale Kommunikation machte manches überflüssig. Aber Technologie allein erklärt nicht, warum aus einer stolzen Institution ein zunehmend gesichtsloser Logistikkonzern wurde.

Der entscheidende Faktor war politisches und wirtschaftliches Versagen.

Die Politik versagte, weil sie glaubte, öffentliche Infrastruktur müsse wie ein Privatunternehmen funktionieren. Sie verstand nicht. oder wollte nicht verstehen, dass bestimmte Bereiche eines Landes eben nicht nur nach Wirtschaftlichkeit bewertet werden dürfen. Eine Post ist nicht einfach irgendein Unternehmen. Sie ist Teil staatlicher Stabilität. Teil gesellschaftlicher Infrastruktur. Teil nationaler Identität. Stattdessen setzte man auf Globalisierung um jeden Preis. Wachstum wurde zur einzigen Kennzahl. Internationale Aktionäre wurden wichtiger als die Versorgung der eigenen Bevölkerung. Während Milliarden in weltweite Expansion flossen, verfielen vielerorts die Strukturen im Inland. Hinzu kam das massive Versagen vieler Konzernspitzen. Die Führungsetagen verloren zunehmend den Bezug zu dem, was die Deutsche Post einmal ausgemacht hatte. Manager dachten in Quartalszahlen, Synergieeffekten und Shareholder-Value. Die emotionale Bindung der Menschen an „ihre Post“ spielte kaum noch eine Rolle. Man behandelte Tradition wie Ballast...

Dabei war genau diese Tradition ein unschätzbarer Wert. Die Deutsche Post genoss über Jahrzehnte ein Vertrauen, das man nicht kaufen kann. Sie stand sinnbildlich für ein Deutschland, das funktionierte. Für Ordnung ohne Überwachung. Für Zuverlässigkeit ohne Selbstdarstellung. Für eine Gesellschaft, in der bestimmte Dinge einfach liefen. Heute dagegen erleben viele Bürger eine völlig andere Realität: verspätete Briefe, überlastete Zusteller, geschlossene Filialen, endlose Warteschlangen, automatisierte Services statt persönlicher Ansprechpartner. Der Mensch verschwindet aus dem System. Übrig bleibt Logistik. Effizienz. Kostenoptimierung. Die Umbenennung zur DHL AG wirkt deshalb fast wie ein symbolischer Schlussstrich. Der traditionsreiche Name „Deutsche Post“ wird aus dem Zentrum verdrängt und zur bloßen Marke degradiert. Das Internationale zählt mehr als das Nationale. Die globale Lieferkette wichtiger als die lokale Verankerung. Aus der Post wird endgültig ein multinationaler Konzern unter vielen. Und vielleicht ist genau das so melancholisch. Denn mit der Deutschen Post verschwindet auch ein bestimmtes Deutschland. Ein Deutschland der analogen Verlässlichkeit. Ein Deutschland, in dem Institutionen noch Vertrauen ausstrahlten. Ein Deutschland, das sich nicht permanent selbst ökonomisieren musste. Natürlich verklärt Nostalgie vieles. Auch früher war nicht alles besser. Aber manche Dinge waren menschlicher, greifbarer und weniger entfremdet.

Die alte Post hatte ein Gesicht.

Sie bestand aus Menschen, nicht aus Markenstrategien. Aus Briefträgern, nicht aus globalen Supply-Chain-Konzepten. Aus regionaler Nähe statt irrationaler, internationaler Konzernsprache. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Tragik unserer Zeit: Dass fast alles, was einmal Identität stiftete, irgendwann nur noch unter Effizienzgesichtspunkten betrachtet wird. Alles muss wachsen, wachsen, wachsen, skalieren, internationalisieren. Und am Ende bleibt oft eine sterile Hülle zurück. Die Deutsche Post war einmal ein Symbol dafür, dass ein Staat seine Bürger verbindet. Heute steht ihre Entwicklung sinnbildlich für den Verlust vieler öffentlicher Institutionen in Deutschland. Bahnprobleme. Krankenhausprivatisierungen. Überforderte Verwaltungen. Zerfallende Infrastruktur. Überall dieselbe Logik: sparen, auslagern, optimieren, bis nichts mehr übrig bleibt außer Frust und Entfremdung. Vielleicht wird die gelbe Farbe noch lange bleiben. Vielleicht fahren weiterhin DHL-Wagen durch die Straßen. Vielleicht wird es weiterhin Pakete und Briefe geben. Aber etwas anderes ist längst verschwunden. Das Gefühl, dass hinter all dem noch eine Institution steht, die diesem Land gehört.

Und genau deshalb ist die Deutsche Post nicht einfach nur ein Unternehmen im Wandel. Sie ist ein Sinnbild dafür geworden, wie Deutschland Stück für Stück seine eigenen Institutionen verloren hat, nicht durch Krieg oder Zerstörung, sondern durch politische Kurzsichtigkeit, wirtschaftliche Ideologie und eine Führungskultur, die Tradition nur noch als Kostenfaktor betrachtet.

Am Ende bleibt ein Name, der langsam verblasst. ... Deutsche Post ...

Für Generationen war das einmal mehr als ein Logo. Mehr als ein Konzern. Mehr als ein Zustelldienst.

Es war ein Versprechen.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Sachstand Ehrenamtskarte / Anfrage LZ 070426001

Liebe Freunde,

hier eine Anfrage von mir für die ListeZukunFT zum Stadtrat am 13.05.26 zum Ehrenamtskarte.

1. Frage:  Wie viele gültige Ehrenamtskarten sind aktuell in Frankenthal ausgegeben und wie hat sich diese Zahl in den letzten fünf Jahren jeweils entwickelt ?

Eine belastbare Gesamtzahl der aktuell im Umlauf befindlichen, gültigen Ehrenamtskarten in Frankenthal liegt der Stadtverwaltung nicht vor.

Grund hierfür ist, dass die Ehrenamtskarten durch die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz ausgestellt werden und bei der Stadt lediglich die eingehenden Anträge sowie die ausgehändigten Karten erfasst werden.


Die Anzahl der in den letzten Jahren ausgehändigten Ehrenamtskarten stellt sich wie folgt dar:

* 2020: 11 Karten

* 2021: 10 Karten

* 2022: 24 Karten

* 2023: 17 Karten

* 2024: 19 Karten

* 2025: 25 Karten

* 2026 (Stand aktuell): 10 Karten

In diesen Zahlen sind auch unbefristet gültige Jubiläums-Ehrenamtskarten enthalten. 

2. Frage: Wie viele Anträge auf Ausstellung einer Ehrenamtskarte wurden in den letzten fünf Jahren gestellt, bewilligt und abgelehnt (bitte jeweils nach Jahren aufschlüsseln) ?

Der Bürgerservice der Stadt Frankenthal nimmt die Anträge auf Ausstellung der Ehrenamtskarte entgegen, prüft diese formal vor und leitet sie anschließend an die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz weiter, welche die abschließende Entscheidung trifft und die Karten ausstellt. Erfasst wird seitens der Stadtverwaltung die Anzahl der eingegangenen bzw. weitergeleiteten Anträge sowie der ausgehändigten Karten. Formelle Ablehnungen durch die Staatskanzlei sind der Stadtverwaltung nicht bekannt.

In Einzelfällen erfolgt jedoch bereits im Vorfeld keine Weiterleitung eines Antrags, insbesondere wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Gründe hierfür sind beispielsweise:

* Wohnsitz und Ausübung des Ehrenamts außerhalb von Frankenthal (z. B. in der VG Lambsheim-Heßheim)

* Ausübung des Ehrenamts seit weniger als einem Jahr

* Nichterreichen der erforderlichen Mindeststundenzahl (5 Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden pro Jahr)

Unvollständige Anträge, etwa bei fehlender Bestätigung durch den Verein, werden zur Nachbesserung zurückgegeben und können anschließend erneut eingereicht werden.

Eine differenzierte statistische Erfassung von gestellten, bewilligten und abgelehnten Anträgen im Sinne der Fragestellung erfolgt bei der Stadtverwaltung derzeit nicht.

3. Frage: Wie viele ehrenamtlich Engagierte gibt es nach Schätzungen der Stadt in Frankenthal und wie hoch ist der Anteil derjenigen, die eine Ehrenamtskarte besitzen ?

Eine belastbare, statistisch gesicherte Gesamtzahl der ehrenamtlich Engagierten in Frankenthal liegt der Stadtverwaltung nicht vor.

Dementsprechend kann auch kein prozentualer Anteil der Inhaberinnen und Inhaber einer Ehrenamtskarte an der Gesamtzahl der Ehrenamtlichen benannt werden.

4. Welche konkreten Vergünstigungen bestehen aktuell im Rahmen der Ehrenamtskarte in

Frankenthal und wie viele lokale Partner (Unternehmen, Einrichtungen, Vereine) beteiligen

sich daran? Was unternimmt die Stadtverwaltung um dieses Angebot auszubauen ?

Die Ehrenamtskarte ist ein landesweites Angebot des Landes Rheinland-Pfalz. Inhaberinnen und Inhaber profitieren von einer Vielzahl an Vergünstigungen bei teilnehmenden Einrichtungen und Unternehmen im gesamten Bundesland. Auch in Frankenthal beteiligen sich lokale Partner aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen sowie kulturelle und öffentliche Einrichtungen mit entsprechenden Vergünstigungen. Die Stadtverwaltung unterstützt die Bekanntmachung und Nutzung der Ehrenamtskarte durch Information und Beratung im Bürgerservice sowie durch Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus wird im Austausch mit lokalen Akteurinnen und Akteuren fortlaufend dafür geworben, weitere Partner für das Programm zu gewinnen und das Angebot auszubauen.