Guten Morgen liebe Leser...
und Glückwunsch, Gen Z. Mit Steinen wirft es sich halt einfach viel leichter als mit stichhaltigen Argumenten. Es ist mal wieder soweit, eine weitere Demonstrationswelle steht an, und unsere selbsternannte „Zukunft von morgen“ strömt mit großem Pathos auf die Straße. Doch wir reden hier längst nicht mehr von friedlichem Protest für echte, messbare Veränderung, sondern von jener lautstarken Fraktion, die den gesellschaftlichen Diskurs ganz offensichtlich mit dem Zertrümmern von unschuldigen Schaufensterscheiben und dem feigen Anzünden von Mülltonnen verwechselt. Das ist wahrlich ein absolutes Meisterwerk der Strategie, denn warum sollte man sich auch mühsam einbringen, wenn man stattdessen billiges Adrenalin tanken und der Polizei die Arbeit schwer machen kann. Mal ein Spoiler-Alarm für die Generation Instagram, sinnlose Gewaltexzesse auf Demos haben noch nie eine Steuerreform vorangebracht oder das "Klima gerettet", sondern sie ruinieren verlässlich nur die eigene Glaubwürdigkeit. Wenn man den Blick für einen Moment von den trendigen Storys über den Barrikadenbau abwendet, offenbart sich die bittere Realität dieses stupiden Aktivismus. Wer seinen lokalen Kiosk zerlegt oder das Auto des arbeitenden Handwerkers abfackelt, der nebenbei euer Bürgergeld und BaFög finanziert, trifft nämlich keineswegs die beschimpfbare anonyme Elite oder das ja so verhasste "Schweinesystem", sondern schlichtweg die hart schuftende Mittelschicht, also genau die Leute, die diese utopischen Forderungen am Ende mit ihren Steuergeldern finanzieren sollen. Schönen Dank dafür! Ein Pflasterstein hinterlässt zwar ein Loch im Glas, aber eben kein einziges Loch im Gesetzestext. Am nächsten Morgen räumt eine leider unterbezahlte Reinigungskraft die Trümmer weg, während Merz müde lächelt und im Zweifel nur die Sicherheitsgesetze verschärft, sodass der gesamte Krawall am Ende die gegenteilige Wirkung entfaltet. Der Aufbau eines nachhaltigen Start-ups, das zähe Engagement in einer Kommunalpartei oder schlicht das Durchziehen einer soliden Ausbildung, um später an den echten Hebeln der Macht zu sitzen, ist eben verdammt anstrengend und erfordert Disziplin. Randale auf der Straße braucht dagegen nur ein verzerrtes, kaputtes Gerechtigkeitsgefühl und ein bisschen Gruppenzwang und Sozialismusgeschrei. Sich konstruktiv und produktiv in die Gesellschaft einzubringen, erfordert echten Grips und Ausdauer, zahlt sich aber langfristig für alle Beteiligten aus. Wer wirklich etwas bewegen will, geht dorthin, wo die tatsächlichen Entscheidungen gefällt werden, in die Parlamente, in die Forschungslabore und in die Wirtschaft. Das hinterlässt bleibende Spuren und echte Veränderungen, aber ein ausgebranntes Auto sieht im Feed natürlich viel rebellischer aus als ein sauber ausgearbeiteter Gesetzesentwurf.
Demonstrationen sind Grundrecht, macht das ... aber bitte friedlich und ohne Sachschaden!
Kommt gut durch Wochenende!

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